Spießer Alfons: Werber sind tierisch gut drauf!
Es gibt kaum ein Tier, das Werbeschöpfer noch nicht vor den Karren ihrer Kunden gespannt haben — von A wie Affe bis Z wie Zebra. (Siehe auch den voranstehenden Beitrag von Olaf!) Und weil viele Werbungtreibende dabei auch noch auf die gleiche Tierart zurückgreifen — zum Beispiel sind Schafe sehr beliebt — hat der Kalender-Verleger und Kameltreiber Klaus Klages angezeigt: „Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen“ — siehe die Abbildung!
Was also tun, um einen eigenen, unverwechselbaren tierischen Auftritt zu schaffen? Nachdem sämtliche Bewohner von Urwald, Zoo und Bauernhof bereits für Werbezwecke herhalten mussten, haben die Kreativen nun eigene Kreaturen ersonnen, um eine unverwechselbare CI für die von ihnen beworbenen Dienstleistungsunternehmen zu schaffen.
Da ist zum einen der Stromanbieter Yello. Der zeigt uns den inneren Schweinhund, der es verhindert, dass wir uns scheiden lassen von unserem derzeitigen Stromlieferanten und eine neue Beziehung eingehen mit dem besagten Yello Strom — siehe die Abbildung! Und weil er so drollig daherkommt, unserer lieber innerer Schweinehund, da befolgen wir doch gerne seinen Rat, oder?!
Nicht genug damit: Jetzt kommt auch noch Maxi, und zwar mit der “eierlegenden Wollmilchsau” (korrekt: Eier legenden Wollmilchsau) — siehe die Abbildung! Wobei es sich bei Maxi nicht um die Frauenzeitschrift handelt, sondern um einen Telefonanbieter. Und weil wir wissen, dass es eine Eier legende Wollmilchsau in echt gar nicht gibt, glauben wir der Werbung kein Stück!
Wie könnte es nun weitergehen mit Tieren in der Werbung, die dort noch keinen Einzug gehalten haben? Hier ein paar Vorschläge von Spießer Alfons: Lustmolch, Hirnpecker und Höllenhund. Und: Großer Bär, Luftschlange und Prärieauster. Und: Neidhammel, Spaßvogel und Zwiebelfisch.
Ja, vom Bücherwurm bis zur Blinden Kuh, von der Ohrmuschel bis zum Pleitegeier und Papiertiger — alles Tiere, die prädestiniert sind für Werbezwecke, weil man sie genauso wenig in Brehms Tierleben findet wie die Eier legende Wollmilchsau und den inneren Schweinehund.
Und hat der Werber einen Kater, dann kann auch eine Kalte Ente die Ursache sein.



















Ich schlage auch noch den Wolpertinger zum Verwursten vor.
@ Sympatexter
Eigentlich habe ich den bewusst rausgelassen, da er in den Bildern der Werbung – speziell im Bayrischen – schon häufig aufgetaucht ist. Aber wenn Du möchtest – bitte! Man könnte ihn statt Franz Beckenbauer einsetzen, das wäre ja so ähnlich.
“Das meistgenutzte Tier von allen findet man in Ruhmeshallen
und auf Fahnen und auf Kronen, gleich, wo die Gekrönten wohnen, auch für Nobel-Clubs und Biere wirbt und stirbt das Tier der Tiere, und ist es dereinst ausgestorben, wird weiter wohl damit geworben…!”
Wohl dem, der Witziges genießt und den Spießer Alfons liest!
Grüße aus der Kamelei: Klaus Klages