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Sevenload 3.0: Die transparente Offensive

31. März 2008
von Olaf Kolbrück

Die Videoplattform Sevenload hat an diesem Wochenende einen Relaunch hingelegt. Das ist, wie bei vielen Face-Liftings im Web auf den ersten Blick zunächst einmal weniger aufregend: Ein bisschen buntes Neues hier, ein bisschen bessere Funktionalität da. Der Relaunch von Sevenload ist anders. Völlig.

home_sevenload.jpg

Zwei Dinge machen das Projekt Sevenload 3.0 besonders aufregend. Zum einen die Öffnung der Plattform in Richtung Youtube und vor allem die hochgradig transparente Online-Kommunikation während der Umstellung auf die neue Version.

Während andere Anbieter lediglich einen Schalter zum Relaunch umlegen und anschließend die Neuigkeit mit PR-Getöse verbreiten, liefert Sevenload ein Beispiel für einen offenen Umgang mit der Community. Jeder Schritt des Relaunch wird mitgebloggt.
Konstant bloggt Sevenload-Gründer Ibrahim Evsan mit der ihm eigenen Begeisterungsfähigkeit die aktuellen Wasserstandmeldungen aus Köln, stellt Neuerungen vor, erklärt das Design, erklärt einzelne Features wie die Gruppen, kündigt die Abschaltung von Sevenload 2.0 an, liefert Bilder aus der Technik, meldet Verzögerungen, verschweigt Probleme mit Bugs nicht, zeigt den neuen Player, dokumentiert die Verpflegungssituation und nutzt gleichzeitig Twitter, um die „Follower“ dort auf dem laufenden zu halten. Gleichzeitig liefert der Sevenload-Blog Sneak Previews und hält die Beobachter auf dem Laufenden.

Was bringt es? Der Wahrnehmungseffekt dürfte im Web deutlich höher liegen, als beim Abfeuern einer PR-Meldung. Auch wenn die Bloggerei wohl weniger das Massenpublikum erreicht, das Sevenload zuletzt mit Anzeigen im „Focus“ und Formaten wie dem Big Brother-Kanal ansprach.
Dafür aber erhöht die Transparenz die Glaubwürdigkeit und intensiviert die Beziehung zu Community, die sich ernst genommen fühlt und in den laufenden Prozess bereits ihr Feedback einspeisen kann. Das ist für spätere Feinarbeit keinesfalls ein Nachteil. Zugleich baut Sevenload so bereits im Vorfeld Verständnis für unvermeidliche Kinderkrankheiten auf.

Das Evsan offen Baustellen und weitere Pläne nicht verschweigt, ist ein zusätzliches Plus der Kommunikation, die die ibo.jpgdamit nicht das Gefühl aufkommen lässt, dass auch diese Art der Selbstdarstellung letztlich PR ist. Nur besser eben.
Openness and transparency is not just lip service here but actually lived and breathed with every tweet and post“, lobt denn auch beispielsweise der Blog Opensourcepr.

Die Offenheit der Plattform demonstriert dabei vor allem ein Feature unter den vielen Neuerungen. Youtube wurde integriert. Sevenload pocht also nicht auf den eigenen Content. Auf Wunsch können die Nutzer sich stattdessen die Suchergebnisse aus Youtube anzeigen lassen und die Videos im Youtube-Player auf Sevenload ansehen.
„Extrem cool“ würde Evsan sagen.

Kein Wunder also, wenn die Fans mit medialen Streicheleinheiten antworten:

Dailymotion Videolink

Video via Heiko Ditges

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Kommentare zu “ Sevenload 3.0: Die transparente Offensive ”

  1. Cem Basman am 31. März 2008 um 11:32 Uhr

    Ibo macht das wirklich gut :-)

  2. Curi0us am 31. März 2008 um 14:35 Uhr

    Bin auch schwer begeistert. So sieht – finde ich – moderne Öffentlichkeitsarbeit aus. Gerade im Web (2.0).

  3. Sachar am 31. März 2008 um 15:47 Uhr

    Vom Prinzip her gefällt mir die Art der Kommunikation, aber ich gebe Martin Oetting recht, der sagt, dass es ihm zu viel ist. Mir auch. Zwei Statusmeldungen am Tag würden meiner Meinung nach vollkommen reichen. Ist ja nicht so, dass ich den ganzen Tag nur darauf warte, dass das neue Sevenload starte. Aber wie gesagt: Insgesamt eine gute Art.

  4. Sanko am 2. April 2008 um 23:19 Uhr

    Moderne Öffentlichkeitsarbeit (Blog) ersetzt jedoch nicht die fachliche Kompetenz. Dieser Relaunch war, bzw. ist ja noch immer, ein Musterbeispiel für ein Desaster. Genau so sollte man es nicht machen! Blog hin oder her…

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  • Lehrbeispiel offener Kommunikation im Web: Sevenload... OK, ich wage es mal, obwohl das neue Sevenload, das heute im Laufe des Nachmittags kommen soll, noch nicht online ist. Aber Olaf Kolbrück bringt es in seinem Blogeintrag heute auf den Punkt: Der Wahrnehmungseffekt dürfte im Web deutlich höher liegen...

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