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Spießer Alfons: Ärgern aus Bock

25. März 2008
von

Ein Bocksprung ist ein Kinderspiel. Und ein Sprung ohne Bock ist so ähnlich wie ein Hürdenlauf ohne Hürden. Oder wie ein Ritt ohne Pferd.

Im Klartext: Wie hoch man beim Bocksprung hinauskommt, entscheidet weniger der Springer als viel mehr der Bock.manager_2.jpg

Betrachten wir unter diesem Gesichtspunkt eine Anzeige vom „manager magazin“, das sich selber klein schreibt, weil es scheinbar ein kleines magazin ist für kleine manager. Weshalb man folgerichtig auch zwei Kinder im Werbebild zeigt und nicht etwa zwei erwachsene Manager. Und das Kind, das das “manager magazin” verkörpert, ist kopflos. Dazu hat der Textdichter fabuliert: „Mit uns bleiben Sie oben: Statt sinkender Abo- und Einzelverkaufsauflage durch einen schlingernden Kurs, profitieren Sie beim manager magazin von steigenden Reichweiten und hoher Planungssicherheit.“

Kann jemand dem Spießer bitte den Sinn dieses Textes erläutern, wenn möglich in deutscher Sprache…? Wenn Alfons über den Werbetext nachdenkt, dann kommt er zum spießigen Schluss: Die Anzeige richtet sich an den Wettbewerber “Capital”; und dieses Magazin soll im “manager magazin” inserieren.

Insider wissen natürlich, was die Fachanzeige bezwecken soll: „manager magazin“ will sich hier auf dem Rücken seines Wettbewerbers „Capital“ profilieren. Was insofern verwundert, als der „Capital“-Verleger Gruner & Jahr zu 24,9% beteiligt ist an dieser Anzeige aus der manager-magazin-Verlagsgesellschaft mbH. Es ist also eine Familienwerbung mit entfernten Verwandten.

Womit bei diesem werblichen Bocksprung letztendlich ein capitaler Bock geschossen wird. Spießers Hinweis an den Werbegestalter, der sich diesen Bockmist hat einfallen lassen: Eene, meene, muh — der dümmste größte Bock bist Du!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Ärgern aus Bock ”

  1. Vroni am 25. März 2008 um 09:06 Uhr

    Beim Bocksprung gilt: Wer oben ist, muss auch wieder runter. Meist wacklige Landung auf der Matte (wie jeder vom Schulsport noch weiß…)
    Symbolbild für steigende Reichweiten? Hüstel.

  2. Ulrich am 25. März 2008 um 12:07 Uhr

    Das Bild is doch aussagekräftig: Auf den Rücken anderer nach oben. Gesicht zeigen ist nicht gefragt.

  3. Spießer Alfons am 25. März 2008 um 12:19 Uhr

    @ Ulrich

    Korrekt. Im Gegensatz zur Headline vertraut manager magazin eben nicht seinen eigenen Stärken, sondern baut auf die Schwächen seines Wettbewerbers.

ivw