Telekom missglückt TV-Werbung mit Paul Potts

Es ist ganz großes Gefühlskino, dass die Telekom da im neuen TV-Spot zeigt. Nur weckt das Commercial keine Emotionen für die Marke. Auch wenn der Film jede Menge positiver Gefühle erzeugt.
Ja, was denn nun?
Der Reihe nach: Ein dicklicher, etwas untersetzter Kerl, nicht gerade TV-kompatibler Look, tritt da bei einer “Superstar gesucht”-Variante auf und singt sich die Seele aus dem Leib. Rührt dabei mit einer wundervollen Opernarie die Welt der Zuschauer zu Tränen. Im TV, im Internet, auf dem Handy. Erleben, was verbindet – oder so. Muss man sich bei der Telekom eh nicht merken, weil die Claims schneller wechseln, als man den Anschluss kündigen kann.
Nur: Der Spot , hier bei Sevenload, erzählt eine wahre Geschichte -mit Beteiligten wie Paul Potts, der die britische Casting-Show “Britain’s Got Talent” gewann. Beinahe ein Märchen, das da wahr wurde, weil ein vermeintliches “langweiliges Entlein” mit einer gigantischen Stimme eine Nation verzauberte.
Und zumindest wenn man das weiß, dann rührt der Spot keine positiven Gefühle für die Telekom mehr. Weil die Wahrheit der Geschichte sich jeder Werbung entzieht (erst recht jeder Werbung für die Telekom). Eben darum funktioniert der Auftritt nicht als Werbung. Er ist größer als die Marke. Der Film ist Werbung für das Leben. Weil der Spot daran erinnert, wie groß und schön und überraschend das Leben sein kann.
In diesem Sinne einen
Schönen Montag
Die ganze Geschichte von Paul Potts hier bei Wikipedia,
mit schönerer Überschrift im Spiegel “Als der dicke Mann von nebenan gewann”
Ohne Werbung, Paul singt Nessun Dorma:



















Mit einer etwas andere Argumentation http://www.massenpublikum.de/blog/?p=501 komme ich trotzdem zum gleichen Ergebnis: Der Spot ist nicht gut.
Was mich an dem Spot stört, ist gar nicht mal, dass die Telekom diesen authentische Geschichte für sich kapert, sondern wie das gemacht wird:
Da hat man diese echten authentischen Gäsenhaut-Bilder (dabei hasse ich Opern) und anstatt darauf zu vertrauen, bastelt man unter Hinzunahme billiger 0815-Szenen mit “emotionalen” Zuschauern aus allen Zielgruppen einen Vignetten-Film draus.
Das ist es nicht einmal. Die Reaktionen in meinem Umfeld fielen ähnlich aus, als die Leute den Clip von Paul Potts gesehen haben. Ich verstehe nur nicht, wo die Telekom die Verbindung zwischen sich und Paul Potts sieht. Immerhin sprechen wir hier nicht mal über ein deutsches Format. Das wäre so, wie wenn ich Kelly Clarkson beim Sieg von American Idols zeigen würde und das als Werbung für mein Blog verstehen würde. Bezug? Fehlanzeige.
Der Fehler dieses Werbespots liegt meines Erachtens darin, dass hier zwar an “großen Gefühlen” gerührt wird, diese aber praktisch nicht schlüssig mit der Telekom verknüpft werden.
Im Zweifelsfall werden viele Leute den Spot zwar in Erinnerung behalten, aber nicht mehr sagen können, für welches Unternehmen oder Produkt da geworben wurde. Am Ende halten sie es noch für die Werbung zu einer (vermeintlichen) Paul Potts-Tournee….
