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Burger King öffnet die Mancademy und bietet Web-Werbung für Weicheier

9. September 2008
von

Wenn es darum geht, Klischees in der Werbung zu verbieten (was man durchaus ernsthaft diskutieren kann und muss), dann wird zuallererst das Heimchen am Herd als Musterbeispiel aus der Küche gezerrt. Seltener bis gar nicht all jene Verballhornungen, die Männer im Dienste der Werbung – allen voran in stumpfsinniger Bierwerbung – erleiden müssen.

Aber auch bei Burger King. So wie bei der Kampagne “Mancademy” in der Männer einmal mehr auf das vermeintlich Wesentliche ihrer Art reduziert werden. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, schließlich haben Männer ein breites Kreuz, wenn es nicht auch einen Mancademy-Blog zur Kampagne geben würde.

mancadamy.jpg

Da ich den Spot derzeit nicht einbinden kann, gibts ihn zum Ansehen bei Horizont.net.

Der Blog beerdigt gottlob endlich den alten Streit um “der Blog” und “das Blog”. Nur warum sind ausgerechnet bei diesem Thema keine Kommentare erlaubt? Feige Burschen? Auch sonst wirkt der mit vier knappen Beiträgen armselig befüllte Blog wie ein typisch männliches Kommunikationsdefizit eine verpasste Chance.

Aus der Nummer hätte Burger King in Verbindung mit der Kampagne und männlichem (Multimedia-)Content mehr machen können. Doch das wundert wenig, wenn selbst der Spot auf die Schnelle nirgendwo zu finden ist, um ihn in einem Blog einzubetten. Zweite vergeigte Chance. Schade.

Kein Mut zum Big Size bei Burger-King? Kernige Sprüche in der Werbung und dann Web 2.0-Werbung für Weicheier? Dabei sitzen doch bei Crispin, Porter & Bogusky echt kreative Kerle (und auch Frauen – Gleichstellungshinweis). Obendrein gibt es offenbar für eine Mancademy durchaus Bedarf.

Aber wo wir gerade dabei sind: Jungs, wo sind die Klischee-beladenen Männer-Spots, die bei euch ein tiefes Grummeln im Bierbauch verursachen?

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Kommentare zu “ Burger King öffnet die Mancademy und bietet Web-Werbung für Weicheier ”

  1. Markus Willnauer am 9. September 2008 um 17:43 Uhr

    Schwach, schwach, schwach, verpasste Chance beim Spot wie beim Blog.

  2. chris am 9. September 2008 um 23:55 Uhr

    gabs schon bei bud

  3. Kowalski am 10. September 2008 um 14:33 Uhr

    Bei mir grummelts im Bierbauch, wenn Bier nur an Kerle verkauft wird, siehe Holsten (= knallt am dollsten ;o)

  4. King Mario am 17. November 2008 um 20:46 Uhr

    Ne tolle Kampagne ist das. Ich hab einen kritischen Beitrag in den komischen Blog da geschrieben,weil ich die ganze Sache einfach nur sexistisch, prollig und platt finde und der Eintrag wurde tatsächlich gelöscht. Uuh, Burger King hat Angst vor Leuten die denken können. Schön amerikanisch und sehr unlecker…

ivw