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Werben mit Hitler

10. April 2008
von Olaf Kolbrück

Werbung mit Adolf Hitler ist sicherlich ein No-go. Serviceplan in Hamburg hat für einen Hutladen names Hut Weber den Fehltritt gewagt und versucht mit dem Verweis auf Charlie Chaplin (“Der große Diktator”) und eine gewisse Ähnlichkeit einen humorigen Dreh zu finden: It`s the hat. Gelungen? Ich bin nicht ganz sicher. Im Ausland wirds eher goutiert. Was meint ihr?

hut_1.jpg

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Kommentare zu “ Werben mit Hitler ”

  1. Gerd am 10. April 2008 um 11:02 Uhr

    Für mich ist das Werben mit Chaplin.

  2. Berufskommunikator am 10. April 2008 um 11:06 Uhr

    Hmmm, ich bin mir nicht sicher, welche die Message dieser Anzeige ist. Ein Hut verwandelt einen Menschen in einen komplett anderen? Auch einen der größten Massenmörder der Geschichte in einen Komiker? Wobei der Vergleich sowieso hinkt, denn Chaplin hat Hitler ja karikiert, wollte also so aussehen wie er.

    Ich zumindest würde bei diesem Hersteller nach Betrachten der Anzeige nur dann einen Hut kaufen, wenn ich aussehen würde wie Adolf Hitler und schon immer aussehen wollte wie Charly Chaplin.

    Vielleicht hätte man unter das linke Motiv schreiben sollen “Er hat Millionen Menschen getötet” und unter das rechte Motiv “Er hat Millionen Menschen zum lachen gebracht”. Den Unterschied macht der Hut…

  3. ernst thälmann am 10. April 2008 um 11:20 Uhr

    einfach und genial

  4. David am 10. April 2008 um 11:31 Uhr

    Entgegen der Meinung von “Berufskommunikator” bin ich der Meinung, dass für die Wirkung eines Hutes Werbung gemacht wird, nicht für das “Aussehen wie Hitler oder Chaplin”. Das ist doch nur der Aufhänger. Natürlich war “Hitler ein Massenmörder der Geschichte”. Doch als Schweizer staune ich immer wieder darüber, wie in Deutschland alles im Zusammenhang mit Hitler gleich zum Skandal werden soll. Ob das jetzt eine Eva Hermann ist, welcher von den Medien (ohne richtig zu recherchieren) Worte in den Mund gelegt werden oder eben eine Anzeige wie diese (welche ich cool finde) oder eine BigBrother Kandidatin – sagt nie “Hitler”! (und ich bin sowas von unrechts, dass das gleich gesagt ist).

  5. herr_m am 10. April 2008 um 11:35 Uhr

    topidee. funktionier auch ohne den “bittebittebittenichtfalschverstehen”-disclaimer eines berufskommunikators.

  6. ramses101 am 10. April 2008 um 11:39 Uhr

    Da bin ich auch vor einiger Zeit drüber gestolpert und weiß immer noch nicht so recht. Einerseits: Ja, schöne Idee, sauber umgesetzt. Andererseits: Es ist eben nicht der Hut, sondern der ganze große Rest.

    Offtoppic: @David: Hermann wurden die Worte nicht in den Mund gelegt. Sie hat später nochmal selbst erläutert, dass sie nicht die Nazis verteidigen wollte, sondern die Familienwerte im 3. Reich. Und Familienwerte (Vertrauen, Zusammenhalt etc.) wurden von den Nazis nunmal nicht hochgehalten, sondern de facto abgeschafft.

  7. Michael Zander am 10. April 2008 um 11:39 Uhr

    Ich bin da sonst eher empfindlich. Hier finde ich die Reduzierung auf das absolut Notwendige allerdings sehr gelungen.

