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Spießer Alfons: Banken können auch anders, und zwar werben

30. Juni 2008
von

Spießer Alfons ist ja bekannt als ewiger Nörgler an der Werbung. Obwohl es doch auch gute Werbung gibt! Die aber erkennt er offensichtlich nicht, der spießige Ignorant.

Nun ja, ob Werbung gut ist oder schlecht, entscheidet letztendlich einer allein: der Rezipient, und zwar derjenige, an den sich die Werbung richten soll. Mitentscheiden darf natürlich auch noch der Auftraggeber.

Wer nicht entscheiden kann, ob Werbung gut ist oder schlecht, das sind Werber, die in Wettbewerbsjurys über Werbung richten, bei der sie nicht zur Zielgruppe gehören. Diese Jurys dürfen zwar über die Preisträger von Nägeln, Löwen und Blumentöpfen entscheiden, nicht aber über gute oder schlechte Werbung. Wer das sagt? Das sagt Spießer Alfons.

Volksbank.jpgDer Spießer erfreut sich hingegen durchaus an Werbung, bei der ADC-Juroren womöglich nur mitleidig lächeln werden. Da ist zum Beispiel ein Kinofilm der Groß-Gerauer Volksbank. Spießer Alfons wiederholt: Volksbank! Wie der Name schon verrät, ist das ein Kreditinstitut. Und Kreditinstitute sind bekannt dafür, dass sie Werbung treiben, die jedem Katasteramt zur Ehre gereichen würde.

Anders die Groß-Gerauer Volksbank. Deren Spot ist so simpel und klar — auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite so lustig und sympathisch, wie man es einem seriösen Kreditinstitut normalerweise nicht zutraut. Und am Ende weiß man sofort, um was es geht. Also Schmunzeln, ohne mit der Stirn zu runzeln. Für diesen Spot wird die Volksbank weder Nagel noch Löwe erringen. Aber das Wohlgefallen der Zielgruppe, die eine volkstümliche ist.

Diese Beurteilung des Spots erfolgt von Spießer Alfons als Mitglied der Zielgruppe „Bank- und Sparkassen-Kunden mit Zinserträgen“. Und wenn Ihr auch dazu gehört: Bitte! (Wenn der Link nicht funktioniert, dann www.bundesfasanadler.de. eingeben und auf den sprechenden Vogel klicken!) Und falls Ihr nicht Zielgruppe seid, einfach hier klicken und Euch fragen, warum dieser Mann es noch nötig hat zu arbeiten: Millionär!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Banken können auch anders, und zwar werben ”

  1. Matt am 30. Juni 2008 um 17:32 Uhr

    … und quasi um ihre Anti-Werber Analyse zu untermauern sind bis auf den “alderdiggervorsorge”-spot die Filme nicht auf Mäcs abspielbar. Herrlich.

    Das was ich sehe – ist für “Bank” auf jeden nich schlecht.
    Am Ende zählen da halt nur die Abverkaufszahlen.
    Markenimage hört meist da auf, wo das Prozentgefeilsche anfängt. Traurig, kein Platz für Goethe und Schiller,
    aber eben real.

  2. Jogi am 1. Juli 2008 um 11:01 Uhr

    Hallo Spießer,
    als ich den Spot gesehen habe, war ich erstmal sprachlos ob der unglaublich schlechten “Idee”.
    Wenn der Artikel tatsächlich von dir ernst gemeint sein sollte (“Deren Spot ist so simpel und klar — auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite so lustig und sympathisch, wie man es einem seriösen Kreditinstitut normalerweise nicht zutraut. Und am Ende weiß man sofort, um was es geht. Also Schmunzeln, ohne mit der Stirn zu runzeln.”), wundert mich bei deinem Blog überhaupt nichts mehr.

  3. soerensen am 1. Juli 2008 um 11:20 Uhr

    unglaublich übel, dieser spot. einmal mehr hast du deine ahnungslosigkeit (dick und fett) unterstrichen.

  4. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 11:30 Uhr

    @ soerensen

    …und schöne Grüße an Jogi, der zufällig am selben Rechner sitzt wie Ex M, der ja schon unter anderem Nick aufgefallen ist mit seinem kindischen Bashing!

  5. Ex M am 1. Juli 2008 um 11:44 Uhr

    @ Spießer

    Am Rechner gegenüber! Aber der hat die selbe IP-Adresse, genau wie alle anderen in der Agentur auch.
    Ich war’s wirklich nicht.
    Aber schöne Grüße zurück.

  6. Wolfgang am 1. Juli 2008 um 15:43 Uhr

    Lieber Alfons, liebe Blogger,

    ich bin mit Sicherheit kein Werbe- und/oder MArketingfachmann, auch wenn ich mich mit diesen Themen im Musik und TV-Business täglich rumschlagen muss. Darüber hinaus bin ich ganz sicher voreingenommen, da ich erst kürzlich das Management des Comedians ( und Bauchredners) übernommen habe, der in dem Spot die Figuren und sich selber darstellt und noch dazu an der Kreation mitgewirkt hat.
    ( Sascha Grammel)

    Allerdings scheine ich doch ziemlich nah an der Basis “normaler” Menschen zu sein, denn wo immer ich diesen Spot bisher vorgespielt habe oder emfpfohlen habe ihn sich anzusehen ( und das waren zu 100% keine Werbe- oder Marketingleute, aber aus allen möglichen Ecken und Schichten), kamen zu 99% überaus positive bis begeisterte Reaktionen – und das waren definitiv nicht wenige.

    Alle – inklusive meiner selbst – sind übereinstimmend der Ansicht gewesen in der Richtung : “endlich mal keine so trockenen Bankwerbung oder so was biederes wie sonst mit Brücken bauen, etc.”

    Kann es sein, dass sich manch ein Werber eher auf den Schlips getreten fühlt, weil hier ein supereinfacher Spot mit einer klar und sehr leicht verstehbaren Botschaft produziert wurde, wie er Werbern gar nicht mehr einfällt ? Noch dazu zu einem derart lächerlichen Budget, dass sich ein Werber dafür nicht einmal 1 Woche privat über Wasser halten könnte.?

    Wie Alfons schreibt : das ist für eine volkstümliche ( im Sinne von sehr breite Masse ) auf den Punkt gebracht. Und hier heisst volkstümlich mal auch nicht “alt”, denn gerade die Reaktionen der jungen Zielgruppe ist phänomenal, denn er läuft mittlerweile sogar in zahlreichen Kinos, da er von bisher weiteren 12 (!) Volksbanken bundesweit übernommen worden ist…..

    Nichts für ungut…..

    LG Wolfgang

  7. Peter am 1. Juli 2008 um 16:09 Uhr

    @ Wolfgang – guter Spot! Und lass Dich von den Motzern nicht ärgern: das sind wahrscheinlich Suuuuperkreative, für die ist das, was beim gemeinen Bürger ankommt, unter ihrer Würde.

  8. Jogi am 1. Juli 2008 um 16:11 Uhr

    @wolfgang
    Es geht hier doch gar nicht darum, ob “die Werber” komplett die Bodenhaftung verloren haben und denen so “einfache Ideen” nicht mehr einfallen. Es geht auch nicht darum, wie teuer ein Spot ist (was sind das eigentlich für 80er Jahre Klischees, dass sich mit der Kohle kein Werber eine Woche über Wasser halten kann!).
    Es geht um Ideen und gute Geschichten. Und dieses Beispiel ist leider das Gegenteil.

    Und zum Glück trage ich keinen Schlips, auf den Du dann treten könntest.

    Nichts für ungut.