Hallo, ich habe das auch so erlebt. OK, ich – wie sicher viel andere – kannte die PP Geschichte bereits und ich arbeite in einer Werbefilmproduktion, bin also doppelt vorbelastet. Mein Problem ist, dass man sich ab der ersten Sekunde fragt: “Wer ist derart unverschämt, das (die Story Pauls) für sein Produkt/seine Marke auszukosten?” – und direkt weiter, was mag das gekostet haben, etc. Bei mir weckt dieser Spot nur negative Gefühle gegenüber dem Werbetreibenden. Und das bereits bevor ich sehe, der Spot kommt von der Telekom. Schade. Ihr habt Recht, die Hohn, bzw. das Zugeständnis an “Target Groups”, “Markforschung” und den nervösen Marketingleiter sind die Umschnitte auf trendy und total emotional ergriffene Menschen, die jaja klar alle TV schauen. Am TV (kommt von der T-com?) am Handy (funktioniert das bei der T-com?), etc. Alles in allem für mich funktioniert dieser schrecklich Gefühls Rip-Off nicht. Sollte/wollte wohl viral sein, hat aber nicht geklappt.
Wie kann man auf ein 90″-Briefing so einen Film schreiben? Da kann man nur mutmaßen, dass nix besseres da war…
Dazu kommt noch: die Story um PP ist doch schon mindestens ein Jahr alt. Wie soll ein Unternehmen glaubhaft sein, dass vor kurzem noch mit “Hallo Zukunft” geworben hat und für die Folgekampagne tief in der Mottenkiste wühlt? Für mich ein bemerkenswerter “Worst-in-Practice”-Case in Sachen “Internetstory-Verwurstung”.
Ich vermute, dass da jemand folgende Überlegung hatte:
Bei PP haben die Juroren erstmal ziemlich skeptisch geschaut, so ein Moppel, der kann ja nur Müll bringen. Dann machten sie große Augen und Ohren und staunten.
Telekoma ist auch ein großer Moppel und keiner glaubt daran, dass die noch den Ar… hoch bekommt. Dann fangen sie an und alle staunen.
Tja, überrascht waren viele von der Telekoma, so die Kleinanleger, die auch Tränen in die Augen bekamen. Weil der Moppel sie sehr überraschte. Nur halt negativ. Und die singen jetzt auch, jedoch den wunderschönen Part aus dem 3. Akt des fliegenden Holländer: “Verloren! Ach, Verloren! ” Und ohne die Hoffnung, dass nach dem Sprung ins Wasser Erlösung erfolgt…
Was die Telekom mit dem Spot erreichen wird, ist dass sich viele Menschen jetzt für die Historie von Paul Pott und das Zustandekommen dieser Szene interessieren werden. Wie auch immer, seitdem ich weiß, dass der Paul professionellen Gesangs-Unterricht genommen hat, löst er bei mir gar nichts mehr aus.
für mich war das einer der besten Spots aller Zeiten. Und dafür wird der Spot auch noch gewürdigt werden. Ok, die Verbindung zu Telekom ist keine direkte. Doch sich als stiller Verbinder im Hintergrund zu zeigen ist doch eigentlich recht sympathisch.
Dieser Spot wird Spotgeschichte schreiben. Denkt an meine Worte…
Meine Güte, ich bin ja rückwärts umgefallen, als ich den Spot zu ersten Mal sah. Fand ihn gigantisch. Geil inszeniert, Spitzen-Casting. Jetzt höre ich hier, dass es den Kerl wirklich gibt. (Bin wohl zuwenig auf youtube unterwegs) und finde das Ganze plötzlich nur noch schäbig. (Außerdem schäme mich gerade für meine naive Begeisterung und mein kuscheliges Zuhause hinterm Mond.) Andererseits: tolle Spots, bei denen man anschließend nicht mehr weiß, für welches Produkt sie werben, gibt’s ja nun genug. Ändert aber nichts daran, dass es tolle Spots sind. Hand aufs Herz. Es gibt soviele Dreckswerbung, die gut verkauft. Da ist sowas doch eine echte Erfrischung. — Wenn man das aufklärerische Moment diese Blogs ausblendet, das die Telekom mal wieder als Schnarchverein entlarvt. Für mich bleibt der Spot trotzdem ein Highlight. Ich wette, dass der jede Menge Preise abräumt.
so schlimm find ich ihn nicht, aber preise wird er nicht abräumen. und auch keine “spotgeschichte” schreiben.
