Spießer Alfons: Hape Kerkeling ist da, aber eigentlich weg
Wenn die Werber am Ende ihrer Kreativität angelangt sind und der Präsentationstermin beim Kunden naht — was machen sie dann? Sie machen eine Promi-Kampagne. Promi geht immer. Weil Promi den Kunden beeindruckt, zumal dann, wenn der auch noch persönlichen Gefallen am Promi findet und sich ein Termin zum gemeinsamen Abendessen mit Promi und Familie ergibt.![]()
So mag es auch in der Agentur des Kunden gewesen sein, der Celebrations-Naschwerk vertreibt. Dieser Kunde ist die Firma Effem Mars mit ihren Mini-Riegeln. Und dafür holte man Hape Kerkeling als Testimonial-Star, was bestimmt nicht ganz billig gewesen ist. Die Werber drehten einem Film, bei dem der prominente Präsenter die Rolle eines icksbeliebigen Konsumenten spielt (Abbildung Storyboard: GWA AdZyklopädie). Das ist weder Hape Kerkeling noch Horst Schlämmer, sondern das ist Otto Nomalverbraucher in seiner billigsten Rolle. Ein teilnahmsloser Off-Sprecher setzt einen Punkt unters Ganze. Dagegen ist jede Aldi-Werbung ein Ausbund an Kreativität und reif für einen ADC-Nagel!
So wird ein Promi mit Ecken und Kanten für ein gutes Produkt total rund geschliffen. Selbst Rüdiger Hoffmann in seiner Rolle als Pulmoll-Kunde ist da noch eine Idee besser, obwohl auch der weder originell noch überzeugend ist.
Leute, ein Promi allein macht noch keine überzeugende Kampagne! Wenn dem so wäre, dann benötigen die Auftraggeber keine Werbeagentur, sondern bloß ein Besetzungsbüro!
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Immerhin aber wirbt Hape nicht für Alles und Jeden. Da macht sein Engagement noch mehr Sinn als das von Kaiser Franz, der bald auch noch Werbung für Werbung macht.
Und ich hab mir gestern Abend ausm Augenwinkel heraus gedacht: “Was machen denn Horst Köhler und Hape Kerkeling im Quiztaxi?”