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Barcamp und Aktiencamp: Zeltplätze des Web 2.0

21. September 2008
von

camp2.jpgAm 18. Oktober kollidieren zwei interessante Termine: Das Barcamp in Berlin und das Aktiencamp in München, das vermutlich gerade jetzt besonders aufschlussreich werden dürfte.

camp1.jpgCamp, das klingt ein wenig nach Zeltplatz. Dennoch geht es hier wie dort ums Business. Nur vielleicht ein wenig anders als man es gemeinhin von Kongressen mit ihren Stehtischen gewohnt ist. Denn Barcamps sind ein Erbe des Web 2.0 und sehen sich eher als Un-Konferenz.

Beim Aktiencamp geht es, wie man berechtigterweise vermuten kann, um Finanzen, Portfolios, Anlagen und die kleine und große Idee für die Geschäfte an der Börse. Organisator ist das Startup Stockflock, eine Art Aktien-Community. Beim Aktiencamp geht es vergleichsweise geordnet zu. Als feste Redner stehen unter anderem Autovermieter Erich Sixt, und der als „Börsenbauer“ bekannte Analyst Johann Schmalhofer auf dem Programm. Am Nachmittag sollen dann Privatinvestoren und Hobbyanalysten ihre Sicht der Börsenwelt darstellen können. 10 Interessierte können vortragen, wenn ihre Idee, ihr Themenvorschlag von den Besuchern abgenickt wird.

Mit einer Mischung aus festen Themen und offener Tagesordnung ist das Aktiencamp eher eine hypride Form eines Barcamps. Denn im Grunde ist ein Barcamp eine Nicht-Konferenz ohne feste Rednerliste. Ziel: Offener Austausch mit Diskussionen, Präsentationen und Interaktion — mit offenem Ergebnis.

Denn Ablauf und Inhalte bestimmen die Teilnehmer dabei „auf Zuruf“. Ein modernes Sit-in, ein webzwonulliges Be-in, das auf den ersten Blick chaotisch wirkt, aber durch Selbstorganisation nicht chaotisch wird. Denn das Barcamp wird im Vorfeld über Wikis und Blogs organisiert. Am Tag des Barcamps werden die Vorträge und Diskussionsrunden dann über Pinnwände und Co von den Teilnehmern mehr oder weniger spontan koordiniert. Ziel: jeder Teilnehmer kann vortragen, jeder Referent nimmt an den Workshops und Sessions teil.

Der „reinen Lehre“ folgt denn auch das Barcamp am 18. Und 19.Oktober in Berlin, das als eines der größten, wenn nicht das größte Barcamp in Deutschland gilt und international ausgerichtet ist: Kernregeln: „No spectators, only participants.“ Etliche Sponsoren begleitet die Un-Konferenz, die in Berlin bereits zum dritten Mal über die Bühne geht.

Worum es inhaltlich gehen wird: Das Web 2.0 und der ganz Rest, abhängig davon, was die Teilnehmer in die große Barcamp-Wundertüte, für die es bereits Vorschläge gibt, packen werden. Eine Wundertüte, in der sich dann vielleicht das nächste große Ding verbirgt.

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