  8. Pingu666 am 10. April 2008 um 11:45 Uhr

    In Deutschland gibt es gewisse Reflexe. Die einen kriegen einen Brechreiz, wenn sie sowas sehen, die anderen einen Krampf in Arm und Hirn. Es erinnert mich an das Buch “Uhrwerk Orange”. Eine bewusste Entscheidung ist so gut wie unmöglich, weil der Reflex einfach schneller ist. Auch wenn das verallgemeinert. Wer zum Thema Hitler etwas sagen will, geht auf ein vermintes Gebiet. Nicht nur, wenn er im Bundestag eine Rede halten soll.

  9. Christian Onnasch am 10. April 2008 um 11:50 Uhr

    Spannende Idee und sehr gut realisiert.
    Schon allein auf Grund des Reizthemas ein Hingucker.
    Sollte aber bitte nicht inflationär eingesetzt werden.

  10. Spießer Alfons am 10. April 2008 um 11:56 Uhr

    …wozu mir einfällt, dass ich im neuen beef einen Beitrag geschrieben habe, betitelt: “Wenn eine Gold-Idee ihren Kunden sucht”. Da geht es u. a. auch um einen Hutladen… ;)

  11. Beginner am 10. April 2008 um 12:04 Uhr

    Ja, klar, eindeutig ne Goldidee der Marke “Ich hab da ne Idee, wir brauchen aber noch nen Kunden!”. Finde das aber vollkommen ok, ist lustig. Denke aber mal, dass es beim ADC nichts gewinnt, die sind da seid letztem Jahr durch den silbernen Nagel für den Hitler-Funkspot (und die Reaktionen darauf) bestimmt vorsichtig…

  12. Pingu666 am 10. April 2008 um 12:11 Uhr

    Wenn man die beiden Piktogramme vertauschen würde, könnte man drunter setzen:
    Einer zum lachen, der andre zum schießen.

  13. David Bowman am 10. April 2008 um 13:05 Uhr

    So minimal der Unterschied “auf dem Kopf”, so maximal
    ist der Unterschied “im Kopf”. Im Kopf des Betrachters
    “tobt das Leben”. Je nach eigener Disposition und
    Erfahrung kann man über Hitler lachen und/oder Chaplin –
    oder eben nicht. Ich finde die Visualisierung genial.
    Ob man damit jetzt besser Hüte verkauft …

  14. werberocker am 10. April 2008 um 13:06 Uhr

    Finde das Motiv gelungen. Einfach, schnell, auf den Punkt. Obwohl es eine glasklare Award-Arbeit ist, würde ich nicht möppern wollen.

  15. HimbeerReis am 10. April 2008 um 13:26 Uhr

    Ich find´s super!

  16. sOjahund am 11. April 2008 um 04:13 Uhr

    Ich sehe das als Vergleich von gelernten Mustern. Und da finde ich das sehr gelungen.

  17. vbernd am 11. April 2008 um 12:04 Uhr

    Ich finde die Werbung äusserst witzig und pointiert.
    Für uns westliche von-links-nach-rechts-Leser kommt Chaplin nach Hitler, d.h. der positive überwiegt den negativen Effekt. Dazu noch ein kurzer, prägnanter und herrlich trockener Spruch als Betonung.
    Und wie schon der Kommentator David Bowman anmerkte, findet die Assoziation hauptsächlich im Kopf statt.

    Für mich rundum gelungen. (Die Provokation die manche dabei empfinden war natürlich auch einkalkuliert)

  18. Genseleiter am 11. April 2008 um 14:39 Uhr

    Egal. Das meiste was von Seviceplan kommt ist einfach nur peinlich und non creative.

  19. Olaf Husten am 11. April 2008 um 14:40 Uhr

    In den 30er Jahren wär das eine heiße Nummer gewesen. Jetzt ist es nicht besonders mutig, oder? Und hey, macht Serviceplan nicht auch Werbung für die CSU? Was sagt denn die dazu?

