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Spießer Alfons: Aida und Baldrian

13. Oktober 2008
von

Aida.jpgWer Aida, die Oper, kennt, weiß, dass die Geschichte tragisch endet: Die Liebenden werden lebendig begraben. Ob das bei Aida, dem Clubschiff, genauso ist, vermag der Spießer nicht zu sagen. Doch wenn die Reederei einen Namen wählt, der an eine Tragödie denken lässt, dann kommt man ins Nachdenken. Und denkt womöglich an eine Seebestattung.

Und dann ist da die Anzeige von Aida, dem Clubschiff. Sie ist überschrieben: „Hier ist das Lächeln zu Hause“ — siehe die Abbildung!

Diesen Hinweis müssen wir uns vor Augen führen: Das Lächeln ist hier nicht etwa auf dem Clubschiff, sondern es ist zu Hause geblieben! Warum ist das so? Haben die Passagiere auf dem Schiff nichts zu lächeln? Führt die Reise der Aida womöglich gar nicht zu den Kanaren, sondern zu Radames nach Ägypten…?

Je nun, immerhin steht der Name Aida auch für das bekannte Werbewirkungs-Prinzip, das in den Stufen abläuft: Attention, Interest, Desire, Action. Das allerdings ist ein Wunschmodell; in der täglichen Praxis läuft die Werbung eher ab nach dem üblichen Modell Baldrian, das der Spießer wohl nicht näher erläutern muss — siehe die Anzeige!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Aida und Baldrian ”

  1. Mario am 13. Oktober 2008 um 09:33 Uhr

    Schreibt man “zu Hause” mittlerweile nicht “zuhause”?

  2. Spießer Alfons am 13. Oktober 2008 um 09:37 Uhr

    @ Mario

    Beide Schreibweisen sind laut Duden korrekt.

ivw