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Greenpeace zitiert Dove mit Sarkasmus

24. April 2008
von

Bei Dove hieß es in der Kampagne “Onslaught” noch “Talk to your children” gegen den Schönheitswahn. Greenpeace dreht den Spieß nun um und fordert im Spot “Talk to Dove”. Denn die Umweltschutzorganisation hat Dove-Hersteller Unilever als Regenwald-Vernichter ausgemacht, weil für das Palmöl der Regenwald in Indonesien abgeholzt wird. Das wird mit einem Spot kommuniziert, der geschickt die Tonalität und die schnellen Schnitte der Dove-Kampagne aufgreift. Sozusagen Kritik auf kreativer Augenhöhe und zugleich ein sarkastisches Zitat der Werbung. Der Spot verweist auf eine Kampagnensite von Greenpeace. Dort kann man sich an einem offenen Brief an Unilever beteiligen.

(via)

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Kommentare zu “ Greenpeace zitiert Dove mit Sarkasmus ”

  1. pingu666 am 24. April 2008 um 18:39 Uhr

    Eine sehr gelungene Umsetzung , die deutlich macht, wie sehr das Netz dazu beitragen kann, viele Menschen innerhalb kurzer Zeit zu informieren und Diskussionen in Gang zu setzen. Mich würde interessieren, was dabei herauskommt. Wobei, die heißeste Form ist momentan wohl die von “Anonymous”…

  2. Spießer Alfons am 25. April 2008 um 09:03 Uhr

    Ich schließe mich der Meinung von pingu666 an und denke: Das ist eine Beschädigung der Marke Dove schlechthin. Wenn der Hersteller weiterhin mit Palmöl wirbt, wird Dove doof dastehen, denn der Konter-Spot ist so gut und eindringlich, dass die Bilder in den Köpfen der Konsumenten haften bleiben.

  3. Kaffeekanne am 25. April 2008 um 09:52 Uhr

    Der Spot trifft ins Schwarze. Wenn Dove/Unilever gerade in der Kosmetikwerbung so tut, als liege ihnen das Wohl der Kinder am Herzen, sollte Unilever sich mehr Gedanken um die Zukunft der Kinder und damit die Umwelt machen.

  4. Waschweib am 25. April 2008 um 11:47 Uhr

    Dove wurde in den Fifties fürs US-Militär entwickelt. Damit es im Meer gut schäumt. Tolles Markenerbe.

  5. Monika am 25. April 2008 um 12:13 Uhr

    Sehr guter und zum Nachdenken anregender Spot. Es ist schon ein wenig erschreckend, dass alltägliche Dinge, die jeder von uns – vielleicht ohne darüber zu reflektieren – benutzt, das Leben auf unserem Planeten aus dem Gleichgewicht bringen können oder Menschen und Tiere schädigen, sei es nun direkt oder indirekt.

  6. pingu666 am 25. April 2008 um 12:36 Uhr

    Kungtse: Der Edle weilt in seinem Zimmer. Äußert er seine Worte gut, so findet er Zustimmung aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wie viel mehr aus der Nähe!
    Weilt der Edle in seinem Zimmer und äußert seine Worte nicht gut, so findet er Widerspruch aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wie viel mehr noch aus der Nähe!

  7. Matschbregen am 23. Mai 2008 um 12:10 Uhr

    Ja, der Spott ist “nett”, aber auch heuchlerisch. Warum?
    Greenpeace prangert einen Grund für das Abholzen der Regenwälder in Indonesien an: Palmöl für Kosmetik. Dabei wird aber bewußt ausgespart, dass es noch einen weiteren Grund gibt, der nicht minder schwere Folgen hat: Palmöl für Biosprit. Ich weis nicht, wieviel Palmöl für Biosprit hergestellt wird und ob es mehr oder weniger ist, als für die Komestik, aber es IST ein Grund für die Abholzung der Regenwälder dort.
    Aber ok, Greenpeace wäre ja auch reichlich dämlich, wenn sie in diesem Punkt ehrlich wären und sagen würden “Hey, Biosprit führt zum Abholzen von Regenwäldern!”

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