Werbezensur: EU-Parlament strickt am Verbot der Klischees
Das große Übelnehmen vermeintlich mangelnder PC (Political Correctness) kannte ich bislang vor allem aus den USA. Dort schubsten aufgeregte Betroffene Snickers aus dem Werbeprogramm, weil Mr. T im Spot “Get some Nuts” forderte und auf einige schwulenfeindlich wirkte. Aber auch hierzulande wachsen die Empfindlichkeiten, wie die jüngste Aufregung über eine zum Nazi-Vergleich hochstilisierte Kampagne von Citroën (Euro RSCG) mit dem Claim “Unmistakeably German” belegte.
Damals fragte ich mich noch belustigt: “Wann also werden Frauen endlich gemeinsam wie ein Mann aufstehen und gegen das falsche Frauenbild der Maggi-Werbung zu Felde ziehen, wann werden sie sich über neue Coke-Light-Männer beklagen, in deren Spots Frauen auf triebgesteuerte Wesen reduziert werden?”
Die Antwort. Jetzt. Neue Werbeverbote drohen.
Die Aufrechten kommen einmal mehr aus dem Europaparlament, Hort der Wahrheit und des wahren Lebens. Der dortige Frauenausschuss fordert einen Verhaltenskodex gegen Geschlechter-Klischees in der Werbung.
“Geschlechtsspezifische Klischees in der Werbung stecken Frauen, Männer, Mädchen und Jungen in eine Zwangsjacke, beschränken Individuen auf vorgegebene künstliche Geschlechterrollen, die oftmals herabwürdigend, beschämend und erniedrigend für beide Geschlechter sind”, klagt die schwedische Europa-Abgeordnete Eva-Britt Svensson.
Ihr Ziel im Dienste der Gleichberechtigung: Das Verbot aller Klischees.
Im Entschliessungsentwurf heißt es unter anderem:
“…fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, einen „Verhaltenskodex“ für die Werbebranche zu entwickeln, in dem Marketing-Botschaften den Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern achten und in dem Geschlechterstereotypisierung und jegliche Ausbeutung oder Erniedrigung von Männern und Frauen vermieden werden…”
Das Ende der liebenden Nimm2-Mütter, das Ende der lebendigen Miracoli-Familie? Oder werden die Spots dann mit einem Abbinder versehen: “Diese Hausfrau ist auch berufstätigt”. Oder wird für die Gleichberechtigung gleich anschließend ein Spot mit einem Hausmann gezeigt? Wenn eine Frau sich gegen die Berufskarriere entscheidet ist daran bestimmt nicht die Rama-Werbung schuld.
Ach, wenn es nur das wäre: Der Frauenausschuss hat auch grundsätzlich was gegen Klischees und will “Geschlechterstereotype aus Lehrbüchern, Spielzeug, Videos und Computerspielen, Internet und neuen Informations- und Kommunikationstechnologien” beseitigen. Die Soziologie der 60er Jahre feiert da fröhliche Wiederauferstehung und fordert unter dem Strickmantel der Gleichberechtigung die Zensur. Als nächster akt im Großreinemachen werden dann wahrscheinlich Bücher von Rosamunde Pilcher verboten.
Der Frauenausschuss hat dabei durchaus auch berechtigte Anliegen und will auch Diskriminierung, Gewalt, Sexismus in der Werbung bekämpfen. Geschmacklose Beispiele dafür gibt es genug wie die Sklavenhalter-Werbung von Dolce und Gabbana und auch das Magazin “Deutsch” belegen. Solche Monströsitäten haben in der Werbung nichts zu suchen und werden zu recht abgemahnt. Dafür reicht der Werberat, dem man vielleicht ein paar kostspieligere Varianten der Rügen wünschen mag. Es sind letztlich aber nur geschmacklose Aufreger.S ie haben einen Mann sicherlich nicht ins Domina-Studio geführt oder gesellschaftliche Lebenswelten beeinflusst. Eine solche Kompetenz unterstellt Sevensson aber der Werbung.
