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Spießer Alfons: Nachrichten@Notizen (10)

30. September 2008
von

Worüber Kamele lachen

Ahrensburger_Kamele.jpgFür Werbung benötigt man keine Fachleute. Werbung kann jeder machen, der schreiben und zeichnen kann. Oder wer mit Digitalkamera und Photoshop umzugehen in der Lage ist. Dazu benötigt man bloß noch ein paar witzige Ideen — fertig ist die Werbung. Darum machen viele Nicht-Fachleute ihre Werbung selber. Oder lassen sie von anderen Möchte-gern-Werbern machen. Hernach wundern sie sich dann, warum ernste Angelegenheiten nur komisch wirken. Wie z. B. die Ansichtskarten, die von der Stadt Ahrensburg verteilt werden, um Ideen für die Zukunft der Stadt zu entwickeln. Diese Werbekarten sollen witzig sein, verbreiten aber puren Nonsens — siehe die Abbildungen! (Hinweis: Die Sprechblasen auf den vier Karten stammen von Spießer Alfons.)

Der Bock als Gärtner

Kaum ein Tag, an dem BILD nicht eine Falschmeldung bringt. Nun ist sowas auch mal der Associated Press (ap) passiert: Die Meldung, dass CSU-Generalsekretärin Haderthauer gehen muss, war falsch und wurde 16 Minuten später von der Nachrichtenagentur dementiert. BILD dagegen dementiert seine Falschmeldungen nur in seltenen Fällen. Aber den Deutschland-Chef von Associated Press, den macht das Boulevardblatt heute auf seiner Titelseite zum „Verlierer“.

Börse? Spießer nix capito!

Vor rund drei Jahren stand der Dax unter 5000 und niemand hat geweint. Heute steht der Dax fast bei 6000 Punkten und alle heulen. Warum? Verloren hat man sein Geld doch erst, wenn man die Aktien verkauft hat. Und dann hat man nur die Summe verloren, die zwischen An- und Verkauf lag. Und wenn jemand Geld verliert — wo bleibt das dann? Wird es im Krematorium verbrannt? Oder bekommt es bloß ein anderer Jemand, womit es ja nicht verloren sondern nur in andere Hände gewechselt ist? Und wenn die US-Unternehmen jetzt rund 1,2 Billionen Dollar weniger an Wert haben — wen kümmert das? Möglicherweise sind sie heute genau so viel wert wie noch vor ein paar Jahren, als sie über ihren damaligen Wert nicht geklagt haben…? Aber wie eingangs erwähnt: Von Börse versteht Alfons nix, der als Kind schon beim Monopoly stets verloren hat, weil er die teuersten Straßen immer auf Kredit gekauft hatte…

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Nachrichten@Notizen (10) ”

  1. nilsn am 30. September 2008 um 18:35 Uhr

    Wozu braucht eine Stadt mit ca. 30.000 Einwohner so nen Schwebebahnzeugs? Ist man da in 10 Minuten praktisch schon im Zentrum seines hässlichen großen Bruders?

    Aber das mit Zoro ist schon richtig lustig :)

  2. Spießer Alfons am 30. September 2008 um 18:42 Uhr

    @ nilsn

    Wenn man weiß, dass die Stadt echte Probleme mit Graffiti-Schmierern hat, dann ist das mit “Zorro” auch nicht so richtig lustig :(

  3. Dom am 6. Oktober 2008 um 09:46 Uhr

    Buchtipp zum Thema Hochfinanz: “Eine Billion Dollar” von Andreas Eschbach. Ein bisschen wie “Illuminati”, nur das hier das Geld die Religion ist. Absolut fesselnd und irgendwie auch Augen-öffnend.

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