Die Frage die sich für mich stellt ist: Welches Handy liefert derartigen Klang dass sich 3 Personen davor setzen würden und jemandem ernsthaft bei Operngesang zuhören wollen… Das ist schon lange nicht mehr nur mit “schlecht” zu beschreiben.
Außerdem: Was zum Henker hat Teledoof mit Fernsehen zu tun?
Mir gefällt der Spot, weil er auch beim 10. Mal noch Gänsehaut auslöst – so wie damals vor langer Zeit als ich über PP bei youtube gestolpert bin.
Aber inzwischen gibt es sogar schon einen Gewinner bei “Britains got Talent 2008″.
Wenn also bei der Telekom alles so lange dauert, um interessante Inhalte an den Endkunden zu bringen, dann vielen Dank …
Der junge rührende und sympatisch-unbeholfene Mann Paul Pott ist meines Wissens (stand in sogenannten seriösen Medien im Netz vor einiger Zeit; is nämlich schon ein bissi her das Ganze…^^), der ist ein bereits fertig ausgebildeter und echter Opernsänger (nur halt ohne Bühnen-Engagement).
Er ist nicht: ein Amateur, der einen staunen lassen und herzig zu Tränen rühren muss, weil er von sich aus so toll und unbeigebracht mit einer solchen Stimmgewalt singen kann, wie unsereiner nie in der Badewanne singt
. Schaut euch nur mal seine Atemtechnik an…
Der Wettbewerb, der gezeigt wird, ist aber nur für Amateure zugelassen. Insofern ist das ein Schwindel, ob mit oder ohne T-kom-Werbung.
Das dazu.
Und off-the-bühne
Was mich beeindruckt, ist der volle Opern-Sound aus den Handys! Das hört man sonst nur bei Bose. Weiß jemand, wo man ein Handy mit diesem Klang bekommt?
Ich finde der Spot passt nicht zur Marke und er ist zu lang.
Jemand, der den Spot auf YouTube nicht kennt, tut sich m.E. schwer, die Story einzuordnen.
Nach dem zweiten mal gucken hab ich den Spot schon über. Das kann was werden…
Zu den ehrlichen Radl-Fahrern hat die Telekom besser gepasst. Jetzt gierig auf den Kommunikationshype Web2.0 aufzuspringen ist nicht authentisch.
Aber falls doch jemand von der Telekom mit liest – hier ein paar Anregungen zu anderen YouTube-Knallern:
http://www.youtube.com/watch?v=muP9eH2p2PI
Ist es nicht in Wahrheit so, dass sich bereits erwiesen hat, dass dieser Spot ein Knaller ist? Was ich mir allerdings vorstellen könnte: Er geht mir in 2-3 Wochen tierisch auf die Nerven. Nicht wegen Pott oder so. Aber ganz sicher wegen seiner Überlänge.
Ich habe heute mit einer Bekannten, die bei SonyBMG, der Plattenfirma von Paul Potts, arbeitet, gesprochen. Die sind wegen der Kampagne ganz aus dem Häuschen und rechnen fest damit, dass sein Album demnächst eine neue Bestleistung (bisher war Platz 31 das Maximum) in den Charts aufstellt.
Dadurch, dass Blogs wie dieser hier mit dem selbst ernannten Anspruch auf selektive Meinungsbildung TV-Spots wie diesen kommentieren, wird zweierlei erreicht: Herr Potts verkauft ein paar Scheiben mehr und der rosa Riese gewinnt trotz Kommentatorenbashing ein paar Sympathieträger mehr.
Nicht weniger. Schlechter Beitrag, der in seiner weitergehenden Analyse durch den Verfasser hätte recherchiert und publiziert werden sollen und nicht durch Mutmaßungen seiner Kommentatoren scheinbare Tiefe hätte gewinnen soll.
Gut zu wissen, weshalb ich mir seit längerer Zeit in der Blogosphäre “objektive” Informationen nur bei ein paar ganz wenigen Bloggern hole und mich sonst bei anderen Quellen bediene. Der Ausflug hierher über Rivva wie so oft – eine Enttäuschung.
