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Studie: Social Media wird Alltag

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Universal McCann hat eine neue Studie vorgelegt, die Web-Evangelisten bestätigt. Denn laut Studie ist Social Media im Web inzwischen eine echte Herausforderung für die traditionellen Medien. Auch in Sachen Reichweite.

Weltweit (Bild oben: Universal McCann) lesen 73 Prozent der Internet-Nutzer Blogs (66 Prozent waren es bei der Studie im Juni 2007) und für 48 Prozent gehören sie zum regelmäßigen wöchentlichen Medienkonsum. 83 Prozent haben sich bereits Video-Clips im Netz angesehen. 59 Prozent schauen sich wenigstens jede Woche einen Clip an. Auch die Nutzung von RSS steigt: von 15 Prozent auf 39 Prozent. Über 57 Prozent gehören weltweit bereits einer Community an. Das macht Social Media beinahe schon zum Alltag.

Deutschland steht indes noch in der Nutzung in einigen Bereichen eher hinten an. Hierzulande haben 55,4 Prozent schon Blogs gelesen (USA: 60, 3 Prozent, Frankreich 78 Prozent). Spitzenreiter ist Südkorea mit über 92 Prozent. 41 Prozent der deutschen Internetnutzer lesen Blogs wöchentlich, 17 Prozent täglich.

Social Networks nutzen in Deutschland über 40 Prozent. Davon tummeln sich 41 Prozent mindestens einmal wöchentlich im Netzwerk. 14 Prozent sind dort täglich zuhause.

Für die Studie wurden bis Ende März 2008 17000 Internet-Nutzer in 29 Ländern befragt.

Die komplette Studie gibt es hier als 80seitiges PDF

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Kommentare

  • Sachar 29. April 2008 (11:11 Uhr)

    55,4 Prozent aller Deutschen lesen oder lasen Blogs? Das kann ich mir kaum vorstellen. Solche Studien klingen gut und machen auch die Runde, aber ich kann nicht glauben, dass sie repräsentativ sind.

  • OlafKolbrueck 29. April 2008 (11:16 Uhr)

    nu sind es erstmal ja nur die internetnutzer. Und dann ist ja immer noch die Frage, wissen alle Befragten,was mit Blogs gemeint ist. Sicher relativiert sich das. Nichtsdestotrotz gibt es bei diesen unterstellten nichtgenauwissenden eine deutliche Steigerung. Und man soll die leute im web nicht unterschätzen. Auch tchibo-kunden nicht. ;-)

  • Klaus Eck 29. April 2008 (11:42 Uhr)

    Mich haben die Ergebnisse der Studie ebenfalls überrascht, sodass ich sie anfangs nicht glauben wollte. Die Steigerung zur letzten Erhebung in 2007 zieht sich jedoch bei allen Themenfeldern durch. Anscheinend entdecken die Deutschen doch so langsam die Social Media Welt. Selbst wenn die absoluten Zahlen als solches nicht valide sein sollten, halte ich die Steigerungsraten für mehr als erstaunlich.

    Vielen Dank für den Twitterhinweis auf die Studie!

  • Sachar 29. April 2008 (11:44 Uhr)

    Die Zuwächse stelle ich auch nicht in Frage - sehr wohl aber die absoluten Zahlen.

  • Klaus Eck 29. April 2008 (11:50 Uhr)

    Hat die Erklärung für die Zahlen gefunden: “Every market is representative of the 16-54 Active Internet Universe. In this Wave 17,000 internet users in 29 countries were interviewed. To be included you need to be using the internet everyday or every other day.” Es geht hierbei somit um die wirklich aktiven Internet-User, die den meisten Einfluss auf die Social Media Welt haben.

  • Sachar 29. April 2008 (11:54 Uhr)

    Das Ganze ist also eine Heavy-User-Studie. Auch interessant - aber eben nicht aussagekräftig.

  • Q-BEE 29. April 2008 (12:20 Uhr)

    die zahlen klingen wirklich viiiel zu optimistisch, im vergleich zu dem, was man sonst so liest.

    insbesondere dass weltweit über 70% blogs lesen sollen, in den USA dagegen nur 60%, hat mich stutzig gemacht.

  • Vroni 29. April 2008 (12:37 Uhr)

    Nix gegen die Arbeit, die sich die Universal McCann gemacht hat.
    Wann gibt es endlich mal eine Mainstream-Studie?
    Nicht Heavy-User, sondern Mensch.

    Mich interessiert, wie man seinen Medienkanal-Mix anlegt. Immer nur auf den Kanal Netz zu schauen, und dann auch noch auf seine emsigsten Jünger, halte ich für eindimensional.

    Zu den Entwicklungen speziell in D:
    Viele Leute in D sind nur ein-bis zweimal die Woche im Netz, viele in D dürfen vom Arbeitgeber her an ihrem Arbeitsplatz überhaupt nicht surfen. Kann das und die Angst um den Arbeitsplatz mit ein Grund sein für das Nachhinken?

    Daher interessieren weder so sehr die absoluten Zahlen noch Reichweiten und Zuwächse. Mich interessiert die Analyse warum.