Doch daran glauben nicht einmal die selbstverliebtesten Werber.
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Das Schlimme ist: Was sich jetzt wie Satire liest, wird irgendwann so kommen. Nicht jetzt, nicht nächstes Jahr – aber irgendwann. Zunächst als “freiwilliger” Kodex, später als Gesetz mit der entsprechenden Werbekontrollbehörde dazu (da entstehen wieder schöne Jobs für verdiente Bürokraten!). Das war schon so bei Zigaretten- und Alkoholwerbung und ist kurz davor bzw. gerade umgesetzt z.B. bei Auto-, Glücksspiel- und Süßigkeiten-/Lebensmittelwerbung.
Es ist natürlich Unsinn, dahinter eine politische Verschwörung zu wittern (These: Weil die Politik die freien Medien zumindest in Westeuropa schlecht zensieren kann, versucht sie, deren Werbefinanzierung zu erschweren – um sie dann, siehe Frankreich, mit Staatsgeld/Subventionen gefügig zu machen. Ziel: Eine Art öffentlich-rechtliche Presse, mit Politikern in irgendwelchen Gremien, und wenn es nur um die Geldzuteilung geht …) Nein, das ist Unsinn, so weit vorausschauend und planvoll handelt kein Politiker.
Vielmehr hat wohl der gute alte Max Weber Recht: Die Bürokratie vermehrt sich selber, indem sie sich ständig neue Aufgaben sucht. Klingt harmlos, ist aber in Wahrheit viel gefährlicher als irgendein großer Plan – weil’s schleichend geht, nur in kleinen Schritten (“Ach, das ist doch jetzt nicht so schlimm”) und daher keiner so richtig merkt, wie Freiheit und Wohlstand mal wieder weniger werden.
Ein Beweis, das nicht nur in Deutschland die ungeliebtesten und inkompetentesten Politiker gerne von der eigenen Partei ins Europaparlament abgeschoben werden.
Die EU-Bürokratie kann man gerne bashen, irgendwen Richtigen erwischt man sicher. Ab und an kommt aber auch Nützliches bei raus, nicht nur Krümmungsvorschriften von Gurke und Banane. Zum Beispiel wenn die EU Deutschland zwingt, das veraltete Schornsteinfegergesetz, das noch aus der Nazizeit stammt, zu überarbeiten. Von selber macht D das ja nicht, kann man als Kaminkehrergeplagter noch 100 Jahre warten.
Und was diese Klementine-Klischees angeht, bin ich nicht unfroh darüber, dass Werber sich jetzt etwas Neues einfallen lassen müssen. Ist doch ihr Job, das Kreative. Dann man ran.
Vorsicht, Klischee-Bashing:
Klar langweilen sich (EU-)Beamte und suchen ständig neue Wege ihre Existenz laufend neu zu erfinden und zu sichern. Genau: Vielleicht saß der diensttuende EU-Beamte einfach nur mega-gelangweilt vor seinem Büro-TV und wollte endlich keine dümmlichen Klischee-Weiber mehr.
Meinen Segen hatt er. Diesmal.
“Solche Monströsitäten haben in der Werbung nichts zu suchen und werden zu recht abgemahnt. Dafür reicht der Werberat,… ”
Wer? Dieser zahnlose Tiger?
@Vroni
Weniger Klischees. Bin ich dafür. (Auch wenn die immer noch wunderbar verkaufen sollen) Aber bitte freiwillig, Einsicht in das Bessere und nicht per Zwang.
ich sag ja, der “zahnlose Tiger” könnte für seine Rügen ein paar kräftigere Strafen benötigen: 10 Prozent vom Mediaetat – Brutto!
Freiwillige soziale Kampagne für die “werbe-opfer” oder so.
Aber Verbote? demnächst dann : keine testimonial-werbung, weil ein schmarrn (kauft ein Promi bei Adler?), Keine adjektive wie lecker mehr, weil subjektiv, usw.
PS: Schornsteinfegergesetz – womit du dich alles auskennst.
