Adidas, China und die Kulturrevolution
Ich könnte jetzt erzählen, dass ich einen schlichten Trainingsanzug brauchte, und bei etwas ähnlichem wie Fitness-Lifestyle-Design-Clothing landete. Was nicht unbedingt optisch, aber doch preislich einen gewissen Unterschied ausmachte. Vielleicht würde ich dann erwähnen, dass ich die Top-Marken auf der Suche nach einer politisch korrekten Brand ursprünglich meiden wollte, aber im Adidas-Store dann doch von der Markeninszenierung eingenommen war – bis hin zu den bequemen Umkleidekabinen.
Womöglich käme ich beim Thema Inszenierung und Adidas auch zu der Frage, ob sich schon jemand Gedanken über einen Watchblog zu den Olympischen Spielen in China gemacht hat.
In diesem Moment würde ich mir den Adidas-Olympia-Spot “Together” (Psyop und TBWA) noch ein zweites Mal ansehen und darüber nachdenken, ob er sich nun zur Illustrierung von Crowd-Wisdom einsetzen lässt, ob er wirklich nur das Gemeinschaftsgefühl hochleben lässt oder ob sich hinter den Motiven des offiziellen Sportswear Partners der Chinesen nicht auch Anklänge an die große Kulturrevolution wiederfinden?
Dann käme ich am Ende womöglich auf die Idee, darüber nachzudenken, wie das den so wird mit den Spielen und China und der großen Gemeinschaft der freien Jugend. Und vielleicht würde mir ein schlichter, streifenfreier Trainingsanzug dann letztlich lieber sein?


















