Spießer Alfons: Mode vom Kaffeeröster
Wie Alfons an anderen Stellen bereits erwähnt hat, fühlt sich der Spießer als Frauenversteher — auch wenn der liebe Patrick Breitenbach das nicht wahrhaben möchte. Und so versteht Alfons nicht, warum Tchibo glaubt, mit seinen modischen Klamotten für Frauen einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen — siehe die Anzeige!
Wollen Frauen nicht möglichst individuell bekleidet sein? Findet eine Frau es nicht grässlich, wenn sie ihre Nachbarin im Supermarkt trifft, die genau die gleiche Seidentunika von Tchibo für 19,99 Euro trägt? Oder wenn sie beim Auf-die-Straße-gehen befürchten muss, dass jede Frau ihr ansieht, dass ihr Blusenshirt für 19 Euro 99 vom Kaffeeröster stammt? Trägt das Image der Kaffeemarke Tchibo und ihr TCM, das auf vielen Produkten steht, überhaupt das Gefühl einer Frau für modische Bekleidung…?
Massenmode gibt’s bei H&M und anderen Ketten, das hat sich herumgesprochen. Aber die H&M-Klientel ist eine andere als die des Kaffeerösters, wenn der Spießer das richtig beobachtet hat. Warum also begibt sich Tchibo auf ein Terrain jenseits von Kaffee, Uhren, Staubsauger und Badelatschen…? Vielleicht sagt hier mal jemand von Tchibo etwas dazu? Und auch, warum das Unternehmen zur Zeit so wenig Erfolg hat mit seinem Gemischtwarenhandel!
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Ich nehm alles zurück der Spießer versteht und kennt wirklich alle Frauen und ihre Verhaltensmuster in- und auswending ;-D
Tchibo, Aldi, Lidl & Co. ihr könnt jetzt alle eure Klamotten wieder einpacken. Kauft keine Frau.
Womit der Patrick mitteilt, dass er keinen Unterschied sieht zwischen der Mode von Tchibo und den Klamotten von aldi und Lidl.
Nein, das meinte der Patrick damit sicher nicht.
Genau: Konzentration aufs Kerngeschäft!
Mal im Ernst: Das Tchibo nicht mehr so funktioniert, liegt daran, dass Plus, Penny und Co. das Konzept 1:1 geklaut/adaptiert haben.
Das man damit aber immer noch Geld verdienen kann, bezweifelt wohl kaum jemand. “Wenig” ist daher immer noch besser als “gar nichts”.
Das Allzeit-Problem des Spießers ist ein Gesellschaftsproblem: Meckern kann jeder. Selber machen nur die Wenigsten.
@ Koenich Johann
Nota bene: Ein Opernkritiker muss keine Arien singen können, ein Journalist darf zwar alles besser wissen, muss deshalb aber noch lange nicht alles besser machen.
Wenn Du kritische Gedanken als “Meckern” bezeichnest, dann sind Ziegen die klügsten Tiere im Lande.
Und was soll ich selber machen? Tchibo beraten…? Oder einen Kaffeeladen aufmachen und Krimskrams verkaufen…?
Die Idee mit dem Kaffeeladen finde ich nicht schlecht.
‘casual adventures’…wie kaputt!
@ Koenich Johann
Wobei sich mir die Frage stellt: Früher waren Tchibo-Coffee-Shops an jeder Straßenecke zu finden. Inzwischen haben die Platz gemacht für viele, viele andere. Warum eigentlich? Hatte Tchibo in der Zwischenzeit vergessen, Kaffee zu verkaufen…?
“Das gibt es nur bei Tchibo”, heißt es in
> der Anzeige zu den Casual Adventures ab 21. Mai 2008. Das Hauptmotiv:
> Mann (im Guerrillero-Chic, aber sauber und gebügelt) mit schöner Frau.
> Das lässt doch gleich an die Abenteuer denken, die Geiseln im
> Dschungel erleben dürfen. Zum Beispiel an die linke Politikerin Ingrid
> Betancourt, die seit sechs Jahren von den Rebellen der Farc im Urwald
> Kolumbiens festgehalten wird. Vor wenigen Wochen sind wieder Versuche
> fehl geschlagen, diese mittlerweile schwer erkrankte Frau zu befreien.
>
> Was will uns also Tchibo sagen mit seiner Werbung für Casual
> Adventures? Bei mir kommt das als großer Zynismus an!