Seien wir doch mal ehrlich: Freiwillig und einsichtig hat von den üblichen Verdächtigen in Europa noch nie was gemacht. Wurstegal ob in der Werbung oder Pharmafirmen (letztere haben auch wunderfeinste Ethic Codes, und?).
“keine testimonial-werbung, weil ein schmarrn…”
Ja bitte! Weg mit dem Kram. Und das “lecker,lecker,lecker” aus dem Büro-Radio (Müsli, ich sag jetzt nicht wer) hat mich dermaßen genervt dass ich bereit war, freiwillig zu defenestrieren. Ja, ich bin von mancher Werbung so entnervt, vor allem von der dümmlichen sexistischen, dass mir Verbote ganz Recht sind. Weil ich weiß, dass freiwillig gar nix passiert gendermäßig, schon gar in Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie. Jeder Nippel und Dummfug ist doch da willkommen, Hauptsache Quote und Aufmerksamkeit, und ich habe das satt. Das ist jetzt ein sehr persönliches Bekenntnis.
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Und ist noch nicht perfekt, aber immerhin. Grob gesagt: Man darf sich jetzt seinen Kaminkehrer halbwegs aussuchen. Vorher war Schicksal, doomsday. Manche (gottseidank nicht alle) neigen zu Gestapo-Manieren, da mit außerordentlich (und zu) viel Macht von der Kammer und dem Gesetzgeber ausgestattet ist/war, dass sogar grosse Installateure kusch(t)en.
Schornsteinfegersache: Gar kein so ein exotik Ding. Wird jetzt im Herbst verabschiedet, und du glaubst gar nicht, wie viele Geplagte (Kleinomahäuslesbauer, engagierte Leute mit modernen energiesparenden Heizungsanlagen oder ETW-Besitzer) danach gelechzt haben
wer klischees verbieten will, will die wahrheit verbieten – denn auch wenn es nur die abgeklatschte wahrheit ist, ohne wahrheit kein klischee.
klischees sind tief verwurzelt in unserer denkweise (man lese nur aufmerksam die antworten auf obigen artikel, ungeliebte politiker nach brüssel, etc…) – und vielleicht ist das ganze sogar von der natur gewollt: radikale vereinfachung (die im menschlichen bereich selten schmeichelhaft ist) zum schnelleren verständnis und zur beschleunigten informationsverarbeitung. der verzicht auf unwesentliches.
danke, EU, als obs nichts wichtigeres gäbe.
wann wird eigentlich ironie verboten?
@ bloom
Klischees = Wahrheit. Aha.
Klischees sind grobe, überbeanspruchte, oft auch auch überholte Denkschemata. Dass viele Leute die haben, ist wahr, aber deswegen sind Klischees nicht: Wahrheit. Rabulistiker.
Zu den Gender-Klischees:
Ich bin hundertprozentig sicher, wenn es gegenüber Männern in der Medienwirklichkeit solche entwürdigenden und abwertenden Klischees gäbe wie gegen Frauen, bräuchten wir solch eine EU-Initiative gar nicht zu besprechen, denn es gäbe sie längst. Und zwar “a so halt” (=unhinterfragt, selbstverständlich, da gegen die Menschenwürde, heißt ja auch mankind und nicht womenkind, ^^) und ohne Pseudo-Liberalitätsgekeife mit Freiwilligkeit und so Dingens.
nein vroni,
lies nochmal genau, was ich geschrieben habe. ohne wahrheit, kein klischee. will meinen, dass jedes klischee auf einer wahrheit basiert. den rabulistiker muss ich also zurückweisen
und noch was, liebe vroni,
es gibt wahnsinnig viele männerbilder in der (werbe)welt, mit denen ich mich nicht identifizieren kann, die ich teilweise für die betroffenen entwürdigen finden könnte – allein, es ist mir wurscht. ich fühle mich nicht betroffen. ich weiß, dass ich kein hinterherpfeifender bauarbeiter bin, ich weiß, dass ich kein tpischer werbefuzzi bin, was auch immer.