Nehmt’s gelassen
Vielleicht ist der Spot ja so zu sehen. Die Telekom identifiziert sich mit dem (Zitat) dicklichen, etwas untersetzten Kerl mit nicht gerade TV-kompatibler Look (Zitatende) und möchte allen zeigen, dass Sie mehr draufhat, als es im ersten Augenblick scheint….. nein, wohl doch nicht…
Der Spot wird von einem Unternehmen gebracht, welches in den Augen der Kunden ein dicker, hässlicher Riese ist, der nichts kann. Das wissen die dortigen Marketingmenschen eben auch.
Also muß eine Werbung her, die mit diesem Klischee auf sympathische Weise spielt. Das tut sie. Der hässliche Dicke kann ja doch was: Nicht gut aussehen, keine coolen Sprüche reissen, aber das, worauf es ankommt: Singen.
Und so möchte die Werbung eben verstanden werden: Die Telekom mag kein sympathischer Laden sein, aber von ihrem Fachgebiet verstehen sie was.
Genau deshalb ist diese Werbung meines Erachtens sehr gut für ein Unternehmen in dieser Lage.
Hallo,
zu Sebastian: “Sollte/wollte wohl viral sein, hat aber nicht geklappt.”
Doch. Genau das hat geklappt. Seit 2 Tagen wird dieser Spot massenhaft in allen Blogs rauf und runterdiskutiert. Daher: Volllster Erfolg der Kampagne. Besser gehts nicht….
@ German Psychoan
Interressanter Ansatz. Aber ob sich im Unternehmen jemand getraut hat zu sagen: wir sind dick und hässlich? Spannend auch wie unterschiedlich Assoziationen sein können. Ich sehe da eher den Underdog, der groß raus kommt. Und ein Underdog ist ein Dax-Riese wie die Telekom nun gerade nicht.
@Vivienda
Schlechte PR ist doch keine gute PR und die reine Awareness durch kostenlose Air-Time (Markenbekanntheit wird die Telekom kaum noch verbessern können) dürfte wohl kaum die Position im Relevant Set aufwerten sowie die artikulierte Abneigung gegen den Spot das Image nicht aufpoliert.
@sachar
Paul Potts ist (schon) platz 3 bei amazon
Und bei adTunes auf dem zwölften Rang.
Awareness durch kostenlose Air-Time mit Relevant Set Image aufpolierend? Ähh… was genau wollen Sie sagen?
Vielleicht muß man ja auch die Customer Satisfaction entlang der Value Chain leveragen, damit das Management Commitment user-driven geharvestet wird?
Zum Thema:
Ich weiß es natürlich nicht. Aber wenn die Marketingleitung etwas davon versteht, wie die Außenwahrnehmung des Unternehmens gelagert ist, dann wäre diese Werbung tatsächlich nicht schlecht.
Vermutlich liege ich auch falsch damit.
@ German Psychoan
manchmal geht halt die Phrasenmaschine mit mir durch
http://off-the-record.de/2007/.....nd-medien/
Hey, das passiert. Kenn ich. Ist in meiner Branche nicht anders:
Und eigentlich wollte ich den noch mit anhängen:
http://germanpsycho.wordpress......harvesten/
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die häufige Nennung der Telekom und die Diskussion über den Spot nicht automatisch für ein erfolgreiches Marketing sprechen.
Wenn du drei mal gelesen hast, das Produkt X nichts taugt, kaufst du es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht.
…übrigens: … es gibt einen neuen Telekom-Spot …
http://www.angemann.de/?p=112
Trotz all der negativen Gefühle: ich mag die Grundidee des Spots. Der Außenseiter, der die Herzen der Menschen bewegt, und die Telekom als technologischer Dienstleister im Hintergrund, der die Menschen gefühlsmäßig verbindet. Die neue Mediengesellschaft.
Das Problem ist die emotionale Ausbeutung einer wahren Geschichte und die schlechte Darstellung des ‘Fädenziehers’ Telekom.
