Spießer Alfons: Nachrichten@Notizen (5)
Alles Nonsens oder was? Wozu dient eine Verpackung? Auf der einen Seite wird damit die Ware eingewickelt, auf der anderen Seite der Käufer. Und deshalb geht der Spießer den Verpackungen gern auf den Inhalt, sprich: Alfons entlarvt den Nonsens, der auf die Verpackungen gedruckt ist.
Zum Beispiel las der Spießer heute Morgen beim Frühstück auf seinem „Joghurt mit der Schlemmer-Ecke“ den Hinweis: „mit ausgewählten Schlemmer-Früchten“ — siehe die Abbildung!
Was will uns Herr Müller-Milch damit sagen? Dass es anderswo auch Joghurt mit Früchten gibt, bei dem die Früchte nicht ausgewählt worden sind? Vielleicht Früchte, die vom Himmel herab direkt in den Joghurt-Becher gefallen sind?
Und was macht eine Frucht zu einer Schlemmerfrucht? Der zusätzliche Zucker? Das künstliche Aroma? Die Citronensäure? Oder das Verdickungsmittel Johannisbrotkernmehl…?
Es wäre nett, Herr Müller-Milch, würden Sie Ihren spießigen Kunden bitte mal aufklären!
Hardcore-Kritiker: Immer wieder hört der Spießer aus der Fernsehwerbung, dass bei der Programmzeitschrift „TV Movie“ angeblich „Europas härteste Filmredaktion“ sitzt. Und diese harten Redaktionstypen zeichnen Filme aus mit dem Movie-Star.
Was den Spießer fragen lässt: Von wem hat „TV Movie“ die Auszeichnung „Europas härteste Filmredaktion“ bekommen? Von einer weichen Werbeagentur…?
Was an die Ohren: Am Wochenende hat Alfons „Die Hörspiel 2008“ in Hamburg besucht, um mal zu gucken, was sich auf dem Markt so tut.
Zur Zeit, als Spießer Alfons aka Peter Riesenburg seine Kinderhörspiel-Serien „Schubiduu…uh das Schlossgespenst“ und „Detektiv Kolumbus & Sohn“ auf den Markt gebracht hat, da gab es diesen Markt noch. Heute ist davon nicht mehr viel übrig geblieben, vom Kinderhörspielmarkt, wenngleich es die oben genannten Serien immer noch gibt.
Wie sich auf der Hörspiel 2008 gezeigt hat: Von Kindern war auf dieser Publikumsveranstaltung so gut wie gar nichts zu sehen. Die Hörspielkäufer sind erwachsen geworden, genauso wie die Produktionen. Auf den Covers erkennbar: Horror & Grusel ist gefragt. Ohrensausen statt Ohrenschmaus. Neben den ewigen Klassikern läuft kaum noch was Neues für Kids von 6 bis 12 Jahren. Und „Die 3 Fragezeichen“ werden zunehmend von erwachsenen Kindern im Nostalgierausch gehört. Schade eigentlich. Denn Kino im Kopf ist besser für kleine Kinder, als matt vor ‘ner Mattscheibe zu hocken.
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Also manchmal bist du vielleicht wirklich zu spießig … Schlemmerfrüchte hin oder her.Dahinter steckt für mich als Laie, dass die Früchte gut zum schlemmen geeignet sind. Wenn ich schlemme hoffe ich, dass es mir dabei gut geht. Nichts Anderes soll damit zum Ausdruck gebracht werden – hoffe ich.
Oder Herr Müller? Und über etwas anderes mache ich mir dabei auch nciht Gedanken … vielleicht zu unbekümmert.
Sie lesen noch Programmzeitschriften? Interessant.
Bei der Hörspielsache muss ich allerdings zustimmen und bringe mein Bedauern zum Ausdruck, dass diese gewisse Hörspieltradition anscheinend nicht weitergegeben werden konnte.
zu TV Movie: Wenn die Filmredaktion hart sein soll, dann möchte ich nicht wissen aus welchem Material die Damen und Herren der TV Spielfilm sein sollen. Schließlich habe ich die Zeitschrift gewechselt, weil nahezu jeder Durchschnittsfilm mit dem roten Moviestar gekennzeichnet wurde.
