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Nostalgische Fundgruben für Werbespots

26. Juli 2008
von

Früher, ohne Internet, war auch nicht alles schlecht. Es gab weniger Fernsehsender, dass Wort Information Overload war noch nicht mal erfunden, Zigaretten-Werbung war noch erlaubt.

und wurde nicht zur Terrorzelle stilisiert, Ideen, die man aus den Tiefen Südamerikas entführte, blieben unerkannt, und der Kunde hatte einfache Bedürfnisse. Saufen, fressen, putzen und anschließend eine Kippe rauchen. So sah dann auch die Werbung aus: Adrett. Gut, das es Werbefilm-Archive gibt, die einen das nicht vergessen lassen.

Dem Geist der damaligen Werbezeit in den US-Commercials widmet sich aufgeräumt der Blog Classic TV ads. Das kann man auch als nostalgische Inspiration für den nächsten Retro-Trend oder eine vom Kunden gewollte Rückkehr zu konservativen Werten nutzen. Gibt`s hierzulande eigentlich Vergleichbares, das nicht von Ruth Moschner präsentiert wird? Ein wenig in die Richtung Klassik, mehr lehrhaft, seriös und überwiegend einfach bebildert ist das Markenmuseum. Immerhin.
Wer sich nicht durch Youtube klicken will und eine einspunktnullige Website nicht scheut, kann immerhin hier nach Jahren sortiert in der Klamotten-Kiste des deutschen Werbefernsehen wühlen oder bei Werbefilmchen zumindest ein wenig stöbern. Seiten mit Namen wie lustigewerbespotsdotirgendwas, werbeclippunktschlagmichtot oder lustigewerbefilmepunktpunkt sind eher Rausschmeisser mit fröhlicher Kraut- und Rüben-Sortierung die clipfisch-Nutzer ansprechen dürften.

In den USA bietet Retrojunk, und damit verlässt das Web die einfache Schwarz-Weiß-Welt, dagegen neben filmischen Erinnerungen auch nach Kategorien sortierte Commercials aus den 70er, 80er und 90er Jahren. Die Zeit, in der nicht nur die Frisuren peinlich waren. Da holt auch Brad Pitt keine Punkte raus.

Frühe Geeks interessierten sich damals ohnehin eher für den Star Trek Mego Star Calculator.

Verschaffen wir uns also Erleichterung beim Zappen durch den Heiligen Gral der US-Kreativität. Die gesammelten Super-Bowl-Spots der vergangenen 10 Jahre gibt es gesammelt via About.com, deren Links dann in der Regel zum – auch in sonstiger Hinsicht überquellenden – Bewegtbildfüllhorn Spike führen.
Wer es professioneller, aber auch kommerziell will, der schaut bei USA TV ADs rein.

Und wer dann noch Zeit hat, der kann sich bei Japander ansehen, wofür die Hollywood-Stars anderorts für Werbung Geld nehmen, von der sie daheim nicht einmal ihrem Friseur erzählen würden.

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Kommentare zu “ Nostalgische Fundgruben für Werbespots ”

  1. Ulrich am 27. Juli 2008 um 11:28 Uhr

    Hilfe, die Grabräuber sind unter uns. Wer keine eigenen Ideen entwickeln kann, den würde ich beispielsweise ein Monatsticket für öffentliche Verkehrsmittel verordnen und zum Besuch von Bahnhöfen animieren, zum Mitfahren in U- und S-Bahnen und im Stadt-Bus. Was quatschen die Leute, wie drücken sie ihre Individualität aus, was interessiert?
    Feldforschung statt Friedhof. Dann kommen sicher auch eigene frische Ideen.

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