  9. Ex M am 1. Juli 2008 um 16:13 Uhr

    @ Wolfgang

    Das glaub ich Ihnen, dass das Budget lächerlich gering war. Die Idee ist ein Uralt-Witz, es gibt keinen Regisseur, der ihn wenigstens ein bisschen weniger peinlich inszeniert und der Darsteller kann nicht für 20 Cent schauspielern.
    Kann man ja machen, wenn man kein Geld hat. Aber haltet doch bitte dieses Machwerk uns ach so abgehobenen Werbern nicht als Beispiel vor, wie man’s richtig macht.
    Und tut mir leid – dass der Spot total super bei der jungen Zielgrupe ankommt, glaube ich erst, wenn ich’s im Kino seh.

    @ Spießer
    “Kreditinstitute sind bekannt dafür, dass sie Werbung treiben, die jedem Katasteramt zur Ehre gereichen würde.”
    Stimmt. Aber es gibt auch genügend Gegenbeispiele aus der Branche , die nicht so sind, UND volkstümlich UND schlau. Z.B. “Mein Haus, mein Boot …” oder “Wenn ich groß bin, will ich auch ein Spießer sein”.

  10. soerensen am 1. Juli 2008 um 16:14 Uhr

    das sind die positiven bemerkungen auf youtube.com:

    Flammenspeier (3 months ago) Show Hide
    0 Poor comment Good comment
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    Nicht schlecht ^^
    Schmetterlingsefekkt (4 months ago) Show Hide
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    lol die Schildkröte is geil xD
    Pride1888 (1 year ago) Show Hide
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    wirklich gut gemacht
    sissi1990 (1 year ago) Show Hide
    +1 Poor comment Good comment
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    Klassespot:-))

    Also bei Sissi1990 und beim Spießer kommt es an (Das hätte man sich ja denken können). Trotzdem ist es verkrampft, unsympathisch und nicht lustig. Trockene Bankwerbung find ich auch nicht toll, aber so geht es einfach gar nicht. Es passt allerdings tatsächlich zu Groß-Gerau und wahrscheinlich auch zu deren Volksbank. Aber für die Marke Volksbank ist es meiner Meinung nach ein glatter Selbstmordversuch.

  11. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 16:28 Uhr

    @ Ex M

    Stimmt. Bausparkassen sind aber immer schon besser gewesen als Banken und Sparkassen. Den “Spießer”-Spot habe ich damals zu meinem “Liebling der Woche” gemacht, was, wie Du mir nicht zugestehen wirst, eine höhere Auszeichnung ist als ein Bambi, bzw. Löwe. Denn: Niemand hat den Spot bei mir eingereicht. Und weder Agentur noch Kunde haben auch nur einen Cent dafür bezahlt ;)

    Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung über den Spot der Volksbanken. Und der Erfolg wird das bestätigen.

    @ Wolfgang

    You can’t win them all! Merke: Besser, voll die Zielgruppe in Groß-Gerau treffen als einen goldigen Löwen in Cannes!

  12. Wolfgang am 1. Juli 2008 um 16:43 Uhr

    Ihr Lieben,

    scheine ich da in irgendein nest gestochen zu haben…ich armer “nOrmalo”, der ja keien Ahnung hat von der Werbung. Und ich gebe gerne zu – es gibt auch gute Bankenwerbung, ebenso wie schlecht – aber mir scheint, das normale Bankkunden und Fachleute das oft diametral unterschiedlich bewerten..nicht immer , aber doch oft.

    ach übrigens: ich kann nicht mal mehr zählen, denn es sind bereits 16 Banken, die den Spot laufen lassen, davon 10 mit Kinowerbung …….und …

    @ M1 : ….dann solltest Du dort mal in ein oder mehrere Kinos gehen, dann wirst DU DIch überzeugen können….auch wenn die auf dem Land sind, aber ein groteil der Kunden lebt nun einmal dort und nicht in einer der großen Top-Citys…..da gibt es schon gewaltige Unterschiede….

    @ Peter1. und @ Alfons:

    Danke für Eure Unterstützung, aber keine BAnge…solche Kommentare, die respektierte Ansichten anders denkender Menschen sind, aber nicht mehr, erzeugen bei mir nur ein Lächeln …..

    Wenn Werbung derartig polarisiert wie hier, dann ist es ja (fast) schon alleine deshalb eine SEHR gute Werbung ……:-)

    @soerensen:

    wenn Du schon youtube kopierst, bzw. zitierst, dann doch bitte mit den richtigen Kommentaren zum richtigen (Abgeltungssteuer) Spot . Dort gibt es nur einen einzigen Kommentar, den ich Dir gerne zitiere :

    Tiniii23 (vor 4 Monaten) Anzeigen Ausblenden 0 Als Spam markiert Antworten
    Zu geil! XD Ich weiss gar nicht,wen ich süßer finden soll von
    den 3en XDDD

    Deine Kommentare waren definitiv zu einem anderen Spot, der hier ja nicht gegenständlich ist – und trotzdem waren sie ja nicht schlecht…… nur was hat Sissi1990 mit Alfions zu tun ? Kennst Du beide etwa persönlich? Oder warum konntest Du Dir das denken können, das der Spot bei den beiden ankommt? …..:-))

    LG mit einem dicken Schmunzeln im gesicht
    Wolfgang

  13. Jogi am 1. Juli 2008 um 16:51 Uhr

    @Wolfgang @ Spiesser
    Das Gute: Eure Kommentare kann man mit der Hitze (s. Sonnenstich bei wikipedia) entschuldigen.

    Das Schlechte: Es ist trotzdem nicht aus zu halten.

    aaaaaaahhhhhhhhhhhhhhghghghghghghghghghghghghghghghghghghghghg
    hghghghghghghghghghghghghghghghghghghhghghg

  14. soerensen am 1. Juli 2008 um 16:51 Uhr

    Ja, ich kenne Alfons. Persönlich hatte ich noch nicht das Vergnügen. Und Mädchen, die sich Sissi1990 nennen, kenne ich zu viele. Das sind Mädels, die in der U-Bahn schlechte Musik über den Lautsprecher ihres Handys hören, oder alle DSDS-Kandidaten kennen, aber nicht wissen, wo Groß Gerau liegt. Oder das Saarland. Genau die Zielgruppe, die ihr erreichen wollt.

    Ich würde einiges Wetten, dass der Spot in einem Groß Gerauer Kino nicht mit lauten Lachern bedacht wird.

  15. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 16:55 Uhr

    @ soerensen

    Ach sooo: Die Leute sollen über Werbung laut lachen! Das ist mir völlig neu!

  16. Ex M am 1. Juli 2008 um 17:02 Uhr

    @ Soerensen

    Da würde ich auch einiges wetten!

    @ Wolfgang

    Auch, wenn ich ein zynischer Werber aus einer “Top-City” bin, war ich schon mal auf dem Land. Genauer gesagt, komme ich vom Land. Ich weiß daher, dass da keine Kühe im Kino sitzen. Sondern Menschen, deren Humorverständnis sich gar nicht so fundamental von denen ihrer Altersgenossen in der “Top-City” unterscheiden. Das kann daran liegen, dass man inzwischen sogar auf dem Land Internet, Fernsehen, MTV und so vieles anderes hat.
    Von daher, wie gesagt, mir kann keiner erzählen, dass euer albernes Kaspertheater bei irgendeiner jungen Zielgruppe ankommt.

  17. soerensen am 1. Juli 2008 um 17:03 Uhr

    Naja, zum nachdenken oder mitfühlen wurde dieser “Spot” nicht “geschrieben”. Mit offenem Mund wird auch niemand da sitzen und neue Sichtweisen zeigt er auch nicht auf.

    Aber hast du nicht selbst folgendes geschrieben: “…Und auf der anderen Seite so lustig und sympathisch…”

    Wenn etwas lustig ist, lacht man doch?

    Ob laut oder leise, die Mehrheit wird lachen. Aber über den Spot. Auch in Groß-Gerau.

  18. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 17:06 Uhr

    Mario Barth zum Beispiel, der drei Klassen unter dem Niveau dieses Spots liegt, füllt Riesenhallen und verkauft seinen Schrott auch noch auf CD.