  20. Freibier von Hornsteiss am 11. April 2008 um 15:37 Uhr

    Was steht da auf der Startseite?:
    “Im HORIZONT-Blog Off-the-record.de hat das Motiv bereits eine lebhafte Debatte ausgelöst. Dort gibt es reichlich Zustimmung für die “gelungene Idee”. ork”
    @ ork: Du können lesen? Dann lesen doch mal die Kommentare hier!
    @ ork: Wir sehen uns gleich in der Servicepan-Caféteria, okay?

  21. Dumdidm am 11. April 2008 um 15:39 Uhr
  22. OlafKolbrueck am 11. April 2008 um 15:50 Uhr

    @Freibier von Hornsteiss. Da ich “ork” bin. Wo ist das Problem? Ich sehe in der Debatte hier durchaus eine Mehrheit, die das Motiv gelungen findet. Spannender finde ich da schon den Hinweis von Dumdidm, dass die Idee nicht wirklich neu ist. Und deinen Hinweis auf die Serviceplan-Cafeteria verstehe ich nicht.
    @dumdidm: Fast möchte ich sagen, man braucht keinen optiker um die Ähnlichkeit der Idee zu erkennen.

  23. dragonet am 11. April 2008 um 16:24 Uhr

    Hitler ist absolut und sollte deshalb nicht für Produktwerbung benutzt werden, es ist in diesem Zusammenhang auch nicht witzig

  24. kleiner onkel am 11. April 2008 um 17:23 Uhr

    ich finde das motiv genauso wenig gelungen wie die aussage sinnvoll (du willst lustig sein wie c.c.? dann kaufe hut!).

    Und dann ist es tatsächlich einfach die nederlandse optiker idee um ein klein wenig radikalität aufgeladen. gewollt reizend aber dann doch nicht zu viel…

  25. Kommunikator112 am 11. April 2008 um 17:54 Uhr

    …fragt doch mal die Hinterbliebenen, welche Gefühle das auslöst.
    Ob das dann immer noch originell und witzig ist. Hitler ist nicht umsonst ein Tabu-Thema!

    Geklaut und nichts über Tabu-Themen gelernt.
    Schade Serviceplan. Geht nicht über Los…

  26. cedric am 13. April 2008 um 21:59 Uhr

    das glaube ich nicht, kommunikator. sieh dir doch mal diesen film
    von daniel levy an. “die hinterbliebenen” finden es meist nicht gerade schlimm, wenn man sich über hitler lustig macht. und das geschieht ihr. eine tabuisierung hilft dem mythos nur immer noch schrecken zu verbreiten. das siehst du etwas verkrampft durch die
    deutsche nachkriegsbrille. außerdem scheinst du es nicht zu verstehen. hier wird nichts verharmlost. und hitler ist schon lange kein tabu-thema mehr. wenn es das überhaupt jemals gab – charlie chaplin.

  27. M. am 14. April 2008 um 03:52 Uhr

    Hat beim ADC eine Auszeichnung gewonnen. Sollte aber nun nicht sonderlich überraschen — wenn man bedenkt, dass der Verein inzwischen mehr oder weniger offiziell fast nur noch Fakes und Doubletten mit Preisen versieht (siehe die Jury-Statements zum Thema “Endlich können wir ganz gelassen mit Award-Fakes umgehen” in den entsprechenden Medien).

    In Deutsch lautet die Line auf der Anzeige übrigens “Hüte machen Leute”, oder so ähnlich. Jedenfalls nicht ganz so lässig wie die englische.

  28. hans am 14. April 2008 um 09:59 Uhr

    Es ist der Hut. Das sehe ich auch. Und jetzt? Bin ich ohne Hut ein Nazi und mit Hut so witzig wie Chaplin?

