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Unitymedia und die Vorhölle (II)

4. März 2008
von

Wenn man je sicher sein konnte, dass die apokalyptische Offenbarung des Johannes unvollständig ist, dann angesichts eines Vertrags mit UnityMedia und während des fortgesetzten Versuchs einen freien Mitarbeiter in einem Call-Center zu erreichen und Erleuchtung auf dem Pfad des Leidens zu erlangen (Teil 1 hier). Die apokalyptischen Reiter sind nichts gegen die Qualen des Martyriums endlosen Wartens, bis man endlich eine menschliche Stimme hört. Es ist indes auch eine interkulturelle Erfahrung. Der Versuch, einen kompetenten Call-Center Mitarbeiter (hinter dem mal nicht Party-Stimmengewirr zu hören ist) zu erwischen, und danach vielleicht mit einem zuständigen und kompetenten Call-Center-Marbeiter zu sprechen, um dann, nachdem man die Spinnweben vom Hörer gewischt hat, einen kompetenten und zuständigen und entscheidungsfähigen Service-Mitarbeiter/Call-Center-Menschen von Unity-Media zu erreichen, gleicht den Prüfungen des Gilgamesch.

Aber irgendwann haben die Götter dann ein Einsehen. Zu ihren Bedingungen. Meint: die Stornierung wird storniert. Denn schließlich sei nun die 10.000er Leitung „provisioniert“. Und wenn einmal was provisoniert ist, dann ist es provisioniert.
(Was wohl heisst, das meine alte 2000er Leitung nun nicht mehr geht, und zugleich wohl heißt, dass die neue 10.000er Leitung erst nach über einer Woche nachdem das Modem-Paket für eben diese neue Leitung bei mir war, freigeschaltet wurde. Hm, das wäre also so, als wenn ich ein Auto kaufe, das erst eine Woche später auch fahren kann.)

Aber die Götter sind — wie gesagt – gnädig und wollen mir das neue Modem für die 10000er-Leitung wieder zuschicken, denn mein bisheriges Modem taugt dafür nicht. Ich willige ein, um im Telekommunikations-Olymp niemanden zu erzürnen. Auch weil die Götter raunen, dass dann alles funktioniert.

Zwei Tage später bin ich wieder Atheist. Denn es kommt ein Päckchen. Darin: Ein USB-Kabel, ein Antennenkabel, noch ein Kabel. Sonst nix. Kein neues Modem, keine Erklärung, was ich mit dem Kabelzeugs soll.
Das war am vergangenen Dienstag. Seitdem bin ich auch nicht schlauer. Die Götter melden sich nicht mehr und lassen mich in der Vorhölle ewiger Warteschleifen hängen.

Lesen Sie in demnächst in Teil 3 — wie es weitergeht — wenn es weitergeht.

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Kommentare zu “ Unitymedia und die Vorhölle (II) ”

  1. Kaffeekanne am 4. März 2008 um 11:28 Uhr

    An der Kundenfreundlichkeit von Unity Media kann man sowieso zweifeln. Die Verbraucherzentrale NRW hat das Unternehmen auch auf dem Radar:
    http://www.vz-nrw.de/UNIQ12046.....6182A.html

  2. Magix am 31. Oktober 2009 um 01:58 Uhr

    Also meine Damen und Herren…. Unitymedia ist nicht der einzige (…. edited by admin) Verein….. Versatel, Arcoor, Freenet, 1und1 und natürlich auch unsere liebe Telekom….. Sind mit sicherheit (…. edited by admin) …. ich rede aus Erfahrung. Diese untermehmen sind nur dann einsichtig wenn man ihnen einen Anwalt auf dem Hals hetzt. Und nur ein kleiner Tipp an alle Heulsusen die Probleme mit solchen unternehmen haben, einfach zum Anwalt…. Seit froh das ihr nicht FABER-Lotto Service noch nicht kennt…. Die sind noch viel schlimmer mit ihrem Callcenter.

    (bitte keine Pauschalbeleidigungen, die sich als Tatsachenbehauptungen lesen lassen. Danke. Der admin )

ivw