Link-Flash vom 12.08.2008
Im Glashaus: Peter Glaser streitet sich mit Marco Dettweiler im Blog und via Mail ums Abschreiben. Und es klingt wie ein Nachhall des Merksatzes: “Never put anything in an email you don’t want to show up on the Internet.” (via)
Füllhorn: Wenn Sie durch alte 4711-Anzeigen und noch viel mehr blättern wie durch die CD-Bibliothek auf dem iPod-Touch, dann sind Sie bei ADSandBRANDS. Ein furioses deutsches Werbearchiv.
Mehr als eine Handvoll: Eine Collage aus Hunderten von Modelfotos für ein Großflächenplakat von Wonderbra. Auch online genauer zu studieren. (via)
Typisch Windows: Der Bluescreen bei der olympischen Eröffnungsfeier.
Der Gigant: Facebook wächst wie blöd. Weltweite Zahlen bei Techchrunch.
Das Märchen Web 2.0: Miriam Meckel philosophiert über “die Rückkehr der Wenigen und die erneute Entmachtung der Vielen”.
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Danke für den Link zu dem interessanten Aufsatz von Frau Meckel. Der wäre mir sonst durch die Lappen gegangen. Ich habe, als die Meme “social web” und kurz darauf “Web 2.0″ salonfähig wurden, viel darüber nachgedacht, ob wir es hier mit einem ernstzunehmenden Paradigmenwechsel zu tun haben – oder ob das ganze Beschwören des “wisdom of the crowd” und des “long tail” sich am Ende des Tages nicht als Luftnummer entpuppen würde.
Ich würde mit Stand von hier und jetzt mal so zwischenbilanzieren: Der Wechsel zu 2.0 hat unterm Strich weit weniger verändert, als es viele Enthusiasten wahrhaben wollen. Es ist aber auch nicht so, dass alles einfach seinen Gang weitergeht wie damals, als die Personalisierungsmöglichkeiten nicht weiter reichten, als sich sein Startportal wie T-Online oder Yahoo bisschen umzukonfigurieren nach persönlichen Interessen.
Auch wenn ich das von Frau Meckel gewählte Beispiel Ebay nur bedingt für tauglich halte, um zu erklären, wo wir stehen in Sachen Zwonulligkeit und Partizipation, bin ich doch froh, dass jemand mal die Möglichkeit konsequent durchdenkt, dass das alles nur ein vorübergehender Traum gewesen sein könnte. Und dass die Kumulativgesetze der Aufmerksmakeitsökonomie ebenso wie die Economies of Scale nach wie vor (oder eben wieder – je nachdem, wie man das sehen will) ihre Gültigkeit haben.
Tendenziell dürfte etwas dran sein, dass der Markt die Entwicklung aufsagt und der Punk öknomisiert wird. Kennt man ja noch aus jeder gesellschaftlichen Strömung. Den Rest erledigt dann vielleicht wirklich die Aufmerksamkeitsökomomie. Nur glaube ich, dass dies im Web-Zeitalter so einfach nicht passiert bzw nichht nur zu einem nur leicht gewandelten Status quo zurückführen dürfte. Dafür sind es zu viele, zu schnelle einzelne Bewegungen. Was wird derzeit erleben ist immer noch gerade erst der Anfang von etwas neuem.