Spießer Alfons: Post an Wagner (9)
Lieber Gossen-Goethe!
Wenn Spießer Alfons Sie als „Lieber“ Gossen-Goethe anschreibt, dann bedeutet das nicht, dass Alfons Sie lieb hat. Für den Spießer sind einfach alle Menschen lieb, bevor einer ihm das Gegenteil beweist. Und Sie, lieber Gossen-Goethe, haben schon bewiesen, dass Sie durchaus liebenswerte Kommentare schreiben können, weshalb der Spießer glaubt, dass Sie im tiefsten Innern Ihrer Seele durchaus lieb sind, dieses aber in BILD nicht immer zeigen wollen, weil Sie damit Ihr Image gefährden würden. Stimmt’s?
Setzt man in einer brieflichen Anrede das Adjektiv „lieber“ vor einen Namen, dann bedeutet das, dass man die Person persönlich schätzt, deren Zuneigung besitzen möchte. Wie die der lieben Mutter, des lieben Vaters, des lieben Freundes und des lieben Gottes.
Nicht angebracht ist das Wörtchen „lieber“ hingegen bei Personen, die weder edel, noch freundlich, gut, herzlich, nett oder liebenswürdig sind. Wie zum Beispiel Dr. Roger Kusch, den Sie in einem Atemzug als „Lieber“ bezeichnen und als „Dr. Tod“. Und dem Sie mitteilen: „Sie sind mir widerlich wie eine verdorbene Speise. Ich muss kotzen.“
Was das Kotzen betrifft und Ihren übrigen Kommentar, stimmt Spießer Alfons Ihnen voll zu; was das „Lieber“ betrifft, keineswegs.
Und im Abschluss Ihres Kommentars setzen Sie noch eins drauf: „Herzlichst Ihr F. J. Wagner“!
„Herzlichst“ kann man ja noch gelten lassen, wenn Ihre Abscheu gegen den Sterbehelfer aus tiefstem Herzen kommt. Aber „Ihr“ F. J. Wagner…? Die Steigerungsform wäre: „Ihr sehr ergebener“ F. J. Wagner.
Ein am Ende eines Briefes gesetztes „Ihr“ ist Ausdruck einer gewohnheitsmäßigen Zugehörigkeit. Wollen Sie diese dem Sterbehelfer entgegenbringen? In diesem Falle müssten Sie folgerichtig vor Ihrer eigenen Haustür kotzen.
Schmerzlichst
Ihr
Spießer Alfons












wagner belehren, spiegelt einem mehr über sich selbst, als es effjot [und andere] je erreichen wird..
http://meistermochi.de/?p=304
das stimmt doch schon in der gesamtheit einfach nicht!