    @ soerensen

    Wenn etwas lustig ist, dann kann man darüber auch schmunzeln. Das ist ziemlich geräuschlos und mehr wert als lautes Lachen

  19. Wolfgang am 1. Juli 2008 um 17:14 Uhr

    Herrlich….ich finde das alles sehr amüsant gerade :-) ))))

    @Jogi 1:

    persönliche Verunglimpfungen kommen doch immer dann, wenn Argumente ausgehen …oder wie war das nochmal?? lach

    @soerensen:

    ich kenne viele junge Mädels ( in Deutschland soll es sogar die Mehrheit sein ),die fahren nicht einmal U-Bahn, weil es wie in Groß_Gerau auch bei Ihnen gar keine U-Bahn gibt…..

    Sie mögen allerdings tatsächlich alles DSDS KAndidaten kennen ( wird dort nicht eine Megakohle an Werbegelder verbraten für Spotschaltungen?? Warum nur? grins), schlechte Musik hören ( was nun wirklich so was von Geschmacksache ist …wir sind doch keine Geschmackspolizei..oder ist es wieder soweit?) und auch nicht wissen, wo Groß-Gerau liegt ( was schade ist, aber scheinbar heute im Bildungssytem immer verbreiteter..), aber eines sind sie alle : KUNDEN ….und zwar von HEUTE und von MORGEN ……..also warum masst Du Dir an Menschen ob Ihres GESCHMACKS abzuqualifizieren…….? Geschmack ist doch immerhin keine extrimistische politische Einstellung, sondern etwas extrem individuelles….oder hat man Dir ob Deines eigenen Geschmackes so zugesetzt, dass Du so daran zu knabbern hast ?

    Ob der SPot in welchem Kino auch immer mit einem lauten Lachen oder gar Schenkelplopfen oder mit einem sympathischen Schmunzler angenommen wird, ist a) wiederum von Person zu Person unterschiedlich und b) ist der Spot ja wohl offensichtlich NICHT als Schenkelklopfer produziert worden, was selbst Du erkannt haben wirst …..

    Es ist doch einfach wunderbar ein solcher nachmittag im Blog :-) )) ….meine Mitarbeiter fragen sich schon, warum ich hier dauergrinsend sitze :-) )

    Also Kopf hoch alle Spot-Gegner ….es kommen auch sicher wieder solche Spots, die Euch gefallen werden ( vielleicht sogar selber von Euch erstellt) …und wer weiss, vielleicht gefallen diese ja sogar dem Publikum ….ich wünsche es ehrlich jedem….

    Wolfgang

  20. soerensen am 1. Juli 2008 um 17:21 Uhr

    Ich wünsche es dir auch, es wird der mehrheit aber wirklich nicht gefallen. das kannst du glauben oder nicht, es wird trotzdem so sein.

    @ spießer

    mario barth ist tatsächlich ganz schlimm, da sind wir uns einig.
    ich finde aber, dieser komiker übertrifft ihn noch.

    “ein sympathischer schmunzler” ist natürlich eine ganz tolle sache.
    wird hierdurch aber mit sicherheit nicht ausgelöst.

  21. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 17:26 Uhr

    Mann, Leute, ich erfahre soeben aus HORIZONT.NET, dass Deutschland beim New York Festival den totalen Reinfall erlebt hat: Rund 90 % (neunzig Prozent!) aller eingereichten Arbeiten wurde nicht mit einem goldenen, silbernen oder bronzenen International Advertising Award ausgezeichnet! Was haben sich die deutschen Agenturen nur gedacht bei Auswahl der eingereichten Arbeiten…?!?

    Kleiner Trost: Deutschland ist aus dem Wettbewerb als erfolgreichste Nation hervorgegangen. ;)

  22. Ex M am 1. Juli 2008 um 17:28 Uhr

    @ Spießer

    Sehe ich nicht so.Auf meiner Niveauskala ist Mario Barth nicht besonders hoch angesiedelt, dann käme erstmal nichts und dann dieser Spot. Ist aber wirklich alles Geschmackssache.
    Ich glaube nur, du liegst daneben, wenn du deinen ganz persönlichen Geschmack kurzum zum Volksgeschmack erklärst.
    Ich glaube, dass ganz viele Menschen da draußen diesen Spot einfach nur saudoof finden.
    Und,

    @ Wolfgang

    … auch, wenn 25.000 Volksbanken diesen Spot übernehmen, bleibt er immer noch doof.

  23. Wolfgang am 1. Juli 2008 um 17:31 Uhr

    @soerensen :

    warum nur bist Du so trotzig und respektierst nicht die Ansicht anderer menschen, einzig Deine Meinung zählt und ist richtig….

    Schau ihn Dir doch mal im Kino mit anderen an und befrage die Zuschauer danach…….und zwar zur Sicherheit bei Dir mit einer neutralen person an der Seite ( lach)….dann könnten wir zumindest ein ganz kleines bisschen repräsentativere Meinungen austauschen….ich war schon bei 3 Vorführungen mit sehr vielen schmunzelnden Besucher, die teils HINTERHER sogar noch über den Spot gesprochen haben ( zufällig mitbekommen).. …….

    ich nehme Dir Deine Meinung ja in keinster Weise … DU findest ihn schlecht ..ok und respektiert ..so what .. DU bist aber auch kaum Zielgruppe …und selbst wenn es so wäre : in der Werbung – insbesonder bei den TV-Spots -gibt es doch seit jeher einen riesigen Streuverlust in der Ansprache ..oder sehe ich auch das falsch ? Da gibt es doch Massen an Untersuchungen oder?

    Auf fröhliches Weiterbloggen :-) ))

    Wolfgang

    und zu Mario Barth : man mag ihn schlimm finden – ist ebenso eine ganz persönliche Sache und ich hab da auch eine eigene Ansicht, aber wenn der Typ im Spot schlimmer ist wie Barth, dann freut es mich, denn das heisst ja in der Konsequenz er wird NOCH erfolgreicher :-) ))))))))

  24. soerensen am 1. Juli 2008 um 17:34 Uhr

    doof und schlecht produziert.

    aber hauptsächlich doof. und kindisch.

    aber man sollte hoffen, dass sie ihn auch noch im fernsehen zeigen. dann bekommen die verantwortlichen wenigstens mit, wie ihnen das ding um die ohren fliegt.

    @ wolfgang

    ich glaube tatsächlich, dass es ein paar menschen gibt, die den spot mögen und drollig finden. lauter sissis und tiiinis nämlich.
    hat mit der ach, so süßen schildkröte zu tun. was anderes sehen und verstehen die gar nicht. meine kleine nichte fände den spot auch große klasse. leider hat sie noch kein konto und interessiert sich mehr für ihren sandkasten als für irgendeine abgeltungssteuer

  25. Jogi am 1. Juli 2008 um 17:37 Uhr

    .

  26. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 17:37 Uhr

    @ Ex M

    “Aus Liebe zur Zufriedenheit”, gelle?! :) :) :)

  27. Wolfgang am 1. Juli 2008 um 17:38 Uhr

    @M 1:

    die Zahl der Banken ist absolut nicht reprentabel für dessen Wirkung , dessen Inhalt oder was man davon hält …da gebe ich Dir vollkommen recht ..das war auch so nicht von mir gemeint,…sorry wenn es so rüberkam……

    Wenn überhaupt steht diese kleine (!) Zahl nur dafür, das 16 Marketingleiter, 16 Werbeleiter und in allen Fällen auch die Mitgleider von 16 Vorständen ( ca. 50 Personen ) diesen Spot ppositiv bewertet haben, dafür aber viele andere “Volksbankler” ihn auch negativ bewertet haben und die allermeisten ihn nicht kennen…, da es nur eine kleine Initiative ist…

    Wolfgang

  28. Ex M am 1. Juli 2008 um 17:39 Uhr

    @ Spießer

    Hm?

  29. soerensen am 1. Juli 2008 um 17:41 Uhr

    @ Spießer

    Aus Liebe zur Zufriedenheit?

