Spießer Alfons: „Ein Service der Deutschen Post“…?
Der Briefkasten des Spießers ist ständiges Ziel der Werbung. Mitunter landet dort aber auch zuviel des Guten. Doch wenn Alfons ein Schild an seinen Postkasten machen würde, dass er keine Werbung wünscht, dann bekommt er ja überhaupt keine Reklame mehr. Und das will er auch nicht.
Besonders lästig ist der allwöchentliche Einwurf von EINKAUFAKTUELL. Das ist ein dünnes TV-Programm mit anhängender Werbung, was nach postalischer Angabe “Ein Serve der Deutschen Post” sein soll. Doch das TV-Programm interessiert den Spießer nicht die Erbse, weil er zum einen schon zwei Programmzeitschriften abonniert hat, in die er ohnehin kaum reinguckt, und weil er zum anderen das tägliche Programm auch in den zwei Tageszeitungen findet, die er täglich im Briefkasten hat. Und die Werbung, die dem Gratisblatt beiliegt, macht den Spießer auch nicht sonderlich an.
Warum Alfons diese Postwurfsendung aber aufspießt: Während sich normale Werbesendungen mit leichter Hand in die Rundablage werfen lassen, ist das bei EINKAUFAKTUELL etwas umständlicher: Das Blatt samt Beilage ist in eine Folie eingeschweißt. Und weil Alfons ein ordentlicher Mensch ist, entfernt er die Folie, um diese in den Sack mit dem Grünen Punkt zu werfen, wohingegen das Papier, das 100% recycelt ist, in den Papiercontainer wandert, um 200%ig recycelt zu werden.
Mehrfach hat Alfons diese Sendung auch schon ans Postmarketing zurückgeschickt — nützt aber nichts, er kommt jede Woche wieder, dieser “Service der Deutschen Post“. Wie schrieb doch Dichter Nebel als kostenlosen Service auf eine Postwurfsendung? Er schrieb per Einschreiben: „Wenn schon kostenloser Service, dann lieber Kaffee-Service!”
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Das mit Müll-Trennung bei diesen Einwurfzeitschriften kenn ich
Aber das Programm ist nicht einmal vollständig: die haben da kein arte. Daher geht das Heft ungelesen aber müllgetrennt in die Mülleimer.
am Besten einfach in den nächsten Briefkasten werfen. Dann braucht man vorher auch nichts trennen.
Ich werf den Mist immer ungetrennt in die Papiertonne, ich dachte, im Service der Deutschen Post sei es inklusive, daß die den Müll auch wieder selbst trennen.
Ich habe meinen Mitmietern auch schon vorgeschlagen, die Briefkästen einfach immer offen zu lassen und die Papiertonne drunter zu stellen, die 10% echte Post fallen ja eh kaum auf.
Bilanz einer Woche:
1x den in Plastik eingeschweißten Müll
2x Gratiszeitung (Wetterauer und Bad Vilbeler)
Tengelmann
Rewe
Aldi
Real
Pitstop o.ä.
5-10 sonstige Postwurfsendungen
2 Rechnungen oder andere Post, die man nicht wegwerfen sollte
So in etwa schaut mein Briefkasten – die öffentliche Papierwertbox aus. Man mag schon garnicht mehr das Türchen aufmachen.
gruß
Schließe mich @nils an: Make it someone else’s problem – also in den nächsten Briefkasten damit, dann ist es nicht mehr mein Problem. Wenn das so viele Leute konsequent machen, dass sie mit dem Leeren der Briefkästen nimmer nachkommen, werden sie den Schmarrn schnell genug wieder einstellen.
Wenn die Briefkästen zugespammt werden steigt höchstens das Porto…finde diese Werbeform aber auch höchst lästig. Grundsätzlich ist eine Postwurfsendung eben viel zu billig.
Ach ja warum muss ich denn immer meine Email hier angeben? Das will ich nicht. Kommentieren will ich aber. Das nennt man Webzwonull!
Euer Dr. Pflichtfeld
also ich finde diesen service eigentlich ganz praktisch, da ich keine zeitung abonniert habe, und auch keine tv.zeitschrift.
aber so was ich höre, dass man das empfangen nicht abstellen kann, das finde ich dann auch sche***
außerdem muss die post ja das reinholen, was sie durch immer weniger verschickten briefen verliert xD
Hier oben auf dem Berg kommt eh nur Werbung, die vom Postboten ausgeliefert wird – das vorab.
Dafür kommt aber auch keine “Umsonst-Zeitung”, wo sonst immer die ganze Schweinebauch-Anzeigen drin sind.
Aber ein bischen erinnert mich das an das Gepeste, das die Westfalenpost (die wir nicht mehr lesen) darum gemacht hat – Plastikhülle, Umweltschutz, die armen Postzusteller, wenns regnet kleben die Dinger zusammen – dabei geht es denen doch nur um eines: Tageszeitungen verdienen einen nicht unerheblichen Teil mit Beilagen.
Also ganz klar wirtschafltiche Interessen verbrämt mit Umwelt- und Arbeitsschutz.
Und wer es partout nicht haben will, klebt einen Aufkleber auf seinen Briefkasten, notfalls noch ein Gespräch mit dem zuständigen Postzusteller, dann dürfte das erledigt sein.
Ich stelle mir gerade vor, wie jeder seine Ausgabe beim Nachbarn einwirft. Das wird ein Chaos
Und das mit den Portokosten kann die Post wahrscheinlich verkraften, oder?
Hat inzwischen mal jemand herausgefunden, ob man das Ding tatsächlich nicht abbestellen kann?
Man kann sich doch sonst auch gegen jede Form unerwünschter Werbung wehren.