Spießer Alfons: Und noch mal Löwensenf
Jung v. Matt hat in Cannes einen Silbernen Löwen bekommen für die Tesa-Kampagne, von der Spießer Alfons an dieser Stelle schon berichtet hat, dass es sich dabei nicht um ein Original handelt, weil das Vorbild, gestaltet von demselben Künstler, aus Spanien stammt — wenn Ihr bitte noch einmal die Abbildungen vergleichen wollt!![]()
Alfons will hier nicht von einem ausgezeichneten Plagiat reden, sondern nur davon, dass hier eine Idee belobigt worden ist, mit der zuvor schon ein anderer Werbungtreibender ans Licht der Werbewelt gekommen ist. Was an der Tesa-Werbung wirklich bemerkenswert ist,…
…das ist die Chuzpe der Agentur Jung v. Matt, Stuttgart, diese Kampagne überhaupt in Cannes einzureichen.
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Was einmal mehr beweist, dass es längst nicht mehr um Kreativität, sondern um die pure Gier nach Nägeln und Löwen geht. Egal um welchen Preis und welchen (Einreichungs)Kosten. Gut, mag sein, dass es hier purer Zufall war.
Andersrum, was unterscheidet eine Werbeagentur von einem anderen Unternehmen, das sich ebensowenig um Plagiate und Verletzung von Patentrechen den Kopf zerbricht? Werbung ist halt Kommerz in bunteren Farben und dümpelt eben auch auf der Welle des Kapitals.
Das Problem hier ist nicht, dass eine Agentur bei der anderen geklaut hat, sondern dass sich beide Agenturen aus dem Internet beim gleichen Künstler bedient haben. Dass der Künstler in den Credits genannt wird ändert nichts an der Tatsache, dass es sich hierbei um geliehene bzw. abgekupferte Kreativität handelt. Man kann nicht erwarten, dass jeder Juror das ganze Internet memorisiert hat und eine solche Trickserei seitens der Agenturen sofort erkennt, allerdings sollten solche Medaillen im Nachhinein aberkannt werden, wenn so etwas nachgewiesen wird. Es muss ja nicht jeder gewinnen.
@ gerog
Wie ich ausgeführt habe, ist das Problem die Agentur, die eine nicht eigene Idee zu einem Wettbewerb eingereicht hat.
Wirklich jämmerlich, armselig und ohne eine Spur von Anstand. Damit meine ich jeden, der sich da als Urheber in die Credits geschrieben hat. Solange so ein Procedere (oder das der DDB-Kollegen) nicht lautstark öffentlich thematisiert und kritisiert wird, (wo bleibt da eigentlich die Fachpresse?), wird dieses Prinzip weiter perfektioniert werden, um Punkte fürs Ranking zu generieren. Egal wie. Achja, gerade fällt mir noch Lego ein. Das war auch von JvM aus dem Netz geklaut. Und da standen dann auch 20 Leute in den Credits.