    Machst du schon wieder irgendwelche Anspielungen auf die Arbeitgeber der hier Anwesenden “Anonymen”?

  30. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 17:42 Uhr

    @ Ex M

    Ach, nur so. Habe ich gerade in meinen Vortrag aufgenommen, diese geniale Headline. Stammt aus einer Hamburger Agentur und richtet sich an Sissis und Tinis.

  31. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 17:44 Uhr

    @ soerensen

    Was denn? Stammt diese geniale Zeile von Dir? Verrat’ uns doch mal, wo Du arbeitest!

  32. cedric am 1. Juli 2008 um 17:45 Uhr

    Klingt eher nach nem Claim, Alfons.

    (Auch wenn ich die Zeile nicht kenne und nicht gerade genial finde und auch überhaupt nicht verstehe, was dein schlaues Hirn damit verknüpft.)

  33. soerensen am 1. Juli 2008 um 17:47 Uhr

    sorry, “cedric” bin eigentlich ich. habe aus versehen den anderen browser benutzt.

  34. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 17:47 Uhr

    Ah, der liebe cedric ist wieder unter uns! Nicht mehr auf der Flucht…? ;)

  35. soerensen am 1. Juli 2008 um 17:48 Uhr

    Nee, bei so viel Quatsch, der hier verbreitet wird, halte ich es im Erdloch nicht mehr aus ;-)

  36. Cedric am 1. Juli 2008 um 17:50 Uhr

    Nein. Ich bin cedric.
    Und jeder bitte nur ein Kreuz.

  37. Pixel am 1. Juli 2008 um 17:55 Uhr

    Hui, hier gehts ja ganz schön rund.
    Hab mal meinen Kopf aus dem Panzer gestreckt und auf den Spot geklickt.
    Puuuh.
    Was soll man sagen.
    Ich bin hin- und hergerissen zwischen Totlachen und Totschämen.
    Ja, kann man machen für das Budget.
    Aber bitte: der Witz ist ja sowas von flach und der “Schauspieler” unerträglich schlecht.
    Und die größte Frage von allem: Kinowerbung?
    Wer ist denn bitteschön die Zielgruppe der neuen Abgeltungssteuer? Teenies mit Taschengeld? Sicher nicht.
    Für die Generation, die noch Kliby und Caroline lustig finden, ein passender Spot. Aber ob man die im Kino erreicht …

  38. Ex M am 1. Juli 2008 um 17:59 Uhr

    @ Spießer

    Diese Anspielung klingt nach Edeka. Und damit nach Grabarz & Partner. Und damit nach der Agentur, in der der Rechner steht, von dem ich hier gerade schreibe. Ich nehme doch aber mal stark an, dass das ein Zufall ist. Schließlich hast du doch an anderer Stelle mal behauptet, du bist gar nicht in der Lage, von der IP-Adresse auf den Arbeitgeber zu schließen.

  39. Ex M am 1. Juli 2008 um 18:03 Uhr

    @ Spießer

    Volkswagen, meinte ich natürlich. Ändert aber nichts am grundsätzlichen Sachverhalt.

  40. soerensen am 1. Juli 2008 um 18:09 Uhr

    natürlich sieht er das, hat er bei mir damals auch. ja, da hat er gelogen, der spießer. so muss man es knallhart nennen, leugnen ist wohl jetzt zwecklos. (hat er mittlerweile noch einmal bei jemand anderem gemacht, kann ich gerne raussuchen. habe mir damals verkniffen etwas zu sagen)

    jetzt aber mal ne frage: ist das datenschutzrechtlich in ordnung?

  41. Wolfgang am 1. Juli 2008 um 18:12 Uhr

    @Pixel 1 :

    ..nur zum besseren verständnis : der Spot läuft bei einigen der teilnehmenden Banken AUCH im Kino ….nicht bei allen…..und somit ist der Taschengeld-Teenie sicher nicht als Hauptansprache gedacht von den Spot-Nutzern…..

    ach ja noch was zu Kliby & Caroline ( man Du bist aber dann auch scon ganz schön über die ….40, 50 , oder ..???? sonst kennt man das doch nicht mehr )…..

    Da ja alle so sicher sind die jungen Leute zu kennen : es gab in USA auf Comedy Central (! – dort weit bedeutender wie in D ) in 2007 ein Special eines ventriloquisten ( Bauchredners), das zur erfolgreichsten Sendung ever für den Sender wurde und der danach mit der DVD in USA Platin ( = 500.000 units ) gemacht hat und bereits ein zweites , ebenso erfolgreiches TV-Special hatte……..und ähnliches wird es auch bald in D geben meines Wissens nach …..das nur soviel zu Bauchreden und “alt”…. ( siehe auch youtube)

    Wolfgang….

  42. soerensen am 1. Juli 2008 um 18:17 Uhr

    Nichts gegen Bauchreden, aber doch nicht so!

  43. Wolfgang am 1. Juli 2008 um 18:21 Uhr

    @ soerensen:

    da wird ja auch nicht im eigentlichen sinne gebauchredet :-) ))) und es ist ja respektiert, dass du den spot schelcht findest :-) )

    das mit dem bauchreden bezog sich doch spezifisch auf eine Generationenfrage, die Pixel mit seinem Hinweis auf einen Uralt-Bauchredner aus den End-Siebzigern / Anfang 80ern aufgetsellt hat…

    Wolfgang

  44. Sascha Grammel am 1. Juli 2008 um 18:32 Uhr

    Hallo Leute,

    ich bin der “20 Cent-Schauspieler”, der diesen “verkrampft, unsympathisch und nicht lustigen” Werbespot mit “albernem Kaspertheater” zum Leben erweckt hat. :-)

    Ich amüsiere mich königlich über den Versuch uns diesen Spot “schlecht” zu reden. Alleine deshalb hat es sich ja schon gelohnt ihn zu produzieren! :-) )

    Der Witz in dem Spot ist übrigens nicht “alt” und von mir. Und das er “funktioniert”, weiß ich zufällig, da er Bestandteil meiner Bühnendarbietung ist, die ich schon seit Jahren vorführe. Egal ob ich vor 300 Zuschauern im Varieté oder vor 6000 Zuschauern in der Ostseehalle Kiel auftrete….
    Die Zuschauer lachen!

    Vielleicht funktioniert der Witz ja so isoliert im Spot nicht ganz so gut wie in meiner Darbietung. Ist halt ein anderer Kontext. Aber die positiven Rückmeldungen bestätigen den Erfolg des Spots. Da brauchen wir nicht drüber reden. Basta!

    Und das meine Arbeit kein “albernes Kaspertheater” und auch noch sinnvoll ist, weiß ich spätestens seit meiner monatlichen Benefizshow. Die Show ist jeden Monat ausverkauft und ich konnte dadurch bereits 12.686,- Euro an gemeinnützige Einrichtungen spenden.

    Weitere Infos unter: http://www.lachentutgutes.de

    Und jetzt lasst uns diese zeitraubende, unsinnige und subjektive Diskussion beenden und wieder was sinnvolles tun!

    Schönen Tag noch
    Sascha Grammel

  45. Pixel am 1. Juli 2008 um 18:58 Uhr

    Bin genau 30 (zumindest die nächsten paar Wochen noch) und kenne Kliby und Caroline von früher – und fand das auch tierisch lustig. Genau wie den tschechischen Bauchredner, der sogar rauchen und trinken konnte und dabei immer noch seine Puppe singen lassen konnte.
    Aber ich hab letztes Jahr meinem geschätzen Texterkollegen aus gemeinsamer Sentimentalität eine Kliby-CD geschenkt.
    Und wir waren beide geschockt.
    Wir konnten über die Witze nicht mehr lachen. (Obwohl es doch alles neue Geschichten mit Kliby und seinem Esel waren und wir uns so auf das Gefühl von damals gefreut haben).

