Ein Jahr Blog: Die Bilanz
Nach 365 Tagen, 765 Beiträgen und fast 4500 Kommentaren kommt mir Bloggen im Vergleich zur Print-Arbeit immer noch vor wie Einhandsegeln neben einem Windjammer. Ein Bild, das auf mehreren Ebenen Gültigkeit besitzt.
Zunächst aber: Einhandsegeln macht immer noch Spaß. Die Hauptvoraussetzung fürs Bloggen: Spaß, Spaß, Spaß. Also schreibe ich hier auch nur über solche Dinge über die ich schreiben möchte. Bestenfalls von einer Pflicht begleitet: nicht langweilen. Mich selbst nicht und den Leser nicht.
Das Blog erhielt schon kurz nach dem Stapellauf ein positives Echo von etablierten Bloggern.
Gerechnet haben wir bei Horizont nicht zwingend damit. Es wäre niemand überrascht gewesen, zur Dutzendware von der Verlagsstange gehängt zu werden.
Die Reaktion hat sicher dazu beigetragen, dass das Blog auch innerhalb des Hauses und in der Redaktion mit der Zeit an Akzeptanz gewonnen hat. Natürlich galt auch hier anfangs: Der Prophet im eigenen Hause….
Die Geburt des Blogs selbst war indes nicht so schwer wie man sich das von außen vorstellt.
Es war eher eine Diskussion, wie die Inhalte aussehen sollen, und eine lange Debatte darüber, wie es personell und zeitlich zu bewerkstelligen ist und ob man mehr leisten kann als nur „nice to have“.
Immerhin fehlt die Zeit, die ich in das Blog investiere für die Printausgabe und Horizont.net. Und diese Zeit ist, platt gesagt, zumindest buchhalterisch, eine Investition.
(Abgesehen von der Freizeit, die Spießer Alfons und ich ohne finanzielle Mehrleistung — gerne — für das Blog aufbringen).
Die Redaktion fremdelte zunächst durchaus. Da gab es durchaus jene, die in Blogs nur eine Spielwiese sahen und sehen und nur langsam lernen, dass der Journalismus des 21. Jahrhunderts nichts mehr mit dem gemein hat, was noch immer in Journalistenschulen gelernt wird. Zumal das Blog von der Mannschaft des Windjammers zuweilen auch etwas neidisch betrachtet wurde, da man hier frei Hand irgendeinem Wind folgen kann. Kür statt Pflicht.
Mit wachsender Leserzahl, und dem sportlichen Spaß, mit der Leserquote des Blogs teilweise an der Klick-Priorität einzelner Ressorts von Horizont.net zu kratzen, wandelt sich das Bild zusehend. Das Gefühl wächst intern, dass sich mit diesem und anderen Blogs eine publizistische Größe etabliert, die beachtet wird und von einem selbst beachtet werden sollte. Hinzu kommt, dass das Blog einen anderen Blick auf die Leserschaft und ihre Interessen eröffnet. Das kann auch thematisch Impulse liefern. Auch Impulse über die einzelnen Verlagsobjekte hinweg. So konnte die Lernkurve dieses Blogs den Kollegen von der Lebensmittel Zeitung vor dem Start des Messe-Blogs zur Anuga einige wichtige Tipps geben. (Hoffe ich zumindest.)
Schwer greifbar ist dagegen die Relevanz außerhalb des Hauses. Wenn ich sie an etwas festmachen kann, dann daran: Schon heute werden ich häufiger auf Blog-Beiträge und Kommentare angesprochen als auf die Arbeit für Print. Sowohl von Medienseite, als auch von Agenturen und ebenso von Unternehmen wird das Blog als meinungsrelevanter Teil registriert, zuweilen für den Know-how-Transfer genutzt und als Anregung gesehen. Hin und wieder wird dieses Know-how auch direkt per Telefon oder Mail abgefragt. Von Einfluss zu reden wäre jedoch vielleicht Hochmut. Aber persönliche Gespräche zeigen schon, dass die Inhalte — auch die der Kommentare — inzwischen genau beobachtet werden und zumindest Anstöße geben können. Hier und da. (Und wie war das mit dem Wind und den Schmetterlingsflügeln?)
Interessanterweise haben solche und andere Gespräche stets den Zusatz, dass man es irgendwie gut, mutig, innovativ (oder andere honigbestrichene Adjektive) findet, was Horizont da macht. Das zeigt, dass meine These, das Blog habe positive Auswirkungen auf die Wahrnehmung und das Image der Dachmarke Horizont nicht ganz falsch sein kann.
