Twitter: 140 Zeichen kompakter Nutzen
In den greisen Zeiten des Journalismus habe ich noch gelernt, dass man möglichst einfach schreiben soll. Damit es auch die Oma versteht. Wie erklärt man also der Oma, dem Marketer, den Kollegen den Nutzen von Twitter, dieses Mikroblogging-Dienstes, in dem man quasi per öffentlicher SMS der Welt mitteilt, was man gerade so schafft. Am besten twitteresk. In einfachen, schnellen Aussagen zu je 140 Zeichen. Meistens.
Twitter für das Ego
- Es ist wie auf dem Pausenhof, wie beim Talk am Kaffeetisch. Locker, unverbindlich. Man ist ohne lange Anlaufzeit dabei und kann ebenso schnell wieder gehen.
- Es ist einfach und zwanglos anderen zu folgen und mit ihnen zu reden. Man tut es oder man lässt es.
- Twitter bietet einfache und übersichtliche Funktionalität für die schnelle Kommunikation.
- Neben dem Grundrauschen bieten Twitter dennoch auch Information. Den Spielstand vom Getafe gegen Bayern sah ich zu erst bei Twitter.
- Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
- Twitter-Nutzer reagieren schnell. Auf Fragen bekommt man schnell Antworten. (Hoteltipps für Amsterdam? Suche ein Tool…) Der unkomplizierte Input erweitert den Horizont. Nutz die Information oder lass es.
- Ich erhalte schnell Tipps von Leuten mit ähnlichen Interessen. Wie beim Kurztalk in Aufzug. Schon die neue Duffy gehört?
- Voyeurismus wird befriedigt. Was machen die Leute, die ich kenne gerade? Lose Verabredungen sind möglich.
- Selbstdarstellung. Ich twittere, als bin ich. Ich twittere so, wie ich gesehen werden möchte.
- Selbstbestätigung: Die Zahl der Follower stärkt vielleicht das Ego.
- Netzwerken: alte Kontakte aufrechterhalten, neue herstellen. Beziehungen managen. Schnell und in Kurzform.
Twitter für das Marketing
- Trends aufspüren und Warnsystem. Welche Themen und Schlagworte werden gerade besonderes intensiv besprochen. Dabei helfen auch Applikationen wie Twitscan oder twingly oder Twitter-Tracking.
- Selfmarketing: Tweets, die belegen, wie wichtig, umtriebig begehrt ich bin, was ich alles kann
und an welchen wichtigen Orten ich mich rumtreibe. - Branding: Eigene Marke als Twitteraccout anlegen und durch sympathische Tweets das Image stärken, wie die Welt Kompakt oder
Mopo(Mopo wohl Fake-Account, siehe Kommentare) - Seeding: Account anlegen und zwischen privaten Tweets hin und wieder Infos über ein Produkt, Unternehmen, Projekt einstreuen und ausssäen.
- Produkte offen vermarkten: Autorität als Twitterer schaffen (Feedback, Infos) und dadurch in Folge eigene Produkte besser vermarkten. Mundpropaganda.
- Möglich aber moralisch? Twitter mit vielen Followern dafür bezahlen, dass sie bestimmte Botschaften, Aktionen, Promotions verbreiten. (Pay per tweet)
- Sponsoring bei Twitterern mit hoher Followerzahl. (Tweet sponsered by)
- Promotion: Auf Grund der Schnelligkeit und Vernetzung eignet sich Twitter für die Verbreitung kurzfristig angelegter Markenaktionen und Events (Bspw. Freibier auf der Zeil)
- Traffic für Blogs: Nicht viel, aber twittern lenkt auch Traffic auf den eigenen Blog durch den Verweis auf die Inhalte oder schlicht durchs Twittern selbst



















Auch wenn es der Marke Mopo bestimmt gut tun würde, twittert die Mopo nicht. Das sind möglicherweise Redaktions-Revoluzer am Werk. Siehe auch hier http://www.ethority.de/weblog/.....ert-nicht/
Danke für den Hinweis. wird geändert.
Das mit Voyeurismus stimmt schon. Twitter ist bestens funktionierende Symbiose des Voyeurismus und Exhibitionismus. Stört niemandem, macht alle glücklich.
Twitter ist der einzige Feed, den ich neben der Arbeit problemlos verfolgen kann.
Um mit Twitter wirklich nennenswerten Traffic aufs eigene Blog zu lenken muss man aber erstmal eine ganze Menge Follower ansammeln und da muss man schon ein wenig Arbeit reinstecken. Noch lohnt sich Twitter in Deutschland also Trafficlenker wohl nicht (oder nur für ganz wenige).
nutze twitter schon eine weile privat und jetzt auch für smaboo. die einträge streut man wie ein ball und man weiß nie wer ihn aufhebt. Wie Robert Basic in einem Post übers bloggen sagt. Messbar ist es schwer aber eine Bedeutung hat es auf jeden Fall. Spass macht es auch und demnach wirs unsere mrs. smaboo fleißig weiter twittern.