nehmen wir mal meine mutter. die hat seit knapp vierzig jahren einen haushalt geschmissen, zwei extrem prachtvolle söhne großgezogen, kümmert sich um haus und großeltern und um das nicht immer pflegeleichte ‘familienoberhaupt’. sie ist ne hausfrau, durch und durch. trotz höherer schulbildung, trotz berufsausbildung – sie hat sich für den anderen weg entschieden. und sie sieht manchmal auch so aus, wie moderne hausfrauen aussehen und gezeigt werden.
ich glaube sie wäre nicht erfreut zu hören, dass du dieses abbild als würdelos bezeichnest.
ich für meinen teil habe vor diesen frauen weitaus mehr respekt als vor denen mit ‘karriere’.
Ja Irrtum beruht ebenfalls auf Wahrheit. Klar. Man kann alles hindefinieren. Pogrome gegen Bevölkerungsteile beruhen auch auf Wahrheit, ebenso wie grobe Vorurteile allgemein (gegen Dicke, gegen Leute mit Hunden….) . Das bedeutet, dass man gegen diese Wahrheit(en) nix sagen und unternehmen darf? Maulkorb? Weil ja alles irschendwie Wahrheit ist?
Es gibt Grenzen.
Und lies mal genau, was ich geschrieben habe.
Ich teile einfach diese hyperphilosophische, sophistische Pseudoliberalität für das echte Leben nicht, sondern bin Pragmatiker. Als solcher erkenne ich, wann Schluss ist mit Freiwilligkeitsgefasel, wenn munter weiter entwürdigt wird.
Vroni, erspare uns in dieser Debatte die vollständige Erfüllung von Godwins Gesetz. Das kannst du besser.
keine Ahnung wers gesagt hat: Wir alle verachten Vorurteile, aber wir sind alle voreingenommen.
vroni, entschuldigung, schriebst du gerade, du willst was gegen wahrheiten unternehmen?
ich bin übrigens auch gegen freiwilligkeitsgefasel.
ich will gar keine neue regelung. ich finde rügen des werberats gegen wirklich diskriminierende darstellungen ausreichend – zumal es extrem schwierig sein dürfte, die grenze zwischen klischee und halbwegs authentischer wiedergabe (ich spreche nicht mal mehr von darstellung, merkst du’s?) zu ziehen.
mich wundert, dass du als scheinbare große kämpferin für recht, gerechtigkeit und glkeichberechtigung, dies ausgerechnet mit quasizensorischen maßnahmen erreichen willst …
Quoten sind in Ordnung. Sie sind quasi-zensorische Maßnahmen, die ich für persönlich gut heiße. Weil sie mit Taten und nicht nur mit hohen/hohlen Worteneine Schieflage handelnd-aktiv thematisieren, provozieren. In Norwegen wird das gerade gemacht: AGs müssen eine bestimmte Quote von weiblichen Vorständen(Topmanagern aufweisen.
Quasi-zensorische Maßnahmen wie die jetzt vion der EU sind dann in Ordnung, wenn nicht absehbar ist, wann das “System” sich denn selbst und freiwillig besinnen wird. Ich selber nenne das pragmatische Nachhilfe – und bestimmte Individuen, hier im Werber- und Marketingbereich scheinen sie tatsächlich zu brauchen.
Einsichten, die verstärkt in Lagern der sogenannten Gender-Studies geteilt werden: Änderungen zu einer Versbesserung des Verhältnisses der Geschlechter untereinander müssen manchmal eben aktiv angestoßen werden. Und nicht nur mit Worten.
Man kann sie nicht dem freien Markt oder einer potenziellen irgendwann-Änderung des Zeitgeistes überlassen. Und zwar deswegen nicht, weil eben das Majoritätsprinzip sonst immer wieder siegen wird. Siehe auch die Magermodel-Debatte. Soll man warten, bis der Magerzeitgeist seine dürren Lüftchen irgendwann von selber beendet oder soll man nicht besser eingreifen. Gute Frage, darf jeder andes beantworten als ich. Ich bin ein Typ, der bei sowas fürs Eingreifen ist.
