Das Web redet über Ole von Beust und Xing
Im Zusammenhang mit Ole von Beust und Michael Naumann von “Buzz-Generatoren” in Online-Foren und Weblogs zu sprechen klingt schon etwas gewöhnungsbedürftig. Eine Untersuchung von Ethority zeigt aber, dass es ein Fehler der Spitzenkandidaten im Hamburger Wahlkampf sein dürfte, im Netz nur mit Steinzeit-Angeboten und digitalisierten Wahlkampfbroschüren ohne echte Diskussionsmöglichkeiten präsent zu sein. Denn dann wird über sie eben an anderer Stelle geredet – ohne direkten Einfluss der Kandidaten.
Spitzenthema ist in Blogs laut Ethority Ole von Beust (33,9 Prozent) gefolgt von Michael Naumann (25,7 Prozent). Hinnerk Fork schafft es trotz eines per Spam versandten Wahlwerbevideos für die FDP Hamburg, von der Agentur Oysterbay durchlauferhitzt, gerade mal auf 7,9 Prozent in Blogs und liegt damit noch hinter den Kandidaten der Grünen und Heimat Hamburg. Die komplette Studie gibt es hier.
In einer weiteren Studie hat Ethority übrigens die Social Networks unter die Lupe genommen. Xing, StudiVz und Lokalisten.de sind bei Bloggern mit Abstand die beliebtesten Themen. In Sachen Image liegt indes netmoms.de vor jappy.de, SchuelerVZ.net und Lokalisten.de. In Foren ergbit sich ein etwas anderes Bild.
“Geschäftsführer Sten Franke: Das Ranking zeigt, dass sehr viele Blogger das allgemeine Mediengeschehen rund um XING und StudiVZ sehr stark reflektieren und beeinflussen. Im Gegensatz dazu wird in User- und Verbraucherforen eher der Meinungsaustausch und die Empfehlung von nutzwerten Produkteigenschaften gepflegt, so dass hier private Erlebnis-Communities am häufigsten besprochen, verlinkt und weiterempfohlen werden.”
Das komplette Ergebnis gibt es im Ethority-Blog.
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Ich denke, dass gerade die Vorwahlen in den USA, bei denen die Kandidaten online nicht nur etwas für ihre Reputation tun, sondern auch einen nicht unerheblichen Teil der Spenden sammeln, etwas bewegen werden.
Spätestens zu den nächsten Bundestagswahlen werden auch die Kandidaten in Deutschland die Möglichkeiten des Web 2.0 ernsthaft zu nutzen versuchen. Wobei ich mir schon jetzt vorstellen kann, dass das Ganze weichgespült, bieder und feige werden könnte.