Daimler reagiert im Blog auf Misstöne rund um das Soundlogo von Mercedes
Wahrscheinlich ist es für Daimler selbst eine kleine Kulturrevolution, der ein langer Marsch interner Debatten vorausgegangen sein dürfte. Für den Daimler-Blog ist es jedenfalls ein fantastischer Schritt hin zu einer offeneren Diskussion. Denn wer weiß, wie schwer sich insbesondere DAX-Unternehmen gerade bei heiklen Themen um jede Formulierung winden, jedes Komma auf Subtext abklopfen, wird es besonders würdigen, dass sich der Daimler-Blog dem kontrovers diskutierten Soundlogo von Mercedes widmet und damit einer weiteren Diskussion öffnet. Das Klangspiel von Jung von Matt hatte für Wirbel gesorgt, weil es doch sehr nach den Tönen von einer vergleichsweise günstigen Sampling-CD klang.
Nun berichtet der Daimler-Blog von der Entstehung und reagiert damit auf die Kritik. Ich möchte den Beitrag gar nicht einmal inhaltlich bewerten. Was zählt ist, dass Daimler damit jenseits von Pressestellen-Verlautbarungen und offiziellen Stellungnahmen einen Weg zu Reaktion erkannt hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Daimler-Blog-Cheffe Uwe Knaus intern reichlich Überzeugungsarbeit gekostet hat, den Nutzen einer offenen Debatte zu vermitteln und den Blog als Weg der Auseinandersetzung zu vermitteln. Damit zugleich das “Risiko” einzugehen, ein missliches Thema durch den Blog, der auch von den eigenen Mitarbeitern gelesen wird, erst recht ins eigene Haus zu tragen. Ein Weg, der jedenfalls deutlich sympathischer wirkt, als eine chemisch gereinigte Pressemitteilung. Der im Herbst 2007 gestartete Blog wird davon profitieren, Reputation gewinnen. Weiter so.



















So oder so ähnlich hätte ich hätte ich die Thematisierung im Daimler-Blog ebenfalls bewertet.
Es freut mich als ehemaliger Daimler-Blog-Prakti einerseits, dass Uwe Knaus und sein Team aus Kommunikationssicht einen sehr sympathischen Weg zum Umgang mit dem Thema “Neues Soundlogo” gegangen sind; andererseits finde ich es schön, dass “off the record” das erkennt und würdigt.
Für mich ein Musterbeispiel des Einsatzes von Corporate Blogs in der Unternehmenskommunikation. Ergebnis: Daimler steigt dadurch in meiner persönlichen Achtung, hat bei mir “Good Feelings” erzeugt. Und ich erzähl’s nachher sicher meinem neuen PR-Chef weiter und noch fünf anderen, merk’s mir außerdem für Vorträge. Und das eigentliche Hickhack um das Soundlogo ist schon fast wieder vergessen…
Finde auch das ein Blog netter für die Kunden ist als Pressemitteilungen. Gerade weil man auch diskutieren kann. Die meisten Unternehemen scheuen sich ja vor den Meinungen Ihrer Kunden.
Das mit der Überredungskunst kann ich mir gut vorstellen. Ich weiß noch wie ich einem Mittelständler (Geschäftsführer) der die Zielgruppe Studenten hat erklären wollt das er einen Blog brauch. Ohne Erfolg. Bis heute.
War vorher auch schonmal auf dem Daimler Blog. Ich finde das mit den Fotos ganz nett und das diese auch ansprechende gestaltet sind. Werde dieses Feature auch bei mir in den nächsten Tagen einführen.