Spießer Alfons: Geschmack am Geschmacklosen
Dass Tiere sich von Tieren ernähren, ist Teil der Natur. Die stärkere Bestie frisst die schwächere. Und manchmal schaut der Mensch zu bei der Fütterung der Raubtiere im Zoo. Wobei Sadisten sich freuen, wenn Schlangen lebende Mäuse fressen.
Heute zeigt die BILD-Zeitung ihren Lesern, wie ein Eisbär eine lebende Ente frisst. Das ist nichts Ungewöhnliches, man kann Ähnliches auch in Tierdokus im TV sehen. Warum Spießer Alfons den BILD-Beitrag aufspießt, das hat den BILD-Kommentaren zu tun. Schlagzeile: „Knuts Tante frühstückt eine Ente“. Und dann wird in Worten und Bildern genüsslich kommentiert:
„So, Entchen, jetzt bist du dran!“ Und: „…erstmal dran lutschen, um auf den Geschmack zu kommen … dann nimmt die Bärin einen kleinen Enten-Haps …und hopp: darf die Ente noch mal fliegen, bevor sie endgültig gefrühstückt wird … mhm, lecker, so ein kleiner Happen am Morgen. Die Ente hat schon aufgegeben. Ente gut, alles gut.“
Weniger zart besaitete Menschen werden das vielleicht witzig finden. Der Spießer empfindet die Kommentare zu den Fotos als geschmacklos. Selbst der Autor distanziert sich von seinen albernen Worten, wählte als Pseudonym „O. Wehmann“. (Und falls er wirklich so heißt: B. Eileid!)
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Moin, moin,
da ist aber jemand ganz früh aufgestanden. Genau diese, zum mindesten in der Berliner Ausgabe sehr opulent bebilderte Story (Headline: Berlin hat eine Ente weniger…) fand ich beim Morgenkaffee ebenfalls mindestens sehr grenzwertig. Zum Glück war es ja nur die Tante (…dramatische Speiselnahme) und nicht Knut, In diesem Falle hätte es bestimmt eine Doppelseite gegeben.
Und mal wieder was über die Drecksbild…zurück zur Werbung, bitte!