General Motors im Dialog 1.0 mit Bloggern
Die Auseinandersetzung mit Bloggern im Web sollte ein aktiver Dialog sein. Im eigenen Blog oder direkt bei den Kritikern. Daimler hat das ja mit seiner Reaktion auf die Soundlogo-Debatte vorgemacht. Auch andere Autobauer wie General Motors haben mit dialogorientiert gestalteten Corporate Blogs und webzwonulligen Social Media Newsrooms gezeigt, dass sie mit dem Dialog umgehen könnten. Das hindert GM aber nicht vor einem Rückfall in alte Zeiten.
Negativen Aussagen, den Klatsch und Tratsch im Web überdrüssig, versucht GM mit einer rein faktenorientierten Seite im Web, dem Dialog an allen Ecken eigene Argumente entgegenzusetzen. Gmfactsandfiction nennt sich das dann, ist kommentarbefreit und stellt schlicht Mythos und Fakt gegeneinander. 
Nur findet irgendjemand auf die Seite, wenn diese nicht völlig SEO-optimiert ist? Hat sie Einfluss auf die Gespräche im Web? Dass es berühmte Vorbilder, Barack Obama und McDonalds, für diese Presse-Seite im Tarnanzug gibt, sagt noch nichts über den Nutzwert.
Vielleicht besser als nichts, aber besser wäre es, sich direkt an der Konversation zu beteiligen. Denn eine Faktenseite, die bestenfalls eilige Journalisten ansprechen dürfte, geht an den echten Gesprächen ebenso vorbei, wie eine Pressemitteilung auf der Unternehmenswebsite. Genauso gut könnte das Unternehmen Flyer an einer einsamen Bushaltestelle verteilen, um dem Kaffeeklatsch im Cafe etwas entgegenzusetzen.
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Sieht aus wie wenn alle Sprachregelungen ins Netz gestellt wurden. Erinnert zudem ein wenig an klassisches Q&A.
Dann muss ein Unternehmen also ab sofort nur noch Webseiten mit Kommentarfunktion erstellen? Sonst sind sie blöd, halt einfach 1.0?
GM hat mit http://www.gmblogs.com doch schon einige Weblogs gelauncht, wieso muss jetzt _alles_ was ein Autokonzern im Web macht, unbedingt und nur Blogkonform sein, nur weil es eine tagebuchähnliche Struktur hat? Verstehe ich nicht.
(Und nein, ich arbeite weder bei noch für GM ;o)
@uknaus Yep faktenhuberei
AndreasK; ne, muss es nicht. Aber das Minimum der Lösung wäre ja zumindest gewesen a) auf weitere Plattformen zum Dialog mit GM zu verweisen. b) die oder eine Quelle der Mythen zu nennen. So wirkt das lediglich wie PR über eine imganinäre Bande.
Was ich an diesen “Kritik und Antwort” Plattformen mag (und warum ich sie auch baue für Kunden), ist – wenn man es richtig macht – genau das Eintreten in den Dialog. Aber dafür, das stimmt, wäre ein Link auf die “fiction” notwendig.
Dass hier also jemand auf halbem Weg stehen geblieben ist, finde ich offensichtlich.
Die Relevanz für das Finden dieser Seite sehe ich aber anders als du – denn wenn die Kritik vernünftig zitiert wird, ist sie auch mit suchbar, so dass Menschen, die nach dieser Kritik suchen, auf die eigene Plattform kommen können. Können! Aber sicher auch eher, wenn es ein Dialogangebot ist und sich mit konkreter Kritik auseinandersetzt (wie bei der Obamaplattform beispielsweise).