Ich werde auch immer den Mund aufmachen, wenn argumentiert wird, aber Mutter und Omma hätten die Klementine, das schlechte Lenorgewissen und deren Gegenseite der gleichen Medaille, die sexy Hupfdohlen auf Autoheck, doch auch nicht entwürdigend gefunden.
Um sexistisch-klsicheehafte Werbung entwürdigend zu finden, braucht es halt auch das Bewusstsein, ja eine innere Kategorie des Selbst_bewusstseins dazu. Die hatte diese Generation häufig noch nicht. Sie glaubten tatsächlich, sie müssten putzen bis zum Umfallen und gleichzeitig dabei supergeil und fickbereit aussehen.
Moderne Frauen aber finden das öd, entnervend und entwürdigend. Und finden – zumindest ich – das gar nicht so schlecht, dass Agenturen und Medien jetzt an den selbstgerechten und libertinösen Latz gegriffen wurde.
ok, lassen wir’s gut sein. diese diskussion ist zeitverschwendung.
schönes wochenende
uli
(arbeitet viel, verdient noch mehr, fettes auto, sieht gut aus, waschbrettbauch, volles haar, groß, breite schultern, schurkencharme aber kinderlieb, kann immer, überall und extrem lange)
“diese diskussion ist zeitverschwendung. ”
So kamma das auch sehen.
emma
Hässlich, haarig, Hängetitten, hasst Sex, hohle Wangen, Halblatschen
gerade wird auf vielen foren, auch auf konsumgöttinnen.de, scharf über das thema diskutiert wieviel klischee darf denn sein in der werbung..gerade jetzt wo das europ. parlament doch überspitze klischees in der werbung verbieten will…. dennoch bin ich der meinung, dass werbung ohne klischees einfach nicht funktionieren kann…..Werbung wird klischeehaft gemacht, um einen Typ anzusprechen und nicht um diesen Typen zu generieren….
ich habe den Eindruck, dass ein solches Frauenbild in der heutigen Werbung gar nicht mehr häufig transportiert wird. Es gibt genauso Werbung mit dem Power-Frauen Klischee, dem Sporty-Spice-Klischee und was weiß ich. Die haben alle absolut ihre Berechtigung, denn es soll ja tatsächlich Frauen geben, die in einer häuslichen Rolle aufgehen. Genauso wie es erfolgsorientierte und sportbegeisterte Frauen gibt, die dann entsprechend im anderen Klischee aufgehen.
Die These, Werbung würde Frauen oder auch Männer mit einem bestimmten Rollenbild indoktrinieren ist doch an erster Stelle Unfug. Vor allem in einer freiheitlichen Gesellschaft, in der du keine Werbung konsumieren musst.
Die Meinung bringts gut auf den Punkt: http://juragonzo.blog.de/2008/.....en-4678469
Diese Meinung bringt es überhauopt nicht auf den Punkt.Gonzo-Journalismus (juragonzo.blog jetzt) ist ja recht unterhaltsam und meinungsstark, richtig viel mehr weiß man hinterher leider nicht. Da faktenarm.
Fakt ist, dass man in der EU sich das ausdachte, weil:
1.) Rückfälle in überholt geglaubte einseitige, diskriminierende Geschlechterstereotype wieder zunehmen. Überprüfbar, europaweit.
2.) Andere europäische Länder als Deutschland keinen wie auch immer dollen oder weniger dollen Werberat haben. So.
Bitte vor allem Punkt 2 zum deutschen Werber-Allgemeinwissen hinzuzufügen und den perfekt durchgestalteten Tellerrand erweitern. Danke.
Bevor Sexismus zensiert wird, zensieren Sexisten zunächst Kritiker. Als ich gestern in den Blog der Mancademy einige kritische Zeilen zu der Kampagne gepostet habe und der Beitrag tatsächlich schon online war, ist er heute wie vom Erdboden verschluckt. Wovor haben die Burger Kings denn da so große Angst? Ein echtes Armutszeugnis für die Firma…