  • Sachar 29. April 2008 (12:40 Uhr)

    Vroni, ich denke mal, dass eine Mainstream-Studie insofern uninteressant wäre, weil sie erschreckende Ergebnisse hervorbringen würde. Und das wird keiner der Beteiligten wollen.

  • pingu666 29. April 2008 (12:50 Uhr)

    Hier wird wieder deutlich, dass die Menschen, anders als häufig formuliert wird, wesentlich mehr an sozialen Themen und Politik interessiert sind, sich auch engagieren und Stellung beziehen. Nur dass es mittlerweile in anderen Kanälen abläuft, als dies früher der Fall war. Also weniger in Parteien und Verbänden. Nehmen wir die Aktionen von “Anonymous” gegen Scientology, dort sind User aus allen möglichen Bereichen dabei und es gibt keine Führung und dennoch funktioniert es irgendwie.

  • Marvin 29. April 2008 (13:07 Uhr)

    Eine kurzer Überschlag im Kopf bezüglich meines Bekanntenkreises und deren Internetnutzung lässt mich zu dem Schluß kommen, daß tatsächlich die 55,4 Prozent Blogleser bei deutschen Internetnutzern viel zu hoch gegriffen sind.

  • Vroni 29. April 2008 (13:11 Uhr)

    @pingu666

    “…wesentlich mehr an sozialen Themen und Politik interessiert sind, sich auch engagieren und Stellung beziehen. ”

    Das sehe ich auch so.

    Mit den Augen einer Studie aus der Werbewirtschaft betrachtet, dürfte es eher weniger um die Menschen und deren echtes Interesse und Engagement an sozialen und politischen Themen gehen, sondern schlicht um die “harmlosere” “participation” am Konsum und Austausch von Bildchen und Video-Kontent. (Habe grad in das 80-Seiten-Werk gelinst.) Und wie man das ver_werten und nutzen kann.

    Der Werbewirtschaft werden die Augen aufgehen, wenn es so ist, wie ich vermute: Wer viel im Netz ist und sich austauscht und nicht nur eben schnell knappe Infos nuckelt, der hat Zeit. Wer viel Zeit hat, verdient nicht so dolle (zumindest in den westlichen Insutstireländer ist das wirtschafts-kulturell so). Das wird also noch interessant mit den “interessanten” sharenden Zielgruppen.

    (Bei der klassischen, “unsocial” Klickwerbung wie den Bannern weiß man mittlerweile, dass a) immer weniger geklickt wird, b) dass die Klicker vorwiegend jung und männlich sind, 20 bis 40 Jahre c) finanziell nix auf der Hüfte haben. Das zur Klickwerbung und deren Klick- und Awareness-Wirkung.) Mit der “social media” wird’s ähnlich sein von der Wirkung. Nur dass man da als Mediaplaner die Rezipienten noch schwieriger erwischt, da sie sich in ihren Communities um IHREN Kontent kümmern und auch auf sie zugeschnittenen Werbekontent geschickt mit den Augen wegblenden und gar nicht wahrnehmen.

    Das einzige wird sein: offener Austausch über Produkte und Dienstleistungen: Word of Mouth.

    Und da wird getrickst und geschoben wir verrückt von den Werbetreibenden, so dass das kaputt gemacht werden wird, sich auch hier bald der engagierte User innerlich verabschieden wird, weil er im Netz nicht sicher sein kann, was ist ehrliche Nutzermeinung, was ist von spammenden Werbern getürkt, was ist gepusht mit Geschenken.

  • Markus Hübner 29. April 2008 (13:31 Uhr)

    Für den ganzen Online-Markt wird es eine Herausforderung sein die Glaubhaftigkeit die das Medium Internet unter anderem zu so großem Erfolg verholfen hat auch weiterhin aufrecht zu halten. Sehr groß sind hier die Verlockungen ähnlich den klassischen Medien den Kanal mit allerlei belanglosem, werblichem “Rauschen” zu verstopfen.

    Auf Seiten der Social Media Plattformen wird es zu einer Bereinigung kommen (siehe http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=0802...) aber der User-Zuwachs in Europa wird sicherlich weiterhin gut wachsen.

  • Ludwig Gatzke 29. April 2008 (14:23 Uhr)

    Na Danke auch, wenn dieser Umgang mit Crative Common Lizenzen zum Alltag wird…
    Zur Erklärung: Im PDF wird die oben abgebildete Grafik (Seite 1) und auf Seite 79 des PDFs noch einmal eine ähnliche Grafik abgebildet.
    Das Original (cc-attribution-noncommercial-sharealike) von mir gibt es hier:
    http://flickr.com/photos/stabilo-boss/10...

    Namensnennung muss schon sein - wenn mann noch nicht mal nachfragt… Das macht mich echt sauer.

