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Spießer Alfons: Mit Design auf den Hund gekommen

1. Juli 2008
von

Dalmatiner.jpgDer Flyer von Amplifon ist vierseitig, aber die erste Seite sagt eigentlich alles, und zwar Folgendes: Hier handelt es sich um ein Hörgerät, das keiner sieht! Da fragen wir uns doch: Wenn wir das Hörgerät nicht sehen — wie finden wir es dann überhaupt…?

Antwort: Wir brauchen dazu einen Hund. Genauer: Dalmatiner. Denn das Hörgerät ist gar nicht für uns Menschenkinder gedacht, sondern für unseren vierbeinigen Freund, den gefleckten! Und der bekommt das Hörgerät aufs Fell geklebt, so dass man es zwischen der Musterung so gut wie nicht sieht, weshalb es unsichtbar ist. Jedenfalls quasi.

Aber das Hörgerät von Amplifon hat noch etwas: Es ist ein „Design-Hörgerät“! Womit wir bei einem alten Lieblingsthema von Spießer Alfons sind, nämlich den so genannten „Design-Produkten“.

Frage an die verehrte Lesergemeinde: Welches industrielle Produkt ist kein Design-Produkt…?

Design, das bedeutet: Entwurf, Skizze, Modell. Und für jedes Produkt, das wir im Laden kaufen können, ist ein Entwurf Design vorausgegangen. Selbst wenn es sich bei dem Produkt um eine Kopie handelt, so hat das Original dafür Design Modell gestanden. Beim Design-Keks genauso wie bei der Designer-Unterhose.

Also, liebe Konsumpoeten: Lasst doch die Faselei mit der Design-Stereo-Anlage, der Designer-Jeans und dem Design-Hörgerät! Notabene, was der alte Shakespeare schon auf der Bühne gesagt hat, nämlich: Design oder Nicht-Design — das ist keine Frage!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Mit Design auf den Hund gekommen ”

  1. ramses101 am 1. Juli 2008 um 15:23 Uhr

    Bleibt die Frage, was mir ein super Design bringt, wenn ich es eh nicht sehen kann. Irgendwie eliminiert da ein Benefit den anderen.

  2. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 15:31 Uhr

    @ ramses101

    Genau ;) ! Das geht mir mit meiner Designer-Unterhose übrigens ähnlich: Keiner sieht, was darinnen steht, nämlich: Calvin Klein!

  3. Tom K. Lauer am 1. Juli 2008 um 16:08 Uhr

    Dann läuft was falsch mit Deinem Sexleben, Alfons.

  4. Spießer Alfons am 1. Juli 2008 um 16:13 Uhr

    @ Tom K. Lauer

    Du irrst. Es kommt nicht darauf an, was auf dem Label steht ;)

  5. Tom am 1. Juli 2008 um 16:23 Uhr

    Allerdings: Wenn ich nach Objekten suche, deren Gestaltung vulgo Schönheit mir näher am Herzen liegt als die Funktionalität, dann hilft mir der gescholtene Begriff “Design” ganz gut. Ich hätte auch grad kein Synonym parat für den Designersessel oder die -jeans.

  6. Spießer Alfons am 2. Juli 2008 um 07:23 Uhr

    @ Tom

    Da hilft nur eines: der Name des Designers! Also: Sessel, designed by Philippe Starck. Und: Jeans, designed by Brenninkmeijer! :) Selbst, wenn der Name des Designers unbekannt ist: Er macht das Produkt zum “Design-Produkt”.

ivw