  29. pingu666 am 14. April 2008 um 10:07 Uhr

    Ich würde für mich zusammenfassen: Es ist eine gute Werbung, um auf die eigenen Vorurteile und Reflexe beim sehen aufmerksam zu machen. Es erzeugt im Idealfall eine kritische Betrachtung der eigenen Sicht. Aber kaum den Wunsch, einen Bowler zu kaufen. Falls doch:
    http://www.x-tra-x.de/index-ht.....text=32687

  30. Thomas Willms am 16. April 2008 um 19:13 Uhr

    Die Werbung ist gelungen und hat erreicht, wovon viele Werber traeumen. Aufsehen! Gruss aus NY

  31. amberlino am 16. April 2008 um 19:45 Uhr

    cooooooool !!!!!!!!!!!!

  32. kleiner onkel am 16. April 2008 um 19:51 Uhr

    @thomas:
    das ist vielleicht das wovon viele werber träumen. die frage ist nur, was es der marke bringt. aber das ist in diesem fall wohl egal. denn die marke ist nicht mal eine und ausser hier, ist das creative auch höchstwahrscheinlich eher unsichtbar…

  33. pete am 16. April 2008 um 20:05 Uhr

    hi
    mir gefällt die idee sehr gut,
    allerdings kommt sie mir auch sehr bekannt vor
    seht euch mal diese werbung von tie-shirt an.
    ist glaub ich von 2006.
    http://www.tie-shirt.com/tie-shirt_antimodel_1.jpg
    http://www.tie-shirt.com/tie-shirt_antimodel_2.jpg

  34. gunzord am 16. April 2008 um 22:35 Uhr

    ultra witzich, charlie hätte es wohl genauso ge-art-und-copied. ich hab der “grosse diktator” mit 6 gesehen und wurde mit hitler erst später konfrontiert, bis ca 10 hab ich immer gedacht hitler wäre die persiflage auf “der grosse diktator”. mit meinen kids mache ich immer noch parodiewettbewerbe wenn alte grimmige menschen im supermarkt nörgeln.

    Demokratie Schtonk! Liberty Schtonk! Free Sprecken Schtonk!
    Worbong Schtonk!

  35. VV6 am 16. April 2008 um 22:41 Uhr

    Es gab bereits viele Tyrannen auf der Welt. Viele, deren Namen und Taten vergessen sind. Selbst unter den Nazis gab es bestimmt Schlimmere als Hitler, doch er ist als Diktator des 3. Reiches das personifizierte “Böse”, das uns jeden Tag daran erinnern soll, das eine solche Person, solch ein Gedankengut und ein so schreckliches Geschehen sich nie wieder einstellen darf.

    Wenn man ihm jetzt durch solche Werbeanzeigen den Schrecken nimmt, verlieren diejenigen, die unter seiner Herrschaft Qualen und Tod fanden unseren Respekt. Es darf aus moralischer Hinsicht keine “Spaßgesellschaft” sich über das Andenken derer hinwegsetzen und Schandlunder betreiben.

    Hitler ist bei uns in DE sicher kein Tabu mehr. Schon lange nicht mehr. Denn jede Woche kann man, wenn man es darauf anlegt im Deutschen Fernsehen oder in Printmedien etwas über die Zeit erfahren. Und ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleibt. Nichts ist vergessen! Nichts darf vergessen werden!

