Spießer Alfons: Davidoff Cool Water — ein Sprung ins flache Wassser
Dass die Slices of Life in den Bildern der Werbung mit dem wahren Leben genau so viel zu tun haben wie die Flüge von Clark Kent ins Weltall, das wissen wir. Aber irgendwie wollen und sollen wir ja träumen, zumal, wenn wir große Jungs sind.
In einem Spot für „Davidoff Cool Water“ sehen wir Josh Holloway, einen US-Schauspieler. Er spaziert in einer trüben Hafengegend herum, warum auch immer. Vielleicht ist er ein Hafenarbeiter auf der Suche nach einem Job? Es ist heiß. Und am Kai begegnet dem Mann eine hübsche junge Frau im schwarzen Abendkleid. Beide tauschen Blicke aus und schwitzen. Dann steht Mr. Holloway plötzlich auf einer Klippe. Er zieht sein Hemd aus und springt in der Hose von hoch droben ins blaue Meer. Im Bilde sehen wir kurz ein Schild mit der Aufschrift „No Diving!“ Was in aller Regel anzeigt, dass es sich dort um eine Untiefe handelt, nämlich um ein flaches Wasser, wo ein Sprung lebensgefährlich ist.
Trotzdem überlebt Josh Holloway seinen Sprung, plantscht ein bisschen im Wasser herum, begleitet von den Blicken der Frau, die ihm offensichtlich aus dem Hafen gefolgt ist. Und dann steht Mr. Holloway im Wasser, das tatsächlich flach ist. Genauso wie der ganze Film.
Aber, liebe Freunde der Werbung, schaut Euch dieses Filmchen doch mal selber an! Und anschließend erklärt Ihr bitte dem ahnungslosen Spießer, was das alles mit dem zu umwerbenden Produkt zu tun haben könnte! Ist das kühle Wasser, in das der Mann springt, wogmöglich das Cool Water von Davidoff? Das würde dem Spießer stinken. Also: Film ab!













Einfach ein beispiel für rein emotionalisierende Werbung?
Davidoff hat ja schon erfolgreich das image der Zigarren auf ein Parfüm übertragen. wobei diese produktgruppen höchstwahrscheinlich nichtmal für kettenraucher überschneiden.