    Und ebenso erging es mir bei dem Spot.

    Ich weiß aber, dass mein Vater (Alter: 55) den Spot mit Sicherheit herrlich finden würde – und der gehört mit Sicherheit zur Zielgruppe.

    Mir ging es nur um die Wahl des Mediums Kino.
    Denn gegen Bauchreden hab ich nix!
    Das hier zum Beispiel finde ich extrem cool (Achmed the Dead Terrorist):
    http://de.youtube.com/watch?v=1uwOL4rB-go

  46. M. am 1. Juli 2008 um 20:20 Uhr

    Diese Front, die hier zwischen “hochnäsigen/realitätsfremden Werbern” und “einfachen Leuten” aufgemacht werden soll, erschließt sich mir nicht ganz… und damit auch erst recht nicht die Schadenfreude der Verantwortlichen für dieses Spot-Machwerk.

    Erfolg bei Dorf-Massen (ob es den tatsächlich gibt, sei mal dahingestellt) rechtfertigt noch lange keine “Kreation” auf Niedrigstniveau. Wie ging der alte Sponti-Spruch? “Fresst mehr Scheiße, Millionen Fliegen können nicht irren”?

    Wir sind hier in einem Fachblog. Oder, kurz gesagt: wenn nicht WIR uns Gedanken um die Qualität von Werbung machen, wer soll es dann tun? Natürlich ist Humor immer Geschmackssache, aber diese Spots sind derart amateurhaft inszeniert und so bemüht, dass sie für das Markenimage auch einer Volksbank einfach nur Gift sind. Und wenn alle YouTube-User der Welt sich vor Lachen darüber nur ausschütten.

    Alfons, gerade deinen Reden ist doch immer zu entnehmen, dass der Zweck nie die Mittel heiligen darf…? Das gilt doch wohl nicht nur, wenn der Zweck “Aufmerksamkeit” ist, sondern auch, wenn es um “Gefallen” bzw. “Beliebtheit” geht.

  47. Ex M am 1. Juli 2008 um 21:57 Uhr

    @ Sascha

    Okay, das mit dem “alten Witz” nehme ich hiermit zurück.
    Kann sogar sein, dass mir ein Schmunzeln um die Mundwinkel schleichen würde, sollte ich mal zufällig in einer deiner Vorstellungen landen. Das heißt doch aber noch lange nicht, dass man einen Bauchredner, seine Puppe und seinen Witz einfach von der Bühne vor die kamera schicken muss und fertig ist der gute Spot für die Volksbank. Ist er eben nicht. Wirklich wirklich wirklich nicht.

    Es ist ein amateurhafter Spot. Das ist ja auch nicht schlimm. Wenn einem der dann aber als Paradebeispiel für total tolle volkstümliche Werbung präsentiert wird, die so geil ist, dass hauptberufliche Werber nie auf so was kommen würden, gibt’s nun mal Gegenfeuer.

    Dafür kann aber bestimmt keiner der Leute, die euren Spot hier so angegangen sind, Bauchrednen. Es würde allerdings auch keiner auf eine Bühne gehen und es probieren.

  48. Sascha Grammel am 1. Juli 2008 um 22:36 Uhr

    @Pixel 1

    Na jetzt wird es ja langsam wieder etwas sachlicher. Das freut mich! Da haben wir beide fast ein Alter. :-) Mir sind Kliby und Caroline auch zu “altbacken” und ich dachte immer, das ich mit meinen Puppen und meinen Texten viel moderner bin. :-)

    Interessant, das der Spot bei Dir so gar nicht wirkt. Mich würde ja mal interessieren, was Du von meinen Darbietungen hältst! Schau doch mal hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=j01-Q9m8B3E
    Gruß Sascha

    @M1

    Ich finde DEINE Antworten immer etwas hart formuliert. Warum schreibst Du so böse? Und wenn Du schon so persönlich wirst, dann schreib doch auch mal Deinen vollen Namen unter Deine Texte. Oder hast Du was zu verbergen? Wo und für wen arbeitest Du denn?

    Mir ist auch klar, das man mit mehr Zeit und mehr Geld eine wesentlich aufwendigere und noch besser inszenierte Produktion hätte auf die Beine stellen können. Aber das war nun mal nicht der Fall. Wir haben in kürzester Zeit, auf charmante Art den Spot umgesetzt. Und die Banken und auch wir sind stolz auf das Ergebnis. Auch wenn es in Deinen Augen laienhaft ist. Vielleicht ist es das ja sogar. Aber vielleicht mögen die Menschen da draußen auch keine gekünstelte Werbung mehr sehen, die Millionen kostet und am Ende die Menschen nicht mehr wirklich anspricht. Vielleicht ist ja gerade das auch das Geheimnis, weshalb die Menschen den Spot mögen!? Und das es in der Zielgruppe funktioniert, wissen wir. Das brauchst Du nicht immer wieder anzweifeln. Wir bekommen ja ständig positive Rückmeldungen!

    Ich hätte ja gerne mal gesehen, wie Du in der selben Zeit, mit den selben finanziellen Mitteln eine bessere “Kreation” umgesetzt hättest. Wenn Du darin “besser” bist, dann ist das doch prima! Dann lass uns doch bei der nächsten Produktion mal zusammen arbeiten. Wir greifen gerne auf Dein Know-How zurück! :-)

    “Wir sind hier in einem Fachblog.” Da musste ich etwas lachen. Sorry. Dafür, dass dies hier eine “fachliche” Diskussion sein soll, bist Du viel zu emotional und persönlich. Ich vermisse hier leider die fachlichen Kommentare! Jeder wird gleich von Dir angegriffen. Was haben wir Dir denn getan?

    Wir haben einen Spot produziert, der Dir nicht gefällt. Ok. Aber warum gefällt er Dir nicht? Was hätte man anders/besser machen können? Du schreibst ja nicht mal in einer “Fachsprache”. Alles ist so zwischen Tür und Angel formuliert und es fehlt die konstruktive Kritik.

    Vielleicht kommt die ja noch. Das würde mich sehr freuen. Ich bin gespannt!

    Gruß
    Sascha Grammel

  49. Spießer Alfons am 2. Juli 2008 um 06:42 Uhr

    @ Sascha Grammel

    Du bist richtig gut – nicht nur als Bauchredner! ;) Du hast die Schwachstelle des Kritikers exakt auf den Punkt erkannt. Darum hast Du auch Erfolg – auf der Theater- genauso wie auf der Werbebühne, wo viele den Pfau spielen, in Wahrheit aber zu den Enten gehören. Enten können zwar schwimmen, tauchen und fliegen – aber kein Mensch kauft Enteneier. Und darum quaken diese Enten immer laut und watscheln in der Werbung so vor sich hin. :)

  50. Sascha Grammel am 2. Juli 2008 um 09:36 Uhr

    @Spießer Alfons

    Danke für die freundlichen Worte! Das ist ein schönes Schlusswort wie ich finde. :-)

    Sascha Grammel

  51. M. am 2. Juli 2008 um 10:29 Uhr

    @ Herr Grammel: Es gibt hier zwei Ms, diese haben sie in Ihrer letzten Replik vermischt. Von mir war nur die letzte Kritik, auf deren “fachlichen” Gehalt ich bestehe: ganz gleich, wie “volkstümlich” der Spot sein mag, auf Markenwerte wie Kompetenz, Seriosität und Sicherheit wirkt er mit Sicherheit wie Gift. Und diese Werte sind vielleicht nicht ganz irrelevant, wo es doch um ein Finanzprodukt geht.

    @ Spießer: Ich hatte eine ganz konkrete Frage, kriege ich eine Antwort? Warum ist plötzlich alles legitim, gleich welcher Qualität, so lange es beim Volke ankommt? Werbung, die blind nach Aufmerksamkeit giert, wird von dir doch immer mit dem hübschen Vergleich gebrandmarkt: “Ich kann mich auch auf die Straße hocken und ein Häuflein hinterlassen, das sorgt auch für Aufmerksamkeit, ist aber nicht gut.” Dieser Spot ist doch quasi das Äquivalent dazu, nur dass es hier um “Beliebtheit” geht – warum wird er von dir nun aber mit Applaus empfangen?