    … VV6

  36. George am 16. April 2008 um 23:32 Uhr

    Gerade als Nichtdeutscher kotzt mich diese Assoziation mit Adolf Hitler mächtig an. Bei jeder Äußerung sieht man sich dem Vergleich mit den Nazis konfrontiert. Ich glaube die Deutschen wollen ihr Schuldgefühl nicht loswerden. Sie finden es schön, die Geschichte aufzurollen und finden es scheinbar gut, dass man den Vergleich mit dieser Zeit immer wieder anstellt. Mann, es sind mehr als 60 Jahre her. Die Jugend von heute kann für die Vergangenheit nichts, also hört auf, den Leuten ein schlechtes Gewissen einzureden.
    Was geschehen ist geschehen, aber macht doch endlich mal das Kapitel zu oder seht ihr euch gerne in der bösen Täterrolle. Wo bleibt euer Nationalstolz? Sicher war die Zeit grausam, aber Deutschland steht nicht alleine da in der Welt. Es gibt viele Länder, die Menschen morden – auch heute noch. Nur diese Länder werben dafür nicht. Die Deutschen sollten sich nicht dafür schämen, was damals war, denn dafür können die meisten nichts, sondern für das, was sie heute daraus machen. So macht ihr euch selbst kaputt und die anderen Länder über euch lustig. Wenn einer ein Hakenkreuz malt oder das Zeichen “Heil Hitler” zeigt – ja und? Das alles würde bedeutungslos sein, wenn ihr endlich kapiert, dass das nur Symbole sind. Ihr macht die Zeichen und Symbole nur wichtig und bedeutungsvoll. Wäre das anders, würde das nach und nach verschwinden, denn dann wäre das alles einfach nur “bedeutungslos”. Denkt daran, der dies schreibt, ist kein Deutscher, sondern ein Ausländer, der Mitleid für euch hat. Ich erkenne, dass euch Deutschen der Stolz fehlt. Ein Volk ohne Stolz ist auch ein Volk ohne Würde. Wenn ihr nicht damit aufhört, dann werdet ihr auf ewig getreten werden und am Ende untergehen. Wacht endlich auf.

  37. pingu666 am 16. April 2008 um 23:42 Uhr

    @ George: Die USA haben einen recht lockeren Umgang mit Hakenkreuzen und Nazi-Symbolen. Und deren Nazi-Szene ist etabliert, die verschwindet nicht einfach, nur weil man sie nicht beachtet. Menschenverachtung gibt es in allen Kulturen, leider. Aber mit Massenmördern zu werben, finde ich ekelhaft, egal ob Hitler, Stalin oder wem auch immer. Und da brauche ich keinen Nationalstolz für. Siehe auch Ambrose Bierce (US-Amerikaner):
    Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.
    http://www.kill-more-people.de.....onalstolz/

  38. George am 17. April 2008 um 00:02 Uhr

    @pingu666: und warum seht ihr in allem einen Adolf Hitler?
    Ich sehe einen Scheitel mit einem kleinen Schnurbart. Hitler war nicht der einzige der so ausgesehen hat. Das Problem ist, ihr wollt immer nur Hitler darin wiedererkennen. Ihr sucht foermlich den Nazi in jeder Sache. Das ist ja das Problem. Ihr suhlt euch in Selbstmitleid und Schuldgefühle. Wann soll das aufhoeren? Ich trage die Verantwortung fuer das was ich mache und nicht fuer andere. Es bringt nix mit dir zu diskutieren denn du gehoerst zu denen die nicht vergessen wollen und seinen kindern und enkelkindern und grossenkelkindern die Schuldgefuehle vermitteln wird. Ich habe auch Kinder aber ich kaeme nie auf die Idea meine falschen Taten meinen Kindern die Schuld zu geben. Mir ist es eigentlich egal ob euch eure Taeterrolle gefaellt, ich finde es nur doof dass es nie aufhören will.

  39. pingu666 am 17. April 2008 um 00:09 Uhr

    @ George: Ich finde es schon lustig, dass Du mir vorwirfst, ich würde mich in Selbstmitleid suhlen und Schuldgefühle wie Smarties um mich werfen. Darum geht es mir nicht. Nur finde ich es nervig, wenn mit Mördern geworben wird. Und dass ich keine Schuld an Hitler habe, das weiß ich sehr wohl.Aber ich will nicht vergessen, dass es immer die Gefahr gibt, dass solche Bastarde Macht erhalten können. Egal, ob in Deutschland oder in den USA oder sonst wo. Deine Angriffe gegen meine Person sehe ich allerdings mit Verwunderung.