Hätten sie also, basierend auf der Pott-Geschichte, eine eigene, fiktive Story entwickelt, die vielleicht übertriebender, witziger gewesen wäre, könnte es wirklich berühren. Und würde die Telekom nicht mit Laptops und Handys, sondern mit ihrer eigenen Dienstleistung werben, könnte tatsächlich auch noch Image auf sie abfärben.
So leider: ein Totalreinfall.
Ich kann diesen Artikel nicht wirklich nachvollziehen…
Für mich ist die Telekom-Werbung mit Paul Potts eine der gelungensten seit Jahren: sie funktioniert, sowohl in meinem Freundes- als auch Kollegenkreis wird sie diskutiert, sie spricht jung und alt an (was durch die vielen verschiedenen Personengruppen in der Werbung auch symbolisiert wird) und weckt Gefühle – die man mit dem werbenden Unternehmen in Verbindung bringt.
“Der Film ist Werbung für das Leben.” – genau das besagt doch auch der abschließende Werbeslogan, das Leben gibt uns eben so viele bewegende Momente – und es wirbt ein Telekommunikationsunternehmen dafür, dass man durch seine Produkte eben genau diese mit anderen teilen kann – das ist meines Erachtens passend, legitim und völlig nachvollziehbar.
Auffallend ist auch, dass alle, die über die Werbung sprechen, durchaus wissen, dass es Werbung für die Telekom ist, es ist also nicht so wie bei anderen gut gemachten Werbungen, bei dem man den eigentlich Werbenden aber schnell wieder vergisst.
Irgendwie scheint mir, dass da jemand bewusst Kritikpunkte an den Haaren herbei ziehen will und ein wenig neidisch ist, dass er nicht selbst auf diese einfach umgesetzte Werbe-Idee gekommen ist…
Gruß
Angelo
ich glaube, es is ein fulminater Unterschied, ob man die Story von Paul Potts kennt, oder ob er als Fremder daherkommt. Und ich bin überrascht wie viele Menschen die Story gar nicht kennen. Aber auch dann bleibt die Frage, ob dabei eine Übertragung auf die Marke stattfinden. Sicher ist indes: die Awareness ist gigantisch. Mit welchem Effekt für die Marke (Awareness hat sich ja nicht nötig) steht dahin.
Also, ich muß jedes Mal weinen, wenn ich den Spot sehe. Ich hab’ damals in England die Live-Übertragung direkt am TV gesehen – und wir waren alle unglaublich begeistert von PP. Und auch heute noch rührt mich die Szene (und die Reaktion der Jury – … mann, ist die Tuss hübsch! ;o) zu Tränen.
Dass die Telekom sich mit dem Spot natürlich (zumindest bei denen “in-the-know”) selbst ins Knie schießt, weil man dieser Mafia-Krake überhaupt nichts mehr glaubt (und schon gar nicht, dass sie auch nur irgendetwas mit Paul zu tun hat) ist natürlich klar. ABER: Es gibt in Deutschland genug Leute, die noch nie was von Mr. Potts gehört haben und wahrscheinlich vor Verzückung über diesen Spot in Ohnmacht fallen. Daher hat die Telekom ihr Ziel auf jeden Fall erreicht, no doubt about it! Bloody B…tards.
Natürlich kann jeder seine kritische Haltung hinsichtlich Alter der ursprünglichen Aufnahme, hervorgerufene Assoziationen oder ähnlichem einnehmen. Unzweifelhaft dürfte aber sein, dass dieser Spot, wie keine andere Kampagne der letzten Zeit, emotionalisiert und unglaublich viele Menschen begeistert. Da kann ich mich Angelo nur anschließen. Wann gab es das Phänomen, dass Menschen vor dem Fernseher auf Werbung richtiggehend warten?
Es gibt immer noch viele ohne oder mit eingeschränktem Internetzugang. Und selbst diejenigen mit interessiert nicht, dass sie den Spot auf Youtube oder sonstwo sehen können. Nachzulesen unter:
http://shoppingblog.t-online.d.....omment-717
Die große Anzahl der (überwiegend) positiven Kommentare spricht für sich.
