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Sony Bravia und der falsche Hase

5. April 2008
von

Allmählich fängt die Sony Bravia-Kampagne mit all ihren Teasern an, etwas unübersichtlich zu werden. Das kann man ausnutzen. So wie der Londoner Regisseur Kobayashi. Aber der Reihe nach.

Da wird gegenwärtig in Florida an der Foam City für einen neuen Spot gedreht.

Dann ist der offenbar noch eine Hasen-Kampagne, die durch London turnt und schon mal angeteast wird (siehe Abbildung).

hase_1.jpg

Doch das ist ein falscher Hase. Denn schließlich taucht ein weiterer Teaser auf, der keiner ist, auch kein Test-Commercial, sondern sich dann als Eigenwerbung für den Animation Director Kobayashi entpuppt. Der hat einfach vorhandene Schnipsel der New Yorker Hasen von Sony genommen und ein wenig Buzz um seine eigene Kreativität erzeugt. Die ich aber mehr beim PR-Buzz und weniger in der Kreation erkenne.

“I really wanted to do my own piece of the “Sony Bravia” saga, but giving it an unconventional twist.
I also decided to follow the marketing strategy of the brand, landing this teaser on Youtube.
I then sent emails to the press and the blog community, just including the link to the video on YouTube.
The text of the message was really ironic “New Sony Bravia teaser??? Maybe it’s a new Sony campaign… Maybe not!!!”

Youtube Direktlink

Das Beispiel zeigt, dass Marken dem Umgang mit ihrem Werbematerial nahezu hilflos ausgesetzt sind. Wenn sie nicht mit ihren Kampagnen in kommunikativen Hexenküchen landen wollen, sollten sie schleunigst über eine digialisierte Absenderkennung nachdenken, die ihren Auftritt als autorisierte Markenbotschaft kenntlich macht. Oder sie müssen eben Legionen an Anwälten beschäftigen – und mit dem Schaden leben.

Hier gehts zu hochauflösenden Varianten der falschen Hasen.

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Kommentare zu “ Sony Bravia und der falsche Hase ”

  1. Ulrich am 5. April 2008 um 17:52 Uhr

    Der Artikel zeigt doch, dass die Kampagne wirkt. Sony und seine Flachbildglotzen werden in der Presse besprochen – was will der Konzern mehr? Die Anwälte würden eher das Gegenteil erreichen: Nämlich schlechtes Image. Stattdessen macht es Sony genau richtig. Zurücklehnen, lächeln und die Presse-Clippings zählen. Besser kann virales Marketing doch gar nicht funktionieren.

  2. OlafKolbrueck am 6. April 2008 um 10:52 Uhr

    In diesem Fall funktionierts, weil der Macher auch sympathisch mit der Marke umgeht. Wobei ich mich zuweilen frage, ob dieser Kobayashi nicht selber Teil einer geplanten viralen Strategie von Sony ist.

  3. El Schmitz am 1. Dezember 2008 um 13:57 Uhr

    Apropos virale Strategie – da scheint Sony neuerdings noch in ganz andere Richtungen zu stossen:

    http://www.youtube.com/watch?v=npFT8Ltpzdo

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