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Katjes contra Werberat: Wie gefährlich ist Lena Gercke?

28. Februar 2008
von

Der Werberat kann einem schon leid tun. Ständig sexistische und unlautere Werbung begutachten und dann auch noch Beschwerden prüfen, die eher für Humorlosigkeit sprechen. So wie beim Katjes-Spot mit Lena Gercke (Germany’s Next Topmodel) von Sommer + Sommer. Das Model meint im Spot “Fett ist einfach nicht mein Ding” und treibt den Fahrer eines aufgetunten Pkw bei Rot über die Ampel. Die Folge: ein Unfall. Eine Aufforderung zu verkehrswidrigem Verhalten? Herrje, da müsste man ja die Hälfte der Autowerbung mal kritisch unter die Lupe nehmen. Was meint ihr: Treiben es Lena gercke und Katjes zu bunt?

Wie gefährlich ist der Katjes-Spot?

Ergebnis der Umfrage

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Kommentare zu “ Katjes contra Werberat: Wie gefährlich ist Lena Gercke? ”

  1. Pingu666 am 28. Februar 2008 um 10:23 Uhr

    Ich vermute, dass sie einfach nur überzuckert war und deshalb grün mit rot verwechselt hat. Kann ja mal passieren. Vor allem einem Model, bei der man doch annehmen muss, dass Zucker ansonsten nur sehr selten auf die Speisekarte kommt…

  2. Mart am 28. Februar 2008 um 10:35 Uhr

    Bei einem Produkt, dass fast ausschliesslich aus Zucker besteht, mit dem Argument “kein Fett” zu werben ist zwar inzwischen komplett normal – aber ich könnte mich Morgens nicht mehr im Spiegel ankucken, wenn ich so einen verbraucherverarschenden Mist zu verantworten hätte.

    ansonsten ist der Spot harmlos.

  3. STU am 28. Februar 2008 um 11:08 Uhr

    Tja, und Nutella wird uns als optimale Sportlernahrung verkauft (53% Fett, 513 kcal/100g).
    Ist meiner Meinung nach einfach nur schlechte Werbung.

  4. Pingu666 am 28. Februar 2008 um 11:12 Uhr

    @ STU: Nein, das siehst Du falsch: Wer Nutella futtert, der muss sportlich leben, weil sonst lebt er nicht mehr lange. Und das ist ja wieder gut für die Rentenkassen, dann sind die wieder sicher:
    http://de.wikipedia.org/wiki/S.....BChableben

  5. OlafKolbrueck am 28. Februar 2008 um 11:19 Uhr

    Wieso? Nuttella futtern für Prämien ist doch eine sportliche Herausforderung. 400 Gramm Nutella sind 2 Sammelpunkte in der aktuellen Aktion. Ein DFB-Fan-Trikot gibt es für 100 Punkte. Das sind dann doch nur 20kg Nutella. ;-)

  6. peter am 28. Februar 2008 um 11:20 Uhr

    Bei der Umfrage wär’s gut, wenn man noch eine nicht negative Antwortmöglichkeit hätte.

    Sonst wär’s wie:

    Wie findest Du off-the-record?

    ( ) Doof
    ( ) Nicht so gut
    ( ) Eher schlecht

  7. ramses101 am 28. Februar 2008 um 12:33 Uhr

    Kann mich nur anschließen, die Grundaussage (0 Fett) ist so dämlich, dass ich das Zeug schon aus Prinzip nicht kaufen würde, Was allerdings genau so dämlich ist: Die vermutete Aufforderung zu verkehrswidrigem Verhalten.

    Aber sowas kann ja auch nur in Deutschland passieren. Eine einfache Geschichte wird als Aufforderung zur Gehorsamsverweigerung gesehen. Erzähl das bloß niemand den Tommys. Ich kenn jedenfalls die Headline schon: “Marsch, marsch! Katjes surrenders in advertising-blitzkrieg!”

  8. Vroni am 28. Februar 2008 um 14:04 Uhr

    @ ramses101

    “Aber sowas kann ja auch nur in Deutschland passieren.”

    Stimmt nicht.
    Die US sind nicht toleranter bei gewissen Dingen, was bewusst non-pc, also spassig unkorrekte Spots angeht. Das ist m. E. ein Vorurteil.

