Spießer Alfons: Buenos Aires? Oder Teufelsmoor an der Wümme…?
Eine Anzeige von Louis Vuitton. Wir sehen dort Sofia Coppola mit Vater Francis Ford in einer idyllischen Landschaft ruhend. Warum? Der Texter: „Zu jeder Geschichte gehört eine wundervolle Reise.“ Was Odysseus und Gulliver genauso bestätigen können wie Sindbad und Kolumbus, die schon damals mit Seesack von Louis Vuitton auf Reisen gegangen waren.
Vater und Tochter Coppola sind laut Werbeangaben nach Buenos Aires gereist. Das liegt, so informiert uns der Texter, in Argentinien, wo die beiden Schauspieler unter Tel. (0211) 864 70 0 zu erreichen sind. Oder auch nicht.
otr-Leser Peter sieht das freilich anders. Er schreibt: „Ich behaupte, das ist gar nicht in Buenos Aires, sondern das ist an der Wümme im Teufelsmoor bei Bremen!“
Das meint Peter. Was bedeuten würde: Zu jeder Reise gehört eine wundersame Geschichte. Und da Alfons sich nicht so genau im Teufelsmoor von Bremen auskennt, fragt er alle anderen otr-Leser: Ist Peters Vermutung richtig?
Und weil in Frankfurt gerade die Heilige Messe des Buchhandels ist, möchte Alfons, dass Ihr
„Ordnung im Bücherschrank“ habt: Der Spießer verlost an alle Informanten bezüglich „Buenos Aires oder Teufelsmoor?“ ein Exemplar der Feuilletons von Hans Reimann aus den 20er Jahren, die heute so aktuell sind wie damals — siehe Abbildung! (Der Rechtsweg ist genauso ausgeschlossen wie der Linksweg. Redaktionsschluss: 31. Oktober 2008.)



















Ich tippe auf Teufelsmoor. Wie der Name schon sagt, könnte das auch der Firmensitz der Werbeagentur sein.
PS: Ich bin nicht identisch mit dem Peter, der da oben erwähnt wird!
Um das Rätsel zu lösen, bin ich nicht ins Teufelsmoor, sondern zusammen mit Google nach Buenos Aires gewandert und habe herausgefunden: Es gibt dort kaum lauschige Plätzchen mit fast stehendem Fluss (siehe Algen/Grünpflanzeteppich) , an denen eine solche Szene überhaupt hätte fotografiert werden können.
http://maps.google.de/maps?f=q.....iwloc=addr
Ich glaube deshalb, das Bild entstand im noch viel weiter entfernten Adobé. In diesem Einwanderparadies für missverstandene Abbildungen hat ja schon so manche Mischehe zu einzigartigen Ergebnissen geführt.
Aber vielleicht sollten wir Werbeböcke einfach mal jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt. Zur Not einen Gärtner.
Ich finde das aber mal ganz großartig, wie die brave Tochter dem Vater zu Füßen liegt. Es gibt sie noch, wie echten Werte. Vielleicht passend zum LV-Frauenverdresch-Handschuh „für den echten Kerl”.
Die Vorwahl gibt doch schon nen Tipp: es ist ganz klar eine alte rheinarm-Aue bei düsseldorf: Die marke passt ja auch mehr an die Kö als an die wümme.