Spießer Alfons: Größe allein ist kein Beweis für Beliebtheit
Spießer Alfons liebt sie, die vergleichende Werbung. Weniger den indirekten Vergleich (Motto: Vergleichen Sie bitte selber!), sondern den ganz direkten. Weil das die ehrlichste Form von Werbung ist. Denn wer ein Produkt kaufen will oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen möchte, der vergleicht zunächst mal das Marktangebot. Hierbei kann vergleichende Werbung sehr hilfreich sein! Und kein normaler Anbieter wird einen Vergleich wagen, der nicht den Tatsachen entspricht, weil der Wettbewerb sofort schweres Rechtsgeschütz auffahren würde.![]()
Apropos vergleichende Werbung: T-Home inseriert: „Die Hotline Ihres DSL-Anbieters kostet Geld? Dann sind Ihre Probleme ja ein prima Geschäft für ihn.“ — siehe die Abbildung!
Was für eine geile Werbebotschaft, auch wenn die Namen der Hotline-Abkassierer nicht angemerkt sind! Der Gedanke allein muss doch jeden, der davon betroffen ist, im doppelten Sinne des Wortes betroffen machen! Aber Alfons las auch den Superlativ, der dort in Magenta steht: „Wechseln Sie jetzt zu Deutschlands beliebtestem DSL-Anbieter.“ Womit sich dem Spießer die Frage auftut: Wer, um alles in der Online-Welt, ist das denn, der „beliebteste DSL-Anbieter“…?
Nun könnte T-Home antworten: Wir sind das! Woraufhin der Spießer einen Beweis für die Richtigkeit dieser Aussage einfordern würde. Und wenn T-Home dann sagt: Wir haben die meisten DSL-Kunden, ergo sind wir der beliebteste Anbieter — dann würde Alfons der Spießer dem entgegenhalten: Auch die SPD hat die meisten Mitglieder, kann daraus aber nicht den Schluss ziehen, die beliebteste Partei zu sein.
Merke: Die Zahl der Kunden sagt nichts über die Beliebtheit des Anbieters aus! Was wir aus Zeiten der alten Telekom ja noch lebhaft in Erinnerung haben. Und so geht der Spießer davon aus, dass T-Home eine repräsentative Umfrage nach der Beliebtheit aller DSL-Anbieter hat machen lassen und sich auf das Ergebnis berufen kann.
Und wenn nicht? Ja, was dann…?
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Ach, die T-Com ist doch für ihren hervorragenden Support berühmt
(oder so ähnlich
)
Bei anderen Anbietern braucht man den Support ja zum Glück kaum, bei der T-Com eben dauernd ^^
Ich bezahle lieber ein paar Cent für ein Gespräch bzw. verwalte meinen Anschluss online, als eine halbe Stunde in der Telekom-Callcenter-Warteschleife zu stecken und dann doch niemanden erreicht zu haben. Nachdem ich bereits einem mit Tonbandstimme ausgestattetem Computersystem diverse Fragen mit “Ja”, “Nein” und “Vielleicht” beantwortet habe.
Bei meinem letzten Umzug musste mir mein Provider einen Termin mit der Telekom aufs Auge drücken. Ich habe dort eine Dreiviertelstunde versucht, die Technikerdisposition zu erreichen – und dann aufgegeben.
“Die Hotline Ihres DSL-Anbieters kostet Geld? Dann sind Ihre Probleme ja ein prima Geschäft für ihn.“
Ja, er kostet Geld, dafür werden Probleme (1) sofort gelöst (2)dauerhaft und (3) gab es bisher keine – ausser die Freischaltung des Anschlusses, welche immer noch über Telekom laufen musste, die 4 Wochen (!) keinen Termin frei hatten zum Freischalten (…nachdem schriftlich zugesicherten Freischaltungstermin!!!)
@Berufskommunikator: Ein Freund gab mir neulich den Rat, es bei langen Warteschleifen der Telekom doch mal mit Gesang zu probieren. Angeblich überfordert das den Computer so derbe, dass man zu einem echten Menschen weitergeschaltet wird. Aber vielleicht ist das auch nur eine dieser urbanen Legenden?!