  52. Spießer Alfons am 2. Juli 2008 um 10:40 Uhr

    @ M.

    Es ist, wie so vieles im Leben: Der eine sieht es so, der andere anders. Und der Pfau guckt auf das Huhn von oben herab. Das Ei des Huhnes jedoch verkauft sich besser als die Feder des Pfaus, die nur eitle Menschen am Hute tragen.

    Ist diese Antwort “konkret” genug…?

    “Werbung, die blind nach Aufmerksamkeit giert”, ist was völlig anderes. Da bleibe ich bei meiner Meinung, die Du zitiert hast und damit zeigst, dass Du ein sehr aufmerksamer Leser bist. ;)

    Natürlich wollte ich mit meinem Beitrag auch ein bisschen provozieren. Aber ich bleibe dabei: Für die Volksbank, die, wie der Name schon sagt, eine Bank für das Volk ist, ist ein volkstümlicher Spot mit Witz und Freundlichkeit besser, als hätte die Volksbank einen Spot wie “Wind” gedreht, den die meisten Menschen nicht sofort verstanden hätten. Bevor Du mir widersprichst: Das ist die überhebliche und völlig unmaßgebliche Meinung eines Spießers.

  53. Pixel am 2. Juli 2008 um 10:52 Uhr

    @ Sascha

    Live und ohne Publikum geschauspielert sind halt immer noch zwei Paar Schuh. Ich bin mir sicher, dass ich mich bei einer deiner Vorstellungen wunderbar amüsieren könnte.

    Aber im Volksbank-Spot kommst du für mich einfach hölzern und leider auch total unwitzig rüber.

    Ob da Drehbuch, Regie oder Budget Schuld haben, oder ob du einfach eher für die Bühne als für die Kamera gemacht bist, kann und will ich jetzt nicht näher drüber fachsimpeln.
    Das musst du für dich selbst entscheiden, bzw. aus der Masse der Meinungen die entsprechenden Schlüsse ziehen.

  54. Sascha Grammel am 2. Juli 2008 um 15:16 Uhr

    Hallo Pixel und hallo M,

    leider kenne ich immer noch nicht eure richtigen Namen. Ihr werdet wissen warum ihr sie hier nicht nennen wollt…

    Das war ja jetzt schon wesentlich sachlicher! Danke für eure Kritik! Könntet ihr mir mal nen Link zu ein/zwei Spots geben, die ihr produziert habt!? Ich bin ja jetzt schon neugierig geworden, welche Maßstäbe ihr selber setzt. Da ihr ja beide Profis auf dem Gebiet seid, dürfte das ja kein Problem sein. Ihr werdet sicher alle Nase lang neue Spots produzieren…

    Freu mich auf die Links. Und bitte von Produktionen unter 10.000,- Euro!

    Gruß
    Sascha Grammel

  55. Peter am 2. Juli 2008 um 16:53 Uhr

    @ Sascha – *lach* – Genau das werden sie nicht tun! Du musst nämlich wissen, wir Werbekreaturen zeigen zwar gern dicke Backen, aber wenn wir unsere Hose herunterlassen sollen, dann kneifen wir die Backen lieber zusammen. Aus gutem Grund: In der eigenen Hose hängen nämlich nur mickrige kleine Eier. Die haben wir uns allerdings vergolden lassen, weshalb sie teurer sind als lächerliche 10.000 Euronen. Will sagen: Wir reden uns nur heiß über fremde Arbeiten, den eigenen Verkaufsfolder, die vielen Schweinebauchanzeigen und den sonstigen Müll, den wir so tagein, tagaus für viel Schotter produzieren (müssen!), den machen wir nur nachts und zeigen ihn niemandem, nicht mal den eigenen Kollegen. Und bei den großen Sachen, da waren wir natürlich alle voll dabei — im Team, verstehst Du. An einer Gold-Idee haben 99 Leute mitgewirkt. Darum ist das verständlicherweise auch nicht unter 10.000 Euronen zu machen, weil ja schon die Reisekosten vom Location-Scout weitaus höher zu Buche schlagen. Du musst wissen: Wir sind Professionelle, die sich gern einfliegen lassen. (Nein, mit dem Betriebsrat von VW haben wir nichts zu tun!) Wir drehen unsere Spots nicht in Kreuzberg, sondern in Südafrika. Wegen des Lichts dort, weißt Du. Und dem Kunden rechnen wir vor, dass es in Afrika sehr viel kostengünstiger ist als in Deutschland, wo die Teuerungsrate sehr hoch ist. Hier kann man eben nur Kasperletheater mit Bauchrednern machen ;)

    Ja, ich kann prima Possen reißen über mich und meine Kollegen. :) Dafür erzähle ich ja auch niemandem, dass ich in der Werbung arbeite. Meine Nachbarn denken immer noch, dass ich als Freelance-Schuhputzer im Marketing einer Firma hier in Berlin tätig bin – was ja im übertragenen Sinne auch richtig ist. ;) Im vergangenen Jahr hat der Spießer eine Anzeige von mir aufgespießt. Du lieber Himmel, war ich froh, dass nicht mal meine Frau ahnt, dass ich diese Anzeige verbrochen habe! Ihr Bruder ist nämlich Mitglied im Club der Artdirektoren. Und wenn sie das gewusst und es meinem Schwager erzählt hätte – uiiieeehhh, wäre das peinsam!

    So, nun muss ich wieder Schuhe putzen. Habe die Ehre – - -

  56. wolfgang am 2. Juli 2008 um 17:00 Uhr

    @ Peter :

    Lieber Peter,

    grosses Kompliment – habe selten jemand so herrlich ironisch schreiben erlebt wie Dich heute. Einfach köstlich, wunderbar und sicherlich mit viel wahrem Gehalt darin.

    Das zeugt für mich von einer wirklich anerkennenswerten persönlichen Grösse – Chapeau !

    LG Wolfgang

  57. Ex M am 2. Juli 2008 um 17:45 Uhr

    @ Sascha
    Lass doch einfach mal gut sein. Dein Spot wurde in einem Blogbeitrag veröffentlicht und bekommt deshalb Kommentare. Weil es ein schlechter Spot ist, bekommt er überwiegend negative Kommentare. Und weil es hier die Möglichkeit gibt, anonym Kommentare abzugeben, nehmen Leute diese Möglichkeit gern wahr.
    Es bringt hier keinem was, wenn du oder andere hier genüsslich auseinandernehmen, was für einen Scheiß ICH in meinem Werberleben schon verbrochen habe. Das reicht, das ich das selbst weiß, ich weiß auch die Gründe in jedem einzelnen Fall dafür und versuche, es beim nächsten Mal besser zu machen. Anstatt mir und anderen all den Mist noch schönzureden.

    Wenn du es beim nächsten Mal besser machen willst, ein Tipp: Wenn dir jemand sagt, man kann super Spots für unter 10.000 Euro machen, sei skeptisch.

    @ Peter
    Hat dich denn dein Papi gezwungen in die Werbung zu gehen? Liest sich ein bisschen so. Noch ist es nicht zu spät, Schuhputzer zu werden.

  58. Peter am 2. Juli 2008 um 17:50 Uhr

    @ exM – *schnüff* – es ist wirklich so: Mein Paps hat mich gezwungen. Ihm gehört nämlich die Agency. Und er sagt, wenn ich nicht ganz unten anfange (also bei den Schuhen), dann werde ich niemals Head vom Janzen. Sagt mein Paps. Also mach ich weiter so wie bisher. Und nächsten Monat werde ich 26, da denke ich, dass mein Paps mich an meinem Geburtstag zum CEO macht “froi*

  59. Pixel am 2. Juli 2008 um 18:08 Uhr

    @ Ex. M.
    Danke, meine Worte.