    In den US gibt es starke (und ich behaupte stärkere als hier) Interessensgruppen, vor allem im psychischen Bereich (Depressionsliga etc.) oder im integrativen Bereich (Wahrung gegen rassistische oder sexistische Statements), die sind recht aktiv und kraftvoll und haben schon erfolgreich den einen oder anderen “lässigen” Spot aus dem TV-Verkehr gezogen.
    Nix mit lässig.

  9. Julia am 28. Februar 2008 um 16:23 Uhr

    Komisch ist allerdings, dass die ekligen Katjes-Dinger erst zwischen ihren Beinen liegen und dann plötzlich auf dem Beifahrersitz. Oder hatte sie mehrere offene Tüten dabei?

  10. ramses101 am 28. Februar 2008 um 16:47 Uhr

    @Vroni: Klar, PC regiert Amerika. Das bezieht sich aber “nur” auf die jeweiligen Befindlichkeiten der einzelnen Lobbygruppen (womit ich nicht sagen will, das sei besser). Aber es würde keine von diesen Gruppen unabhängige Instanz kommen und behaupten, ein Spot würde zu renitentem Verhalten auffordern, wenn er es nicht tut.

    Es ist ja doch noch etwas anderes, ob ich mich in meinen persönlichen Gefühlen verletzt fühle oder ob ich rein pragmatisch entscheide: Dieser Spot ist gefährlich, weil die Leute so und so handeln könnten. Das ist vorauseilender Bürokratismus und den gibt es eben in dieser Absurdität nur bei uns (wobei Brüssel natürlich auch weit vorne ist). In England wäre sowas jedenfalls undenkbar (wobei ich zugeben muss, dass es auch da Bewegungen in Richtung alberner PC gibt – nur eben noch nicht in der Werbung).

  11. Frank Meier am 28. Februar 2008 um 17:42 Uhr

    Es gibt einen herrlichen alten Film. Der Titel lautet “Der Untertan”. Wer hätte gedacht das er jemals so aktuell sein könnte wie heute.

    Im Zeichen der Volksgesundheit, der Gerechtigkeit ohnehin, dem Klimawandel vorzugsweise auch und dem Neid erst recht, wird hier das Denken obsolet. Übervater Staat übernehmen sie. Und wenn der nicht so recht will: Lobbyisten aller Völker vereinigt Euch.

    Verbiete-Heinis und Blockwarte ganz oben und das Leben wird zur Qual. Grundsätzlich ist alles mit Vorsatz. Und deshalb muss die »Unterschicht« schließlich von falschen Götzen bewahrt werden.

    Wenn ich eins zu bemängeln hätte wäre es nur ein, einziger Punkt. Ich ertrage es nicht mehr, wenn Blondchen in lasziver Manier überschlau wirken wollen. Nicht das Intelligenz und schöne Ansicht nicht auch mal gemeinsam gehen könnten, aber auf Dauer zu stereotyp. Aber deswegen beschweren?

  12. Vroni am 28. Februar 2008 um 18:33 Uhr

    @ Frank Meier

    “… aber auf Dauer zu stereotyp.”

    Hm, hm, stereotyp ja. Das zweite, das Dauer-Argument kann ich von meiner Seite nicht bestätigen. Allzuoft sehe ich das nicht, dass in Spots/Filmen ein Superschlau-Weibchen mit Superfrau-Rumgetue ein Männchen hochnimmt.

    Kommt bis jetzt nach meiner – selektiven – Wahrnehmung (und jeder hat eine selektive) in mäßiger bis schlechter Comedy hierzulande und merkwürdigen US-B-Teeniefilmen vor.

    Rat: Einfach dies nicht mehr gucken, duck :-)

  13. Vroni am 28. Februar 2008 um 19:12 Uhr

    @ ramses101

    Klar kann man mit dem institutionalisiertem Zeigefinger à la Werberat nicht Konsumenten vor ihrer eigenen Dummheit schützen. (Geht auch nicht bei Bohlen). Man kann auch Agenturen nicht vor ihre eigen Dummheit schützen, mit platten, ärgerlichen Superfrau-Stereotypen auf Fang zu gehen

    Aber bevor ich gegen den Werberat oder Blogwarts und Blockwarts schäume, weil sie so vorauseilend bürokratisch-belehrend (mag ich auch nicht) sind: Bewirkt der Werberat überhaupt irgendetwas Vernünftiges? Ich mein, außer, dass ich plötzlich, meine Zeit verschwendend, auf Werbung schaue, an der ich vorher glatt vorbeigetigert wäre, da sie mich nicht anspricht?

    Der Werberat kann perfekt “viral” verwendet werden, das ist alles.

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