Spießer Alfons: Werbung der unfeinen Art
Kritik kann ja durchaus etwas Positives nach sich ziehen. Besonders dann, wenn der Kritisierte reflektiert und daraufhin sein Verhalten ändert.
Bei BILD ist das anders, da stößt Kritik auf taube Ohren. Und so sehen wir auch heute wieder redaktionelle Schleichwerbung auf der Titelseite, wo eine Anzeige mit dem neuen Audi A3 zu sehen ist. Dieses ist aber keine Anzeige von Audi, sondern diese Werbung ist für eine Zeitschrift, die im selben Verlag erscheint wie nämliche BILD-Zeitung.
Es ist das üble alte Muster: Der BILD-Leser erfährt, dass im Jahr 2011 ein neuer Audi A3 kommt, der leichter ist und sparsamer. Und natürlich möchte der Auto-Interessent mehr erfahren nach dieser großen Ankündigung auf der Titelseite. Also kauft er die BILD-Zeitung und erfährt: „Mehr dazu morgen in AUTOBILD.“
Das ist natürlich kein redaktioneller Beitrag, weil bei einem redaktionellen Beitrag eine redaktionelle Leistung der betreffenden Redaktion ersichtlich sein muss. Und Spießer Alfons möchte allzu gern wissen, warum über dieser redaktionell gestalteten Anzeige nicht das Wort „Anzeige“ gedruckt ist.



















Weil weder Werberat noch Presserat irgendwelche Sanktionen außer einem ‘Du Du Du’ [mit wackelndem Zeigefinger] aussprechen können?!
und weil Werberat und Presserat selbst auf das meistens schon verzichten?