    @ Sascha
    Siehe Ex M 2. Juli 2008 (17:45 Uhr)

    ;-)

  60. Peter am 2. Juli 2008 um 18:51 Uhr

    Ist es nicht wunderschön, dass zwei Werber einer Meinung sind! Und ExM erzählt uns jetzt noch, wer ihn gezwungen hat, den ganzen “Scheiß” in seiner Agentur zu machen. Lass mich raten: Du warst jung damals und brauchtest das Geld!!! ;)

    So, nun gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen. Warten wir mal aufs nächste Thema hier im Blog. Muss ja nicht wieder ein Bauchredner sein. Mich würde interessieren: Warum stößt Werbung draußen im Lande zunehmend auf Ablehnung? (An Sascha kanns ja nicht liegen, wenn man dem Banker glauben kann.)

    Macht’s gut, ich machs auf jeden Fall besser. Denn ich geh jetzt raus, ne Molle zischen!

  61. M. am 2. Juli 2008 um 21:37 Uhr

    Fein, dass du weisst, wie wir Werber alle so ticken, Peter. Wie groß unsere Eier, wie schlecht unsere realen Arbeiten sind. Und fein, dass du beschließt, hier gäbe es nichts mehr zu sagen. Wie war das? Man soll nicht von sich selbst auf andere schließen…?

    Herr Grammel, ich bin hier anonym unterwegs, weil ich hier ganz unbefangen MEINE Meinungen verkünden können möchte. Die decken sich vielleicht ab und an nicht mit denen meines Arbeitgebers. Und Problemen, die daraus entstehen könnten, möchte ich einfach lieber aus dem Wege gehen. Verständlich? Zu allem weiteren: siehe den letzten Kommentar von Ex-M.

    Und noch mal @ Spießer: es mag durchaus sein, dass sich Hühnereier besser verkaufen als Pfauenfedern. Das habe ich nie bestritten. Ich bestreite “nur”, dass dies GRUNDSÄTZLICH etwas gutes sein soll. Zum einen bin ich durchaus der Meinung, dass wir als Werber auch so etwas wie eine “ethische Verantwortung” haben – wir geben schließlich einem großen Teil der Bevölkerung einen großen Teil seines Bild- und Wort-Arsenals und sind, verdammt noch mal, mit Schuld, wenn Niveau und Schamgrenzen sinken. Deshalb MÜSSEN wir Wert auf gewisse Qualitätsstandards legen – und meine Ablehnung pseudo-lustigen Werbemülls schließt eine Menge professionellen Materials mit ein, keine Sorge. Zum anderen aber, und hier wird es konkreter: es ist doch nicht immer der reine Verkauf, der zählt. Es gibt doch auch so etwas wie Markenwerte, die gepflegt werden müssen.

    Um es mal ganz einfach auszudrücken: Vielleicht sollte die Volksbank nächstes Mal einfach mit nackten Frauen oder, besser noch, rassistischen Witzen werben. Das würde bei vielen Leuten da draußen bestimmt auch gut ankommen. Wäre das damit also gute Werbung?? Wenn wir nur den Maßstab der Beliebtheit im Volk anlegen, ein klares Ja…?!

  62. Spießer Alfons am 2. Juli 2008 um 21:55 Uhr

    @ M.

    Der nette Volksbank-Spot und Dein giftiger Kommentar dazu veranlassen mich zu etwas, was überhaupt nicht meine Art ist: Ich passe vor soviel Borniertheit. Du tust wirklich gut daran, Deinen Namen zu verschweigen!

  63. M. am 3. Juli 2008 um 02:35 Uhr

    Öh… Borniertheit? Giftiger Kommentar? Das irritiert mich nun ein wenig. Weder habe ich unter die Gürtellinie gepeilt, noch jemanden persönlich angegriffen, noch Fragen gestellt, die nicht beantwortbar wären.

    Ich frage doch nur danach, warum deine Argumentationen, die du sonst (bei bemüht “kreativen” Werbe-Auswüchsen) gerne anbringst – und die ich übrigens gemeinhin sehr schätze bzw. denen ich oft zustimme – hier scheinbar nicht mehr gelten sollen. Was der Masse gefällt, ist gut – so habe ich deine Ausführungen hier, zusammengefasst, verstanden. Liege ich da falsch? Dann kläre mich auf. Liege ich da richtig – dann sage mir, warum das auf einmal so sein soll.

    Und dann sag mir, wo du hier Borniertheit und Giftigkeit entdeckst. Falls du das nicht kannst, nehme ich an, dass dir nur einfach die Argumente ausgehen und du versuchst, kritische Stimmen durch Herabwürdigung zu, äh, diskreditieren. Das fände ich schade…

  64. Spießer Alfons am 3. Juli 2008 um 06:50 Uhr

    @ M.

    Wo ist bei dieser Werbung eine “Schamgrenze” gesunken? Welchen “Werbemüll” meinst Du? Was soll dieser giftige Seitenhieb mit “rassistischen Witzen”? Du redest von “ethischer Verantwortung” und weißt offensichtlich nicht, das das ist.

    Ich unterstreiche noch einmal meinen oben stehenden Beitrag.

  65. soerensen am 3. Juli 2008 um 10:19 Uhr

    @Spießer

    Jeder dritte deiner Kommentare ist giftiger. Außerdem ist dieser Spot absoluter “Werbemüll”. Jeder normale Mensch, ob Werber oder nicht, erkennt das. Macht doch mal eine Umfrage auf Horizont.de

    Ich wette, 70% würden das als “Werbemüll” und schädlich für die Volksbank bezeichnen. Ich wette 50 Euro für einen guten Zweck! Wer schließt sich an?

  66. Ex M am 3. Juli 2008 um 10:35 Uhr

    @ soerensen

    Ich schließe mich an. 50 Euro von mir.

  67. Stefan Gerhardt am 3. Juli 2008 um 11:13 Uhr

    Hallo, ich bin der von der Groß-Gerauer Volksbank.

    Das Thema wird hier ja ganz schön „aufgeblasen“, solange wird hier ja normalerweise nicht mal bei ernsthaft „werbeweltbewegenden“ Themen gebloggt … dann halt auch von mir ein paar ergänzende Zeilen:
    Wir haben wie alle anderen beteiligten Häuser den Spot als einen Teil einer riesigen Gesamtmaßnahme zum nahenden und auch für den Kunden sicherlich nicht allzu spannenden Thema Abgeltungssteuer realisiert. Zunächst mit acht weiteren Volksbanken und auch mit dem Hintergrund, dass der Künstler Sascha Grammel in deren jeweiligen Geschäftsgebiet durch diverse und sehr erfolgreiche Auftritte bei Infotainmentveranstaltungen vielen Kunden vor Ort bekannt ist.
    Eingesetzt wird der Spot (neben den kleinen „Provinzkinos“) u.a. im Internetauftritt der jeweiligen Bank und auf PC-Säulen — aber auch und gerade in den vielen Veranstaltungen in Gasthäusern, Kunden- und Sporthallen, in denen wir als Bank unsere große Kompetenz zu dem Thema Abgeltungssteuer aufzeigen dürfen.
    Und dort sind die Leute froh, nach allerlei Theorie einen spaßigen Abschluss der Informationsveranstaltung in Form des kurzen Spot geboten zu bekommen. Sicher nicht zum Schenkelklopfen aber als sympathische Botschaft, dass es Zeit wird, sich dem Thema Abgeltungssteuer näher und kurzfristig zu widmen. Das es sich um einen Selbstmordversuch der Marke „Volksbank“ (@soerensen) handelt, wage ich zu bezweifeln.

