Spießer Alfons über ADC-Juroren: Idiotentest in der Wüste
Was hat Audi mit dem ADC zu tun? In diesem Jahr zu gut wie gar nichts, denn dem ADC gefiel die Werbung von VW und Renault sehr viel besser als die von Audi.
Für Spießer Alfons jedoch gibt es eine indirekte Verbindung von Audi zum ADC. Denn im Audi begann des Spießers Reise am vergangenen Samstag nach Berlin zum ADC. Die Autofahrt sollte nur bis zum Bahnhof gehen, denn Alfons fährt auf langen Strecken lieber ICE statt Auto. Und kurz vor dem Bahnhof steuerte der Spießer seinen Audi beim Wenden in einen entgegenkommenden Bus. Voll drauf. Beide Fahrzeuge hatten wenig Geschwindigkeit, der Audi war aber im Eimer. Totalschaden. Verletzt wurde zum Glück niemand.
So kam der Spießer eine Stunde später als vorgesehen zum ADC. Und dort sah er dann den bekannten Spot von Renault: Ballett in der Wüste mit Autocrash – siehe Storyboard (Quelle: GWA-AdZyklopädie). Wie Ihr Euch vorstellen werdet, konnte der Spießer darüber nicht lachen. Zumal ein paar Stunden zuvor (und nur 300 Meter von seinem Unfallort entfernt) ebenfalls ein Crash stattgefunden hat. Ein Auto war genauso wie Alfons in einen fahrenden Bus gefahren. Nicht nur das Auto hatte Totalschaden, sondern auch der Fahrer: tot. Alfons hat ihn gekannt. Und fragt sich nun: Ist es witzig, wenn Autos aus kreatiefer Freude unter musikalischer Begleitung ineinander rasen, um damit dem Fahrer die totale Sicherheit vorzugaukeln, die es bei keinem unfreiwilligen Crash gibt, auch nicht im Renault? Könnte das womöglich den Renault-Fahrer verleiten, noch viel dämlicher Auto zu fahren, als es der Spießer bereits getan hat auf dem Weg zum ADC?
Der ADC gab den Renault-Werbern dafür zwei Silberlinge. Wofür eigentlich…?
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Tja, heisses Thema. Je nach Zielgruppe wird es die unterschiedlichsten Wirkungen haben.
Kann mich erinnern, daß es vor zwei Jahren schonmal diskutiert wurde, damals mit etwas “intensiveren” Spots von VW.
http://www.spiegel.de/wirtscha.....43,00.html
Ich habe vor einigen Jahren Studien gesehen, die davon ausgehen, dass viele Unfälle passieren, weil die Fahrer sich auf die Sicherheitstechnik verlassen und dadurch riskanter fahren.
In den Niederlanden hat man Versuche gemacht: Wenn man alle Verkehrsschilder abnimmt und jegliche Verkehrsregeln fallen läßt, passieren kaum noch Unfälle, weil alle versuchen, so aufmerksam wie nur möglich zu fahren.
Meine eigenen Beobachtungen: Wer einen dicken Wagen fährt, fährt meistens riskanter, zumindest für andere. Da ich Moppedfahrer bin, fällt mir das ganz besonders auf. Ich denke da z.B. an zahlreiche BMW, die mein Nummernschild anfressen, weil ich denen nicht schnell genug den Weg frei mache.
In meinen Augen ist es eine Kombination aus vielen Faktoren: Zeitmangel, Stress, vermeintliche Sicherheit, mögliche Geschwindigkeit, vermeintliches Können, Überlastung, Müdigkeit und schlechte Laune. Kommt alles zusammen, hat man einen Psychopathen im Straßenverkehr ;o)
@ Alfons: Ich kann übrigens Dein Gefühl bei dem Spot gut verstehen, habe als Beifahrer einen Unfall erlebt, der sehr unschön war und schalte bei dieser Werbung grundsätzlich um.
absolute zustimmung meinerseits. die werbung ist schrott. sicherheit gibt es nicht. und ja, wer m-klasse, x5 und range rover fährt (beispiele), fährt häufiger aggressiver, da bulliger.