Ob und wie sich das Ganze für die Telekom auszahlt, bleibt abzuwarten. Der Spot ist jedenfalls alles andere als mißglückt.
In diesem Sinne … schönes Wochenende
Hobbes72, nicht der Spot emotionalisiert, sondern der Auftritt von Paul Potts. Das wäre so, wie wenn wir mit adTunes einen TV-Spot mit Bildern von Schweini, Poldi & Co. aus dem Sommer 2006 bringen, das Ganze mit einem Logo von uns abbinden und noch den Slogan “Da ist Musik drin” hinterherschieben. Tja, und was will uns das sagen? Dass wir pure Freude vermitteln? O.K., tun wir, aber der Spot würde nicht zu uns passen. Ebenso wenig passt Paul Potts zur Telekom. Die Bonner schmücken sich mit fremden Federn, that’s it.
@Sachar
Ich gebe Dir Recht was das schmücken mit fremden Federn angeht, gebe aber dennoch zu bedenken, dass der Spot, auf die Gefahr hin, aus genau diesem Grund ein Eigentor zu werden, bei der überwiegenden Anzahl der Menschen absolut positiv angenommen wird. Und das, obwohl inzwischen fast jeder den wahren Hintergrund mitbekomme hat. Hier nochmal mein Verweis auf die Kommentare im Shoppingblog von T-Online.
Aus diesem Grund finde ich die Behauptung, der Spot sei missglückt, nicht zutreffend. Hier sollte man professionell trennen zwischen persönlichem Geschmack und allgemeiner Einschätzung.
@ phil
was bist du denn für einer? wer will denn bei blogs was objektives? blogs sind meinung, meinung, meinung. alter, wo hast du denn lesen gelernt? viel spaß bei ria oder wie das heißt und belohn uns bald wieder mit nichtkommentieren. “so oft – eine Enttäuschung. Nimms gelassen
”
Die Leute aus der Werbebranche argumentieren
zumeist viel zu rational. Laßt den spot doch einfach auf
euch wirken, soviele emotionen wie Paul Potts transportiert
kann man nicht spielen oder inszenieren !
Jegliche stimmliche Vergleiche mit Pavarotti oder anderen Größen sind deplaziert. Ein dickes Lob für den spot den man sich x-mal ansehen kann, ohne seine Wirkung zu verfehlen.
Wie alles wird das vielleicht in ein paar Monaten ganz anders
aussehen.
Diesen Werbespot wird man noch lange mit t-online in Verbindung bringen. Er geht hier nicht in erster Linie um die Vorzüge eines Produkts sondern um die Präsentation eines Markennamens. Insofern hat die t-online einen Volltreffer erzielt. Bei mir jedenfalls hat die Bombe gezündet.
Also erstens an den Schreiber weiter oben…
Die Telekom hat mittlerweile sehr viel mit Fernsehen zu tun.
Man achte auf die neuen zukunftsweisenden Produkte aus der Entertainreihe.
Zum Spot
In dem Spot gehts um Emotionen. Der Spot zeigt Leute die den Clip von Paul Potts über all jene Medien erleben zu der die Telekom Zugang bietet. Handy (MobileTV), Fernsehen und Internet
Der Spot ist keine direkte Werbung für irgendein Produkt er soll vielmehr die Leute erinnern was man gemeinsam erleben kann.
Daher auch der neue Unternehmensslogan “Erleben was verbindet”.
Und das soviele Leute auf der Telekom rumhacken kann ich net verstehen. Sie haben mittlerweile echt den besten Service. Und das hat auch seinen Preis. Schließlich sind sie mehrfach Testsieger bei den Lesern der Connect und bei der Stiftung Warentest geworden.
Außerdem wird in den Medien nur negativ über die Telekom berichtet. Allerdings über die Machenschaften anderer Firmen berichtet keiner. Beispielsweise wie 1&1 seine Neukunden verarscht.