    Soviel dazu — und die Kirche immer schön im Dorf lassen;-))

  68. Ex M am 3. Juli 2008 um 11:41 Uhr

    @ Stefan Gerhardt

    Das leuchtet ein. Ich verstehe jetzt auch einiges mehr zum Hintergrund. Zum Abschluss einer Informationsveranstaltung mag der Spot als Auflockerung ja sogar funktionieren. Nach einem 2-Stunden-Vortrag über die Abgeltungssteuer wäre ich wahrscheinlich auch ganz dankbar über einen Bauchredner und ein Witzchen.

    Der amateurhafte Spot, der dann ja wohl auch gar nicht für die ganz große Bühne gedacht und gemacht war, stößt hier aber auf so heftige Reaktionen, weil Spießer Alfons ihn mit großem Trara als Paradebeispiel dafür hingestellt, wie toll Werbung sein kann, wenn die verdorbenen medaillengeilen und abgehobenen Werbeprofis endlich mal nicht ihre Finger im Spiel haben. Dass die Werbeprofis das ungern auf sich sitzen lassen, ist wohl verständlich.

    Das hat nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern damit, dass der Spot, wenn man ihn mit den normalen Maßstäben für TV- oder Kinowerbung misst, eben wirklich nicht gut ist.

  69. ramses101 am 3. Juli 2008 um 12:24 Uhr

    Was heißt schon “gut”? Das liegt ja dann immer noch im Ermessen des Betrachters. Wenn der Kik-Spot Leute in den Laden treibt, ist er auch “gut”, so scheiße er auch sein mag. Und was sind bitte die “normalen Maßstäbe für TV- und Kinowerbung”? Milchschnitte? Maggi Sonntagssuppe? Gilette Fusion? Alle besser produziert, aber sind sie wirklich besser? Don’t think so.

    Dass man für unter 100 000 keinen ordentlichen Spot produzieren könnte, halte ich übrigens für Unsinn. Man muss sich halt etwas anstrengen. Spontan fällt mir das hier als Beispiel ein:

    http://blindtextblog.blogspot......legen.html

    Und auch Sullivan nennt in Whipple genug Beispiele für großartige Spots mit kleinem Budget.

  70. Ex M am 3. Juli 2008 um 14:08 Uhr

    @ ramses101

    Klar. Alles ist relativ. Es gibt auch Menschen, die Musik von Pur oder Filme mit Peter-Alexander gut finden. Von denen lass ich mir aber dann aber genauso ungern erzählen, dass sie den ultimativen und allgemeingültigen Geschmack hätten. Und was Kik angeht: Da passen die trashigen Spots wenigstens zur Marke. Gut macht sie das trotzdem noch lange nicht, auch wenn Milliarden Menschen in die Läden strömen würden.

    Bei der Zahl ist eine Nul zuviel. Es war die Rede von unter 10.000, nicht 100.000. Tut aber auch nichts zur Sache, denn ich habe nicht gesagt, dass man für wenig Geld keinen guten Spot machen KANN (der, den du verlinkt hast, ist wirklich ganz großes Kino) , sondern dass man erstmal skeptisch sein sollte.
    Wenn jemand kommt, und sagt, dass er das ganze teure “Brimborium”, das man normalerweise so betreibt um (wohlgemerkt: gute) Werbung zu machen (Anständig bezahlte Agentur für anständige Ideenentwicklung, Filmproduktion, Regisseur, Schauspieler, die Geld kosten …) überhaupt nicht braucht, wäre ich wie gesagt: erstmal skeptisch.

    Und das Resultat in diesem Falle ist eben nicht gut.

    Selbstverständlich ist Gilette Fusion und Milchschnitte auch nicht gut. Was nur beweist, dass man mit vielGeld ebenfalls den letzten Dreck machen kann. Aber darum geht es ja hier nicht. Hier geht es darum, dass der Spot vielleicht als Abschlussgag einer Infoveranstaltung noch so durchgeht. Aber als TV- oder Kinospot nicht (soviel zu den “normalen Maßstäben”, nach denen du fragst). Und dass das in diesem Falle (auch) am Budget liegt.

  71. Ex M am 3. Juli 2008 um 14:24 Uhr

    @ ramses 101

    Moment – Milchschnitte, sind das nicht die Klitschko-Brüder? Die sind natürlich großartig.

  72. ramses101 am 3. Juli 2008 um 14:33 Uhr

    Über Geschmack brauchen wir nicht zu streiten, denn Geschmack kann man nicht messen. Aber darum geht es mir auch nicht. Erzählt Mario Barth gute Witze? Meiner Meinung nach nicht. Macht er einen guten Job? Zweifellos, immerhin kriegt er jede scheiß Halle gefüllt. Würde der Kik-Spot also die Läden mit Menschenmassen füllen, dann wäre er gut. Nicht für Dich, nicht für mich, aber für die Kik-Firmenkasse.

  73. ramses101 am 3. Juli 2008 um 14:34 Uhr

    Nee. ich mein die beiden Hühner von denen eine die Ingredients in den Kühlschrank packt und Milchschnitte draus wird.

  74. soerensen am 3. Juli 2008 um 14:37 Uhr

    hier wird aber gerade eine kreationsfrage diskutiert und keine marketingfrage, oder?

    aber:

    kik ist einfach so saubillig, deshalb rennen ihnen viele menschen, die wenig geld zur verfügung haben, die bude ein.

    die könnten auch 30 sekunden erfolgreich ihre preise einblenden.

    für die volksbank, die milchschnitte und und und gelten immer andere, meist sehr individuelle regeln.

  75. Ex M am 3. Juli 2008 um 14:41 Uhr

    @ ramses101

    Einverstanden mit dem Mario Barth Beispiel.
    Aber was genau wilst du damit in Bezug auf diesen Bauchredner-Spot sagen?
    Dass du ihn nicht gut findest, aber dass er in der Zielgruppe gut funktioniert? Dass er einen guten Job macht?
    Wenn ja, woher willst du das wissen?

  76. Ex M am 3. Juli 2008 um 14:42 Uhr

    @ ramses101

    Oh, der Miclhschnittenspot, stimmt, grauenhaft.

  77. ramses101 am 3. Juli 2008 um 14:57 Uhr

    @soerensen: Weiß ich eben nicht. Hier wurde der Spot halt als schlecht abgetan und das wurde auf die Kreation geschoben. Eine Trennung zwischen Machart und Ergebnis hab ich nicht erkennen können. Und zu den Regeln, die für die einzelnen Segmente gelten: Was soll man mit Regeln noch mal machen? ;-)

    @Ex M: Ich hab keine Ahnung, ob er funktioniert. Woher auch. Genau so wenig wie das die Kritiker wissen können. Ich sag ja auch nicht, dass ich ihn gut finde, ich sage nur, dass es zur Bewertung dazugehört. Das gilt natürlich genauso für eine positive Bewerbung.

  78. soerensen am 3. Juli 2008 um 15:06 Uhr

    @ ramses

    Wegwerfen :-)

  79. Ex M am 3. Juli 2008 um 15:09 Uhr

    @ ramses101

    Du findest den Spot also nicht gut und weißt auch nicht, ob er funktioniert und es stört dich aber, dass der Spot hier als schlecht abgetan wurde? Was genau ist eigentlich dein Standpunkt?

  80. ramses101 am 3. Juli 2008 um 15:52 Uhr

    @Ex M: Meinen Standpunkt hab ich doch oben beschrieben. Gut oder schlecht ist zunächst mal Geschmackssache. Wenn ich etwas schlecht finde, heißt das noch lange nicht, dass es auch schlecht ist. Wenn Dinge fachlich schlecht sind müsste man sie auch benennen können.

    Aus meiner Sicht schlecht ist zum Beispiel, dass der Spot mich völlig allein lässt: Die Abgeltungssteuer kommt und frisst 25% meiner Kapitalerträge. Ja super. Und? Wie will die Volksbank das ändern? Wenn keine einzigartigen Volksbanklösungen benannt werden, merk ich mir halt den Termin und geh rechtzeitig zu meiner Hausbank.

ivw