  • pingu666 29. April 2008 (18:21 Uhr)

    Langfristig sollte man hier auch bedenken, dass die Umverteilung der finanziellen Mittel immer stärker zu Lasten der Konsumenten geht. Denn die Nutznießer der 1/3 Gesellschaft werden natürlich in der Minderheit sein und auch wenn sie dann noch so viel Geld besitzen werden, sind sie als Kunden relativ uninteressant.
    Ich denke, dass die Nutzung des sozialen Aspektes genau darauf abzielt, was Vroni schon bemerkte, dass der User immer weniger durchschauen kann, was geschickte Werbung und was echte Information ist. Die Pharmaindustrie ist da Vorreiter, wenn es darum geht, Selbsthilfegruppen zu unterwandern und als Esel für neue Medikamente zu missbrauchen.

  • Henning Grote 29. April 2008 (19:17 Uhr)

    Netter Tippfehler auf Seite 33: “Michael Harrington of
    TechCrunch” - ob der Autor der Studie wohl nach Diktat verreist war?

    Ansonsten: Meine persönliche Überraschung war die starke Zunahme der aktiven Blogger in Deutschland. Ansonsten wird es interessant, ob die Blogleserschaft sich auch in Deutschland mittelfristig zwischen 60 (USA) und 70%(Asien) stabilisiert.

  • Jan Schmidt 30. April 2008 (00:05 Uhr)

    @ vroni “Wann gibt es endlich mal eine Mainstream-Studie?
    Nicht Heavy-User, sondern Mensch.”

    Die gibt es, bspw. die ARD/ZDF Online-Studie, einmal im Jahr, Ergebnisse immer in der August-Ausgabe der Mediaperspektiven (letzte Ergebnisse von 2007 unter: http://www.media-perspektiven.de/1490.ht...)

    @ Sachar: “ich denke mal, dass eine Mainstream-Studie insofern uninteressant wäre, weil sie erschreckende Ergebnisse hervorbringen würde. Und das wird keiner der Beteiligten wollen”

    Tja, aber ist das nicht genau das Problem? Dass UniversalMcCann und ähnliche Unternehmen ein Interesse daran haben, bestimmte Trends zuzuspitzen - was dann dazu führt, dass auf der Grundlage eines kleinen Teils der Bevölkerung (a) 16-54 Jahre, (b) Onliner und (c) Heavy User, danke an Klaus fürs Raussuchen) solche pointierten Diagnosen gestellt werden?

  • Vroni 30. April 2008 (03:30 Uhr)

    Danke Jan.

    “…dass die höchsten Zuwachsraten unter den Nutzergruppen des Internets bei den Frauen und den Älteren festzustellen sind.”

    Die Rede ist von D oder international? Egal, sehr interessant und im privaten Umfeld nachvollziehbar. Der Männer- und Junganteil ist also gesättigt?

    “Viele, auch gerade ältere Nutzer sehen das Internet dabei sehr pragmatisch und zeigen kein großes Interesse zum Beispiel an dessen unterhaltenden Inhalten.”

    Der Anteil an Pragmatikern wird in allen Schichten und Altersgruppen vermutlich bleiben (genetisch verteilt, wesensbedingt und statistisch etwa gleichbeleibend wie Blonde oder Brünette. Ok, die echten Blonden sterben angeblich langsam aus, da rezessiv).

    Doch nach den Älteren ziehen Jüngere nach. Und deren Gehirn hat sich durch die verstärkte Reizüberflutung und dem veränderten Medienkonsum neurologisch nachweisbar verändert (sie können besser mehrere Informationen auf einmal wahrnehmen, aber auch bestimmte Informationen effektiver wegblenden).

  • Michael 30. April 2008 (08:57 Uhr)

    Blogs sind immer mehr im Vormarsch. Ich selber lese fast ausschließlich Blogs, da man dort meistens die persönlichen Meinungen erfährt und nicht zensierte Journalistenmeinungen.
    Ich begrüße diese Entwicklung.

  • marko 2. Mai 2008 (10:22 Uhr)

    wau. das so viele inzwisch blogs lesen hätte ich gar nicht gedacht. spannende studie die ich mir bei gelegenheit mal anschauen werde.

  • Hugo E. Martin 5. Mai 2008 (22:34 Uhr)

    Es kneift an allen Ecken und Kanten … die die Studie rechnet (aus sehr geringen Fallzahlen) 18,9 Mio. aktive Internetnutzer im Alter von 16 - 54 Jahren hoch) von denen haben schon 55,4 % mindestens einmal einen Blog gelesen und von denen wiederum lesen 58 % mind. 1 x wöchentlich einen Blog … also ca. 6 Mio … auf der Basis der (N)onliner Studie also rund 14 % der Internet-Nutzer.

    Nimmt man die Zahlen für China. hier rechnet die Studie mit 61 Mio aktiven Nutzern (aus 221 Mio . per Ende Februar) und entdeckt knapp einen Leser pro Blog für China …

    Fazit: die Studie mit 17.000 Internetnutzern in 29 Ländern (Durchschnitt 586 Nutzer / Land) ist total unbrauchbar!

  • Radicke 12. Januar 2009 (12:56 Uhr)

    schon möglich, dass es völlig normal ist, seinen Alltag mit social media zu gestalten. Die Zahlen dieser Studien mag ich aber auch nicht so recht glauben… Wie wurden die ausgewählt? Vielleicht nur übers Web? d.h. Omas sind nicht dabei?

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