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Spießer Alfons: Nachrichten@Notizen (9)

17. September 2008
von

Kai aus der BILD-Kiste will 1000 seiner Leser mit einer Videokamera ausstatten, damit diese freiberuflichen BILD-Reporter beweglicher sind bei ihrer Jagd auf Menschen und dem Chefredakteur das tägliche Futter liefern sollen für Blatt und Netz. Dagegen läuft DJV-Chef Michael Konken empört Sturm — guckst Du hier und hier! Und Spießer Alfons hat ergänzend eine weitere Hammer-Idee: Wie wäre es, wenn Diekmann dazu noch 1000 Klofrauen mit einer Kamera bestücken würde?! Wenn diese heimlich auf den Toiletten installiert werden, dann liefern sie dem Boulevard-Blatt noch mehr Scheiße Intimitäten. Und danach sind Bordell-Betreiber als Videographen für BILD im Einsatz. Das alles ist dann der Journalismus des nächsten Jahrhunderts. Ja, was George Orwell nicht geahnt hat: Dank Diekmann wird die Version vom Big-Brother endlich wahr, nicht nur durch die Freiwilligen im gleichnamigen TV-Programm.

Wenn’s um die Kohle von Spießer Alfons geht, so wurden die Gelder jetzt zweimal umgeschichtet. Leider nicht vom Soll ins Haben, sondern: Alfons hat sowohl ein Konto bei der Dresdner als auch bei der Postbank. Und daran sind nun auch die Commerzbank beteiligt und die Deutsche Bank. Jetzt wartet der Spießer darauf, dass sein drittes Geldinstitut ebenfalls in andere Hände übergeht. Es ist dieses das größte im Lande, wo Spießer Alfons das meiste Geld lässt, nämlich das Finanzamt!

Der Begriff „Rasse“ soll aus deutschen Gesetzen gestrichen werden, will das Deutsche Institut für Menschenrechte. Weil man Rassismus nicht wirksam bekämpfen könne, wenn der Begriff „Rasse“ beibehalten wird. So äußerte sich sinngemäß der Jurist Hendrik Cremer, der dazu sogar eine Studio im Auftrag des Instituts erstellt hat. Nun heißt es ja schon im Grundgesetz, dass niemand wegen seiner Rasse benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Und deshalb sollte es nach Meinung von Spießer Alfons auch keine Hunderassen mehr geben, wo es für Kampfhunde einen Maulkorb-Erlass gibt, während Pudel ihr Maul aufreißen dürfen!

Canon informiert im Rahmen seiner Werbung für Farbdrucker: Studien belegen, dass farbig gedruckte Rechnungen deutlich schneller bezahlt werden! Sogleich lässt der Spießer auf seine Rechnungsformulare einen Regenbogen drucken, daneben einen Pfau und viele Schmetterlinge. Wommasehn, ob’s nützig ist!

Als der Spießer das erste Mal den Telekom-Spot mit Paul Potts gesehen hat, war Alfons sehr angetan. Beim zweiten Mal auch noch, genauso wie beim dritten Mal. Nach dem 98. Mal (gefühlt), gruselt sich der Spießer jedoch vor der Telekom. Und wenn dieser Spot dann auch noch ein und dieselbe TV-Sendung mehrfach unterbricht, dann ist das Anti-Werbung der brutalsten Art und Weise. Schade ums Geld!


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Kommentar zu “ Spießer Alfons: Nachrichten@Notizen (9) ”

  1. tom am 17. September 2008 um 09:57 Uhr

    Der Spot mag ja herzerwärmend sein, gut ankommen und als Meisterstück der Telekom gelten – ich fand ihn schon beim ersten anschauen doof. Im Sinne von: was interessieren mich casting-shows, insbesondere aus England (oder USA? Weiß es nicht), mit irgendwelchen Menschen, die sowas ähnliches wie Opernmusik vortragen, was mich in keinster Weise bewegt, bzw. nur meinen Finger: auf den Umschalter. Nach gefühltem 1 mal.

ivw