Naja ich jedenfalls finde den Spot gut obwohl er etwas zu lang ist. Aber der Spot hat sein Ziel erreicht wie man anden vielen Komentaren hier sehen kann
Wenn man sich die Telekom dabei weg denkt ist der Spot der absolute Hammer.
das problem ist einfach, dass man bei den bildern einfach nichts mit telekom verbindet. ich dachte es ist ne werbung dafür das des americas got talent oder was weiß ick nun auch in deutschland ausgestrahlt wird *lol* bis bla bla telekoom gedönst dort erschien.
man verbindet es einfach nicht mit der marke .. die sollten sich mal lieber paar tips von den werbestrategen von jägermeister holen, denn die haben es drauf
Selbstbeobachtung:
Jedesmal wenn der Potts anfängt zu singen, frage ich mich, weshalb hier für das britische Fernsehen Werbung gemacht wird. Nach einigen Sekunden – ich bin kein großer Fan von Bellcanto – habe ich innerlich ab- oder äußerlich weiter geschaltet. Ich weiß also nicht, wofür eigentlich geworben wird.
Addendum:
Auch nachdem ich mich gezwungen habe, den Spot zu Ende zu sehen, und nachdem mir der eine oder andere über Blogs und Artikel erzählt hat, dass die DT den armen Potts gekapert hat, weiß ich nicht wofür die werben. Das mag an galoppierendem Alzheimer liegen, ich vermute allerdings eher, dass Potts, sein Gesang und sein Auftritt die eigentliche Botschaft verdrängen.
Analyse:
Wie am Beginn des Blog-Eintrags vom Autor erwähnt, ist der Spot eigentlich ziemlich gut. Nur leider kackt er ab, wenn es um das Ziel der Werbung geht. Außer die Telekom ist am Plattenabsatz von PP beteiligt …
Dass man solche “Analysen” auch heute noch macht, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich glaube nämlich, dass der Spot bei den meisten Leuten in Deutschland ankommt – auch als Werbebotschaft. Außerdem hat er inzwischen Kultstatus. Jedenfalls habe ich genau das schon mehrfach gelesen.
Was hier immer alle haben, die Telekom wirbt doch für ihre eigenen Leistungen. Oder sind etwa Mobilfunk, Internet und seit einiger Zeit Internet-TV via VDSL keine Telekomleistungen? Dass die Empfangsgeräte nicht T-eigen sind, spielt doch dabei überhaupt keine Rolle. Und warum wird die T immer so schlecht gemacht. O.K., es ist ein Riese mit behördenartigen Strukturen, aber nachdem ich mich 5 Jahre lang intensiv mit Telekommunikationstechnik beschäftigen musste, kam ich zu dem Schluss, dass ihr keiner der Muitbewerber und Billiganbieter das Wasser reichen kann. Und diese Super-Tarif-Anbieter wie 1 & 1, Alice etc. könne ihre Leistungen nur erbringen, weil sie die Telekomtechnik nutzen müssen und per Gesetz dürfen. Und wenn man dann denen mal wirklich was abverlangt, mal Butter “bei die Fische”, dann bekommt man so Sätze wie ich von Vodaphone: “Oh, sie haben ja mehr Ahnung als ich, ihre speziellen Fragen kann ich nicht beantworten”. Damit war das Gespärch beendet. Bei der T wird man dann zu einem Techniker weiter verbunden, der sich dann auch stundenlang mit einem unterhält und alle Fragen klärt. Man muss eben nur mal nett fragen und nicht nur motzen. Viva Telekom – weg mit den Leitungsschmarotzern!
wichtig für mich:
wo bitte haben die deutschen konsumenten einen bezug zu dieser sache?! na also. und der bezug wäre ja wohl mal grundvoraussetzung für ein gelungenen spot dieser art.
Was mich an dem Spot stört, ist gar nicht mal, dass die Telekom diesen authentische Geschichte für sich kapert, sondern wie das gemacht wird:
Da hat man diese echten authentischen Gäsenhaut-Bilder (dabei hasse ich Opern) und anstatt darauf zu vertrauen, bastelt man unter Hinzunahme billiger 0815-Szenen mit “emotionalen” Zuschauern aus allen Zielgruppen einen Vignetten-Film draus.