Spießer Alfons: Post an Wagner (11)
heute mal in aller Kürze, und zwar eine Frage zu Ihrer heutigen Kolumne. Sie schreiben: „Chelsea Clinton stellt Herrn Clinton ihre Mutter vor: ‚My hero, my mother.’ Michelle Obama, die Ehefrau, eröffnete den Parteitag mit einer Rede über die Qualitäten des Vaters und Ehemanns“ — siehe Abbildung!
Alfons war beim Parteitag der Demokraten in Denver nicht dabei und konnte deshalb nicht direkt recherchieren. Daher die spießige Frage: Dass Herr Clinton die Mutter seiner Tochter scheinbar nicht gekannt hat, ist zu verstehen, da Herr Clinton damals ja mehr Augen für seine Praktikantin Monica Lewinsky gehabt hat. Dass Michelle Obama aber die Ehefrau von Clinton sein soll, bezweifle ich.
War das letzte Bier gestern Abend vielleicht eines zuviel…?
Schmerzlichst
Ihr Spießer Alfons



















Jetzt bin ich aber ganz verwirrt
Gibt es eigentlich einen Award für geistigen Dünn…… Herr Wagner hätte ihn verdient.
wieso?
das ist eine ganz normale aufzählung. nirgendwo im text steht, dass chelsea clinton michelle obama vorstellt. er bringt einfach nacheinander zwei beispiele für den unkonventionellen parteitag auf.
also, mein lieber spießer, dass das mit dem texten nicht so gut klappt, das zeigst du ja gerne mal. aber jetzt auch noch mit dem lesen …
@ Pelz von Pelzenstein
So wie Ihnen geht es vielen Fans von Franz Josef Wagner: Sie lesen einfach über den Sinn bzw. Unsinn der Worte hinweg.
Wagner spricht von Clinton. Und im nächsten Satz von Michelle Obama, der Ehefrau. Von Herrn Obama ist in diesem Zusammenhang überhaupt nicht die Rede.
stimmt, von obama ist nicht die rede, aber auch nicht explizit von clinton.
es geht um den parteitag der demokraten, auf dem sowohl clinton als auch obama auftreten.
@ Pelz von Pelzenstein
Und…? Ist von Obama die Rede im vorangegangenen Satz des Dichters oder von Clinton…?
ja, aber den satz, wie sie ihn verstehen würde von der zeichensetzung so lauten:
Chelsea Clinton stellt Herrn Clinton ihre Mutter vor, “My hero, my mother”: Michelle Obama, …
er lautet aber:
„Chelsea Clinton stellt Herrn Clinton ihre Mutter vor: ‚My hero, my mother.’ Michelle Obama,
das ist ganz einfach eine aufzählung. es wäre natürlich hilfreich, hätte die aufzählung noch einen dritten punkt. also vereinfacht:
chelsea clinton stellte ihre mutter vor. michelle obama hielt die eröffnungsrede. bill clinton spielte auf dem saxophon
das klingt jetzt alles ein wenig kleinkariert, aber wenn sich jemand spießer schimpft, dann muss er schon richtig richtig liegen.
grüße
ihr pelz von pelzenstein
Das ganze macht trotzdem nicht wirklich Sinn, denn wie Spießer Alfons schon erwähnte: Chelsea Clinton stellt Herrn Clinton (ihrem Vater!) ihre Mutter vor?!
Und in der deutschen Grammatik und mit gesundem Menschenverstand geht ja jeder davon aus, dass sich die Worte “die Ehefrau” auf den im vorigen Satz genannten Herrn Clinton beziehen. Was ja nun mal nicht stimmt. Meine Theorie: Herr Clinton hatte in dem Ding gar nichts zu suchen.Gemeint war Herr Obama. Dann machen beide Sätze wieder Sinn.
Aber das ist nur so ne Idee von mir…