Was das Blog indes erst noch beweisen muss ist, dass es nicht nur eine metaphysische Größe ist, sondern auch pekuniäre Ergebnisse liefern kann. Das wird eine der kommenden Aufgaben der gerade gestarteten Vermarktung sein. Auswirkungen auf die Inhalte wird dies nicht haben. Bei einer Regatta segelt ja auch niemand an der Tonne vorbei, um einen besseren Blick auf die Sponsoren auf dem Segel zu ermöglichen.
Die Menge möglicher Leser für den jeweiligen Beitrag spielt ohnehin seit Anbeginn eine untergeordnete Rolle. Es gab nie eine Benchmark, keine Zielvorgabe zu einem Zeitpunkt X so und soviel Besucher täglich zu erreichen. Eine, zugegeben, luxuriöse Position. Das ist auch heute noch so.
Logisch, dass ich in der Anfangsphase trotzdem täglich auf die Statistik gestarrt habe und mich über 10 Besucher mehr am Tag gefreut habe. Aber irgendwann wird das nebensächlich, und man wünscht sich ohnehin hin und wieder die kleine Runde eines runden Tisches am Algonquin herbei.
Eine Rolle bei der Themenwahl spielt die Quote deshalb ebenso wenig. Dafür ist sie zu unzuverlässig. Themen, denen man kein Dutzend Leser zugetraut hätte, entwickeln sich plötzlich zu einer Massenveranstaltung und andere Themen, die ich selbst als besonders „heiß“ empfinde, erreichen gerade mal so viele Leser, dass am Tisch des Algonquin noch Platz wäre. Letztlich habe ich sogar mehr Freude an Artikeln mit wenigen hundert Lesern und einer guten Debatte, als an zehntausenden Kiebitzen, die über Google hier vorbeistolpern und die Klickrate hochtreiben.
Welche Artikel besonders beliebt waren, lässt sich ja an der Sidebar ablesen. Die aber das Bild verfälscht, weil das Top-Artikel-Tool erst in einer späteren Entwicklungsphase des Blogs installiert wurde. Andere häufig gelesene Artikel sind unter anderem „Chrysler macht sich viral ins Hemd“ und „In eigener Sache: Urlaub“. Da soll einer draus schlau werden.
Daraus eine Strategie abzuleiten, um mehr Leser zu bekommen, wäre schlicht Unfug. Kein Mensch segelt nach dem Wind von gestern. Und wenn, dann müsste ich mich täglich zwanghaft in den Google-Westwind aus Paris Hilton, StudiVZ und Andrea Berg stellen. Ach, ne. Keine Lust. Ein Einhandsegler ist schließlich nicht dazu da immer in der gleichen Fahrrinne zu kreuzen. Die Zahl der Kommentare ist ebenfalls kein guter Verklicker. Manche Diskussionen entwickeln sich wie ein Böenkragen, andere Beiträge dümpeln in Rossbreiten.
Ohnehin sind die Kommentare ein Kapitel für sich. Manche sind witziger, sachkundiger, intelligenter und unterhaltsamer als der eigentliche Beitrag und machen einen Großteil des Vergnügens am Bloggen aus. Andere scheinen im präpubertären Montags-Blues geboren.
Dass sich insbesondere letztere gerne unter dem Leinentuch der Anonymität verstecken, bemängelt der Spießer zu Recht. Dabei ist gegen anonyme Postings zunächst wenig einzuwenden, wenn sie sich sachlich in einer Debatte zu Wort melden. Verbales Treibgut sind lediglich all jene, die sich zugleich in persönlichen Injurien ergehen. Auch hier mache ich regelmäßig eine Lernkurve durch und werde zunehmend strenger in der Moderation. Schließlich sollte man auch im Blog so miteinander reden und umgehen, als säße man sich in einem Times Square Hotel gegenüber und nicht in einer schlecht beleuchteten Hafenkneipe. Das schließt gelegentliche Spitzen nicht aus. Auch gekonnte Polemik kann an der richtigen Stelle ihren Reiz haben, wenn man weiß vom wem sie kommt — reizlos aber sind plumpe Ausfälle aus dem Dunkel der Bilge.