Gerade im Kinoteil möchte man den Produktionsfirmen nicht auf die Füße treten…
Jedenfalls ist der Titel “Europas härteste Filmredaktion” bei TV Movie am wenigsten angebracht…
@ Thommy
Aber verrate mir — als “Laien”
— bitte den Unterschied zwischen normalen Früchten und “Schlemmerfrüchten”! Kann ich normale Früchte nicht schlemmen? Und geht es mir nicht gut, wenn ich normale Früchte esse…?
@ Bateman
Obwohl ich TV Movie werblich auf den Markt gebracht habe, lese ich statt dessen schon seit Jahren TV Spielfilm.
Ich lese seit Jahren die “TV Movie” und fühle mich eigentlich immer ziemlich gut beraten. Auf jeden Fall besser als bei “TV Spielfilm”, die oft ganz offensichtlich keine Ahnung von Filmen haben. Besonders gut sind die Kritiken von TVM zu den (alten, französischen, u.a.) Filmen nach 0:00 Uhr bei den Öff.-Rechtlichen. Da merkt man, dass hier “Film-Versteher” sitzen, die die Filme auch wirklich gesehen haben.
Woher die “Auszeichnung”: “Europas härteste Filmredaktion” kommt, ist jedoch in der Tat äusserst fraglich – wahrscheinlich wirklich von der Werbeagentur. Ist ja so ähnlich wie beim Arzt: Ist kein “geschützter Begriff” und – falls es manche noch nicht wußten: Jeder (!) kann sich “Arzt” nennen!
)
Was Werbung und den Nonsens darin angeht, kann ich mich nur anschließen. Würde man eine Liste an bescheuerten oder irreführenden Äußerungen machen, hätte man viel zu tun. Dabei geht es mir nicht darum, ob nun eine Frucht zum schlemmen geeignet ist, sondern wie dem Käufer durch falsche Behauptungen ein Produkt “schmackhaft” gemacht wird.
Beispiel Waschmittel….da gibt es so ein Pülverchen, das soll angeblich “die Leuchtkraft reaktivieren”. Nun bezeichnet die “Leuchtkraft” die Energie, die ein Körper VON SICH abstrahlt…was bedeuten würde, das ein aktivieren der Leuchtkraft die Kleidung schon in Brand setzen müßte. Ein anderes Pülverchen behauptet, es würde den Grauschleier entfernen. Dies suggeriert nun, es gäbe eine Art Schmutz, die dazu führt, das Kleidung gräulich wird. Dem ist aber nicht so. Ist Ihre weiße Wäsche zuhause leicht gräulich, so ist DAS die eigentliche Farbe des Hemdes. Im Waschmittel sind nun aber Stoffe, die bei Bestrahlung mit Sonnenlicht (UV-Reaktiv) Licht im sichtbaren Bereich wieder abstrahlen und somit die Wäsche heller (oder ggf. weißer) aussehen lassen.
Oder nehmen wir den heißen Kaffee, der uns angeboten wird in der Stadt (wo ist der Kalte?), oder die Special K Flocken, die bei der Diät helfen sollen aber genauso viele Kalorien pro Portion haben, wie Schokomüsli, Smacks oder irgend was anderes Zuckerhaltiges? Oder oder oder….
@ Matschbregen
Wo Du Recht hast, hast Du Recht. Aaaber … es gibt auch kalten Kaffee, nämlich Eiskaffee
@ Matschbregen
Als erimetierter Physik-Professor möchte ich anmerken, dass es so genanntes kaltes Licht gibt. Dieses besitzt auch Leuchtkraft, ohne dass irgendwas – und schon gar nicht der Strahler selbst – Feuer fängt.
Außerdem könnte man die Leuchtkraft auch als Reflexionskraft betrachten. Diese wäre also durch den Koeffizienten definiert, wie viel Licht der angestrahlte Gegenstand (in deinem Fall die Kleidung) wieder zurückwirft.
@ Pixel
Und was ist, wenn ein Glühwürmchen auf meiner Wäsche sitzt…?
Dann liegt es an der besonderen Strahlkraft der Wäsche, verliehen durch die besondere Wirkung des persilenischen Ariel-Riesen in Spee, die das Glühwürmchen so magisch anzieht und ganz heiß macht, so dass es die ganze Nacht mit der Wäsche um die Wette leuchtet.
Ahhh,verstehe: Davon kommt das Wäscheleuchten! Oder heißt es Wetterleuchten…? Na, ist ja auch egal, es geht hier ja eigentlich um Joghurt.