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Spießer Alfons: BILD-Promotion für Pornofilm

5. September 2008
von

Wie macht man als Produzent eines Pornofilms am besten Werbung, wenn man den klassischen Werbeweg nicht gehen kann? Ganz einfach: Man geht zu BILD. Dort gibt man einem lüsternen Redakteur ein scharfes Foto und erzählt, dass man einen Pornofilm in einem Abteil der Bahn gedreht hat. (Letzteres muss natürlich gar nicht stimmen, denn man könnte so was auch im Studio oder Wohnzimmer aufbauen, da die Kamera ja sowieso mehr auf andere Stellen gerichtet ist.)

bahn-kommt.jpgJa, und dann erzählt man dem Redakteur den Inhalt des Films und dass die DVD „Rekrutenfick im Zug“ heißt. Das ist wichtig: Der Titel muss natürlich unbedingt in dem Beitrag genannt werden, genauso wie der Name der Produktionsfirma, da der ganze Beitrag ja sonst keine Werbung wäre sondern verpuffen würde! Und der Redakteur umschreibt den Akt dann auch noch hübsch mit wohlgefälligen Werbeworten wie z. B. „Die Bahn kommt!“ und „Er genießt in vollen Zügen“.

Und wenn es BILD auch noch gelingt, dass die Bahn etwas gegen den Streifen unternimmt, dann kann die Boulevardzeitung vielleicht noch einmal über diesen „Schmuddelfilm“ berichten und weitere Beweisfotos drucken. Spießiger Tipp: Die DVD ließe sich bestimmt auch als Prämie für Abo-Werbung einsetzen!

PS: Und jetzt behaupte niemand, die Produktionsfirma wäre gar nicht auf BILD zugegangen, sondern der Schreiber mit dem Namen “Ingo Wohlgeil Wohlfeil” hätte das selber recherchiert!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: BILD-Promotion für Pornofilm ”

  1. kopfdrogen am 5. September 2008 um 14:31 Uhr

    Ingo Wohlgeil, super Wortspiel *schenkelklopf*
    Schon gut, dass der ganze Pornodreck und Schmuddelkrams, der sich so tückisch tagtäglich in die Medien schleicht, mal so richtig gnadenlos entlarvt und an den Pranger gestellt wird. Schon gut, dass auch der Name des Films genannt wird, ich hätte ihn sonst nur schwer entziffern können bzw. mir die Bild kaufen müssen. Schon gut, dass es noch Leute gibt, die für Moral und Anstand eintreten und dieser lüsternen Journaille den Kampf angesagt haben. Vielleicht solltet ihr mal eine Kooperation mit der Redaktion “Wachturm” überlegen.

  2. Jan am 6. September 2008 um 08:11 Uhr

    Noch besser wird die Geschichte allerdings, wenn man einmal nach dem Produktionsjahr des Streifens schaut – das ist nämlich 2007, und damit ganz weit weg von “aktuell” oder “Skandal, der gerade passiert ist”. Da stellt man sich gleich noch einmal die Frage, warum die BILD das jetzt thematisiert …

  3. oliverg am 6. September 2008 um 10:17 Uhr

    > warum die BILD das jetzt thematisiert …

    Na: Weil man jetzt in der Videothek danach fragen kann?

  4. Menno am 6. September 2008 um 13:50 Uhr

    Zum Thema Werbung für Rekruten in BILD … empfehle ich nachfolgenden Link

    http://www.bild.de/BILD/unterh.....te-er.html

    Liebe Grüße

    Ingo Hohlgeil

  5. Paule am 7. September 2008 um 11:43 Uhr

    Spießer Alfons. Perfekter Name, wenn man sich über einen Bericht aufregt, in dem ein Porno vorkommt – gegen den die Bahn sogar juristisch vorgeht. Da der Film aber tatsächlich schon 2007 erschienen ist und sogar schon 2006 produziert wurde (und bei BILD.de in dem Link oben ziemlich verrissen wird) hat das wohl auch nix mit Werbung zu tun, allerdings mit der Unfähigkeit zu googeln. Dann hätten die BILD-Kollegen nämlich gemerkt, das die Geschichte viel zu alt ist. Ihr postet hier übrigens in einem Medium, dass zu 40 % aus Porno besteht.

  6. Kerstin am 7. September 2008 um 14:16 Uhr

    Da wäre noch Meike Meyruhn zu erwähnen, die in BILD fleissig über Auktionen aus gesext.de “berichtet”.

    http://www.bild.de/BILD/unterh.....ernet.html

    http://www.bild.de/BILD/unterh.....ktion.html

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