Der zuweilen rüde Ton mag auch lange Zeit einige Kollegen daran gehindert haben, mehr als Lippenbekenntnisse („Ich schreib auch mal was“) abzuliefern. Auch ich musste mich erst einmal an den kalten Gegenwind gewöhnen, gegen den die Blattkritik bei der Redaktionskonferenz eine warme Brise ist.
Mangelnde Zeit, wenn man den ganzen Tag das Deck des Windjammers schrubben und Segel reffen muss, ist ein weiterer Grund für die Abstinenz. Der gilt übrigens auch für jene, die hier zunächst mit angeheuert hatten und nun nicht mehr schreiben.
(Abgesehen von den Autoren der Top und Flops. Diese Rubrik war stets ein Produkt der Print- und Onlineausgabe und wurde mit der Kommentierbarkeit von Horizont.net eingestellt. Eine richtige Entscheidung, weil die Art der Schreibe doch nie so recht in den Blog-Stil – was immer das sein mag – passte und sich die Autoren zu meinem Leidwesen selbst nur selten in die Debatte einschalteten).
Umso mehr freue ich mich das nun allmählich einige Redakteure und Redakteurinnen erste ernsthafte Schritte gewagt haben. Ich hoffe es bleibt kein kurzes Lüftchen. Mehr Stimmen würden dem Blog sicher gut tun. Hauptsache sie haben Spaß dabei. Ansonsten wird dieses Blog weiter den bisherigen Kurs fahren. Dorthin, wo die Dickschiffe nicht segeln — immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.
PS: Danke fürs Lesen und die vielen Kommentare in den vergangenen 365 Tagen.
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Kompliment und DANKE für die schöne Zeit bisher
BLOGGER
Gratulation. Dieses Blog ist mittlerweile ein fester Teil meines Readers.
Nachdem du ja ursprünglich erwartet hattest, dass die Leser dir die Schreibrichtung deines Jahresrückblickes vorschlagen, bist du zu den Wurzeln zurückgekehrt. Richtig so. Blogs sind Themenangebote der Betreiber, nicht wie bei Foren, in welchen – ohne Gewichtungsanspruch- andere Mechanismen laufen.
OTR hat vieles richtig gemacht, vieles, was dem Wettbewerbsverlag nicht zuletzt durch bewegte Eigentümerwechsel schwer fiel.
Und wie wir schon vor einem Jahr orakelten, ist Olaf mit Spießer ein rundes Paar.
Diese “Blogpersönlichkeit” hat in Summe den Ausschlag für Akzeptanz gegeben. Monetarisierung ist konsequenterweise ein Thema, dem ihr euch im Verlagsumfeld nicht verschießen könnt. Warum auch?! Auch der Werbeblogger nimmt die eine oder andere Anzeige auf, wenn sie denn passt.
Interessant ist in diesem Kontext deine Äußerung, dass du mit Vermarktung nichts zu tun haben willst. Als verantwortlicher Blogger hast du IMMER mit diesem Thema zu tun, es sei denn, du verweigerst dich dieser Verwertungsrichtung grundsätzlich. Die Blog-Publikation hängt stark an euch, damit auch die angestrebte Vermarktung und es wird nur nur schwerlich für euch möglich sein, sich komplett aus dem Vermarktungsaspekt des Blogs heraushalten zu wollen.
Ich kann auch deine Befürchtungen verstehen; nach dem Motto: “…ich bin hier Content-Mann und kein Vermarkter…” aber wenn ihr euch “monnetaisen” wollt, dann wird es nicht funktionieren, Werbung zu schalten, die vollkommen losgelöst von Position und Inhalten eurer Beiträge läuft. Werbekunden auf eurem Blog müsst ihr aus Überzeugung grundsätzlich “gut” finden. Sonst finden das die Leser auf Dauer irritierend und am Ende auch der Blog-Werbekunde.
Zugegeben: Das ist eine polarisierende Haltung – vor allem, wenn die Publikation sich “überparteilich und neutral” präsentieren will, aber genau diese Stoßrichtung, die sowieso in den meisten Fällen klassischer Massenmedien ein reines Lippenbekenntnis ist, passt für Blogs so überhaupt nicht.
Andererseits: Wer will schon Günstling von Bezahlkunden sein?! Genau dazwischen bewegt sich die Glaubwürdigkeit, die im besonderen Spannungsverhältnis klassischer Vermarkung steht. Wir sind gespannt….
Ich lese den Blog erst seit einigen Wochen, er gefällt mir so gut, dass ich mehrmals täglich nachschaue, was es neues gibt.
