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Spießer Alfons: Sex in der Werbung

7. Juni 2008
von Spießer Alfons

Es gibt in Werbekreisen eine Standardfloskel, die da lautet: „Sex sells“. Spießer Alfons übersetzt diese alte Werberegel gern mit dem Hinweis: Sex verkauft sich gut. Was meint: Das horizontale Gewerbe macht gute Umsätze mit Sex.

Nun kommt Thomas Cook mit Sex in der Werbung. In einem Inserat im SPIEGEL wirbt der Reiseveranstalter für Iberostar Hotels & Ressorts mit einer Frau, die auf einem Mann liegt, dem sie neckisch mit dem Zeigefinger auf die Nase tupft — siehe die Abbildung!

cook.jpgDer Sex steckt in der Headline: „Zwei und ein Ziel: wieder kommen“. Was meint, einmal sind sie schon zu zweit gekommen bei ihrem Liebesakt, nun haben sie die Absicht, den Höhepunkt noch einmal zu erleben, sprich: Orgasmus mit Meerblick und Halbpension.

An dieser Stelle könnte jemand kommen und einwerfen: He, die beiden haben doch nur das Ziel, wieder in das Iberostar-Hotel zu kommen!

Wenn dem so wäre, liebe Freunde der Werbung, dann hätte der Texter schreiben müssen: „Zwei und ein Ziel: wiederkommen.“ Das aber hat er nicht getan, der geile Voyeur.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Sex in der Werbung ”

  1. Dierk am 7. Juni 2008 um 17:51 Uhr

    Ich dacht’ schon ich wär’ der einzige, der den Unterschied zwischen ‘wieder kommen’ und wiederkommen oder ‘zusammen kommen’ und ‘zusammenkommen’ kennt. Tatsächlich der einzig richtig üble handwerkliche Fehler der Rechtschreibreform..

    Ach so, meinst du, Herr Alfons, tatsächlich ‘Sex sells’ sei eine Fahne? Oder wieso ‘Standart’?

  2. Spießer Alfons am 7. Juni 2008 um 17:57 Uhr

    @ Dierk

    Auch nach der Rechtschreibreform gibt es “wiederkommen” und “wieder kommen”.

    Danke für den Hinweis auf den Teppfihler! Hab’ gleich aus der Standart(e) einen Standard gemacht. Obwohl ich mir Sex auf meine Fahne geschrieben habe ;) !

  3. Dierk am 7. Juni 2008 um 19:54 Uhr

    Das es beide Formen [wieder] gibt, ist mir klar – ich erinnere mich allerdings auch an die sinnlosen Diskussionen um die reformierte Getrenntschreibung. Und in denen wurde immer vergessen, dass die meisten dieser Komposita unterschiedliche semantische Eigenschaften aufweisen.

    Andererseits habe ich als Schreiberling für und in Agenturen immer wieder feststellen dürfen, dass Wörter ohnehin nur als Bildelement Wert fanden. Gerade Kontakter wollten gerne weniger Buchstaben, mehr Punkt, ‘überhaupt, knackiger’. Was immer die damit meinen.

  4. Spießer Alfons am 7. Juni 2008 um 20:36 Uhr

    @ Dierk

    Mit “knackiger” meinen die Deine Texte für Knackwürste – was denn sonst?! ;)

  5. M. am 8. Juni 2008 um 11:39 Uhr

    …ehrlich gesagt, habe ich die Headline spontan als Werbung für Viagra gewertet: “(Endlich) Wieder kommen!”

  6. Spießer Alfons am 8. Juni 2008 um 11:53 Uhr

    @ M.

    Gut erkannt! Die blaue Farbe kommt doch nicht von ungefähr ;) !

ivw