  40. VV6 am 17. April 2008 um 01:39 Uhr

    @George:
    Es geht hier nicht darum, dass wir Deutschen uns als Täter sehen. Unser Land heißt Deutschland, nicht das 3. Reich. Harkenkreuz und Hitlergruß gehören auch nicht zu unserer Kultur, sondern zu unserer Geschichte. Deutschland betritt die internationale Bühne mit erhobenen Hauptes. Wir wollen einen permanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat, gehören zu den stärksten Volkswirtschaften und sind seit Jahren Exportweltmeister. Unsere Außenpolitik setzt auf Diplomatie und Konsens als auf Waffen. Wir haben unsere Probleme, wie jede Nation aber wir fühlen uns NICHT schuldig an dem was geschah. Die Bürde wäre für die Generationen danach viel zu groß. Aber wir sehen uns als Mahner und Beschützer, damit nichts vergessen wird.

    Aussagen, wie Du sie triffst, indem Du Harkenkreuze und den Hitlergruß legitimierst zeigt doch, dass unser Land diese Aufgabe in keinster Weise vernachlässigen darf. Du hast leider nichts verstanden, wenn Du so argumentierst! Dieser Dekadenz wollen wir uns einfach nicht hingeben und das finde ich sehr lobenswert.

    Sehe ich eine Hitlercharikatur auf dem Plakat?! – Ja! – Weil die Werbefirma genau Diesen suggerieren wollte. Das hat nichts mit 3.-Reich-Paranoia zu tun. Die Werbefirma will mit dieser moralisch diskutablen Aktion aufsehen erregen. Es ist ihr gutes Recht und auch nicht verboten, doch Moral, Anstand und Respekt vor den Opfern sollte man nicht missen lassen. Die Benetton-Werbung aus den frühen 90ern mit den blutigen und mit Einschusslöchern übersähten Kleidungsstücken zu Zeiten des Jugoslawienkonfliktes waren ebenso geschmacklos und verwerflich.

    Denk’ noch einmal drüber nach!
    … VV6

  41. M. am 17. April 2008 um 11:29 Uhr

    … und IHR denkt mal drüber nach, dass heutzutage auch Neonazis zu perfiden Tricks fähig sind ;)

    Will sagen: durchaus möglich, dass sich “George” hier nur als Ausländer tarnt. Um “moralisch unbelastet” Nationalstolz (und sogar Hakenkreuz-Verwendung) einfordern zu können bzw. allen, die auf dem rechten Augen noch nicht blind sind, Dummheit und Schwäche vorwerfen zu können.

    Ansonsten, werter “George”: wenn wir in dieser Anzeige nur einen Scheitel und einen Schnurrbart sehen würden, nicht aber Hitler: dann würde die Anzeige ganz einfach nicht funktionieren. Sie tut es aber, offenbar sogar im Ausland (siehe die Diskussion bei Ads of the World). Also ist Geschichtsbewusstsein wohl kaum ein “deutsches Problem”.

    Ein Problem haben nur jene, die Geschichte vergessen machen wollen. Und deine Argumentation klingt verdächtig nach so jemandem…

  42. pingu666 am 17. April 2008 um 12:51 Uhr

    @M: Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen, dass ein guter Deutscher Nationalist freiwillig zum Ausländer wird. Das wäre ja auch viel zu gefährlich, denn die neigen zu Ausländerfeindlichkeit. Man stelle sich das bildlich vor, er müsste sich ja selber den Baseballschläger über den Schädel hauen, weil er was gegen Ausländer hat. Und dann nochmal, weil er als Ausländer angegriffen wird. Erinnert mich ein wenig an “Fight Club”, als der Hauptdarsteller sich selber erkennt…
    Obwohl, als Idee hätte das schon einen gewissen Reiz… Die Nazis nach Madagaskar. Da können sie dann Ausländer (also sich selbst) nach Lust und Laune jagen und verprügeln. Das ganze via Internet und Sat1 live und in Farbe. ;o)

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