Zum Thema Werbung würde ich mein eigenes Lebensmotto vorschlagen: “Man kann mich mieten, aber nicht kaufen.”
Gerade weil dieser Blog nicht darauf aus ist, die Masse anzusprechen, würde es auf Dauer bemerkt werden, wenn Artikel geschrieben werden, die dem Werbenden gefallen, aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben.
Natürlich kann man es wie eine Bulimie… äh Boulevardzeitung machen, nach dem Motto “Ist der Ruf erst ruiniert, schreibt es sich leicht und ungeniert.” Aber das wäre erstens schade und zweitens würde es schnell dazu führen, dass der Blog nicht mehr aufgerufen wird.
Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg für die nächsten Jahre!
Lieber Olaf, Bloggen ist ein Marathonlauf. Du hast mit Bravour die ersten 1.000 Meter geschafft. Gratuliere Dir! Du bist eine Bereicherung!
1000 Meter erst? Puuh. Danke ansonsten bislang allen.
@roland: Du überinterpretierst meine Bemerkung in Sachen Vermarktung. Gerade der Logik (“Werbekunden auf eurem Blog müsst ihr aus Überzeugung grundsätzlich “gut” finden”) kann ich nicht ganz folgen: Dann dürften wir beispielsweise hier oder auch in Print längst kein negatives Wort mehr über den ADC schreiben, der beispielsweise Partner von Horizont beim Kreativmagazin „Beef” ist. Tun wir aber. Ganz vorneweg der Spießer. Und wenn ein Werbekunde diese Haltung iritierend findet, (Leser dürften intelligent genug sein, sich davon nicht irritieren zu lassen) dann bitte schön. Sein Problem und der Job des Vermarkters. Hm, interressantes Grundsatzthema, weil ich glaube, dass eine denkbare Kompromittierung von Journalisten (und ggf auch Blogs) eben nicht bei durch Anzeigen stattfindet sondern durch ganz andere Faktoren. Ich glaube, ich schreibe sonntag mal was längeres dazu.
@Olaf. Überinterpretiert? Hmm, könnte sein. Das ist in der Tat ein spannendes Thema. Meine persönliche Position ist, dass man auf Blogs eher einmal einen Anzeigenkunden “ablehnen” muss, da die Publikation wesentlich persönlicher zugeschnitten ist. (Ist aber im Verlagsumfeld ganz sicher ein doppelt schweres Unterfangen
.
Erinnert mich auch ein wenig an das Thema “Yahoo” und adical…
Deswegen favorisiere ich grundsätzlich auch die Eigenvermarktung, da so bestimmt werden kann, was, wer und welche Werbeform tatsächlich auf dem Blog auftaucht und was nicht.
Aber Eigenvermarktung birgt theoretisch zweifellos auch potenzielle Konflikte, da man als inhaltlich Verantwortlicher auch mit den Werbekunden direkt Umgang hat. Viele Blogs haben ansonsten (noch!) gar nicht die Alternative, sich einem Vermarkter anzuschließen oder “Dritte” damit zu beauftragen.
Bin gespannt, was du schreiben wirst.
@Roland (und @Olaf): Blogs sind ja nun eine persönliche Form der des Publizierens, auch wenn sie wie in diesem Fall bei OTR unter der Schirmherrschaft einer Printpublikation und eines traditionelles Verlags stattfinden. Das Binnenverhältnis hier zwischen Blogger und seinem Verlag bleibt davon zunächst unberührt.
Die beste Variante wäre natürlich, dass der Blogger (Autor, Lektor, redakteur und Kleinstverleger in einem) selber bestimmt, was sein Inhalt ist und wie welche Werbung bei ihm erscheint.
Zumindest beim OTR Blog habe ich schon immer noch den Eindruck, dass Olaf selber spricht und dass die rahmenbedingungen hier ausbalanciert sind. Mit steigendem Renomee im eigenen Haus und in der Blogosphäre festigt OTR seine Position. Das scheint mir aktuell auch der Fall zu sein.
Also, ich denke OTR ist in guten Händen und auf dem richtigen Kurs.
Aufrichtigen Glückwunsch an Olaf und den von mir auch oft gern aufgespießten Spießer!
Das nicht nur optisch immer dünner werdende Agentur-PR-Jubelblättchen W&V seit 2 Jahren abbestellt, den Papier-Horizont kaum mehr abspähend, schaue ich doch als alter Ex-Werbeesel hier gerne rein.
