Fake: Guinness verbietet Sex-Video
(Update 12.8: gegenwärtig ist der Spot bei Youtube wieder zu sehen. Link)
Der kreative Spot eines Bier-Fans, bei dem eine Frau während eines flotten Dreiers eine Flasche Guinness auf dem Rücken balanciert, ist Guinness nun übel aufgestoßen. Der

Hersteller Diageo hat bei Youtube die Entfernung des Videos durchgesetzt. Tenor: “This is not how we want our brand portrayed.” OTR-Leser Kolumbus hatte dieser Tage den Urheber DESchatz ausgegraben und zitiert ihn im Blog:
THIS was meant for a good laugh. It shouldn’t get more serious than that.It really isn’t real. I shot the ad with no intention of sending it to Guiness because of the content. IT was meant to either make people laugh or get really disgusted. I rather people felt the former because that’s why it was made. Just for fun. Oh and it only cost $320 for the ad. My equipment, 300 for the actress, and the rest for food and a six pack of Guiness.
DESchatz hat sich in den Youtube-Kommentaren inzwischen von seinen “Fans” verabschiedet:
“Diageo PLC and YouTube have taken down the hoax ad I did for fun. So, folks, it’s all over. No more good times for anyone.”
Nur wird die Entfernung des Fake-Videos Guinness wenig nutzen. Binnen kurzem dürfte der 60sekündige Fake, bei dem nur die Rückenpartie der Frau zu sehen ist und nach und nach drei unterschiedliche Männerarme nach dem Bier greifen, wieder andernorts im Web auftauchen, weil der Film längst auf etlichen Festplatten schlummert. So ging es bisher beinahe jedem Video, das ein Hersteller verzweifelt aus der Welt schaffen wollte. Es gelingt einfach nicht mehr. Viele Jäger sind des Hasen Tod.
Marken können sich, solange sie nicht Virals einsetzen, nur auf eine Art ansatzweise dagegen schützen, immer wieder ungewollt mit Spoof-Videos in Zusammenhang gebracht zu werden. Sie müssen ihre Videos im Web mit einer Art digitalem Absender versehen. Oder sie sollten es mit Humor nehmen und begreifen, damit umzugehen. Coke hat es nach etlichen Mentos-Fontänen in einer langen Lernkurve auch begriffen.
Wie heißt es doch im Cluetrain-Manifest:
“Wir haben wirkliche Macht, und wir wissen das. Wenn ihr das nicht erkennt, wird jemand anders daherkommen, jemand aufmerksameres, jemand interessanteres, jemand, mit dem es mehr Spaß macht zu spielen. “
Spielverderber wie Guinness gehören sicher nicht dazu.



















Man muss gar nicht lange suchen:
http://www.dailymotion.com/sea.....-share_fun
Die souveränste Form von PR wäre der “No-commment”
IMHO.
Ich glaube nicht dran. Eher daran, dass Guinness mit dieser PR-Maßnahme den Seedingdruck erhöht.
Alles was verboten ist, wird noch interessanter und alles was im Netz ist, bleibt auch da.
Auch Guinness weiß das:-)
Ich denke da wie Tobi.
Natürlich muss sich Guinness von diesem Spot distanzieren.
Damit all die Frommen und Züchtigen beruhigt weiter ihr Bierchen trinken können.
Insgeheim wird aber sicherlich bei Guinness gehofft werden, dass das Ding sich weiter verbreitet.
(Außer die Leut bei Guinness gehören zu den Frommen und Züchtigen…)
Frommen und Züchtigen?
Da gebe ich dann mal zurück Notgeilen und Asozialen, die nichts mehr kaufen wenn es nicht was mit Sex zu tun hat.
Ich finde es gut wenn Marken sich von diesem Niveau distanzieren möchten…