Was ihr mit Vermarktung meint und was dann de facto sein wird, warte ich ab. Wenn ich das Gefühl bekomme, es wird hier zu arg pr-jubelnd oder aus irgendwelchen Werbe-Rücksichten rumlaviert und kein Tacheles mehr geredet, muss ich ja nicht mehr reinlesen
Was immer ein bisschen ein Problem ist, diese von dir als “präpubertäre” Montagsbeiträge genannten Anonymous-Kommentare halten tatsächlich Kommentare ab. Auch mich, der doch konstant wenig abschreckbar ist und sich gern rumwitzelt auf ein Streitthema einlässt, wenn das Thema sich lohnt
Grund: Ich mag mich nicht mit Leuten streiten, nicht einmal witzeln, die unfair aus der Hüfte schießen und nur anonym den Mut haben zu provozieren. Da verlier’ ich die Lust zu allem, denn das wird blöd für alle Schreiber, die mit Klarnamen schreiben und googlebar sind, der unsichtbare “Gegner” aber nicht. Ein mir bekannte IT-ler sagt, dass er grundsätzlich nicht in solchen Querschieß-Blogs und -Foren schreibt, denn er will sich nicht auf solchen Parkett öffentlich zum Affen machen. Da geb ich ihm Recht. Die Abneigung, sich öffentlich verifizierbar zu äußern ist eh groß in D. , zum Teil verstehe ich das gut, zum Teil nervt mich das aber auch. Wesentlich mehr werden es also nicht werden, aber es könnte besser sein.
Wer also als Blog mehr Kommentare haben will, die wirklich ernst- sachkundig oder profund kontrovers-witzig sind, der sollte anonyme Störer ohne Vorwarnung raus hauen, denn die ergeben nur jäh aufsteigende Klickraten und viel Popcorn-Publikum, leider aber sinkende Qualität für das Blog.
Hängt aber davon ab, was eure Werbekunden euch da für Vorgaben machen
Wenn die Klicks und Visits haben wollen, naja…, dann^^,… nä
Schon komisch, das mit dem Bloggen scheint eine Wissenschaft für sich geworden zu sein.
“Früher” haben wir einfach gebloggt, weil wir uns irgendwie ausdrücken mussten. Und auf einmal wird eine journalistische Disziplin draus. Ein Marketing-Tool. Fachmänner und Fachfrauen setzten sich damit auseinander.
Danke dafür! Da hat das, was man als Privatmann mit seinem Blog macht, doch glatt einen professionellen Charakter bekommen. Und wenn die wahren Profis dann auch bloggen und man selbst live dabei sein kann, und weiß, dass der Profi die Kommentare lesen wird… da schlägt das Herz einfach höher. Und es ist wie im wahren Leben auch: manche sollten lieber das Maul halten, tun sie aber nicht. Da muss man durch.
Selbst wenn man wie ich ins Web 2.0 hineingewachsen ist und alles von Kind auf mitbekommen hat, der Zauber des Bloggens bleibt erhalten.
Ein lesenswerter Rückblick. Vielen Dank für dein Engagement, Olaf! Auf das nächste Jahr
@roland
@cem
@all
ich grübel noch am Blogs und Vermarktung und komme vor lauter sonntagsstress zu nix, stelle es also wohl eher morgen abend rein. Sorry
@alexandra: Der Zauber ist die doch Hauptsache. Wie bei Copperfield und Co darf man nur nicht sehen wie es gemacht wird.
@vroni. Mit popcorn ist es ja nun mal so: Man kauft es und wundert sich nach der halben Tüte und vollgestopften Zahnlücken, wieso man diesen Müll wieder einmal in sich reingestopft hat. Deshalb werde ich hier zunehmend Störer/Pöbler, die wg ihrer Anonymität nicht satisfaktionsfähig
sind, höflich vor die Tür setzen. Das gilt wahrscheinlich nicht für jede Form von Anonymität. Es gibt ja auch Anonyme, da wird vom Chef Nebenbeschäftigung während der Frohn nicht gerne gesehen aber da weiß ich oft zumindest in welcher Agentur der Rechner steht. Da muss man dann mal schauen. Einzelfallentscheidung.
Gratulation! Bin immer wieder gerne hier. Ist einfach gut und wo kann man das schon noch behaupten… Weiterhin viel “Spass bei der Arbeit”