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Spießer Alfons: „hübsche Mey-Dessous“ am Kiosk

30. Oktober 2008
von

Spießer Alfons, bekannt als ewiger Nörgler an der Werbung, kann heute nicht umhin, einer Kampagne auch mal Lob zu zollen. Kunde: Mey; Agentur: Jung v. Matt.

Esther.jpgAlfons fand die Anzeigen auf Titel- und Rückseite einer großen Bildungszeitung, deren Name dem Spießer gerade entfallen ist. Auf der Titelseite oben rechts sehen wir einen Teaser: „Esther Schweins zeigt nackten Baby-Bauch“; daneben ein Störer mit dem Hinweis auf die „letzte Seite“. Verraten wird aber schon auf Seite 1, dass dieses eine „Unterwäsche-Kampagne“ ist.Schweins.jpg

Auf der Rückseite dann die Auflösung: Esther Schweins in Mey-Unterwäsche. Genauer: „hübsche ‚Mey’-Dessous“, so der Werbetext — siehe die Abbildung!

Dann aber stimmt da etwas nicht. Wir lesen neben dem Bild: „Esther Schweins fotografiert sich mit Selbstauslöser für die ‚Mey’-Dessous-Modekampagne“. Und im Text oben steht: „Starfotografin Gabo (47) drückte ab.“ Das widerspricht sich natürlich. Aber Werbung muss ja nicht immer ganz ehrlich sein, oder?!

Ob Esther Schweins oder Gabriele Oestreich das Foto gemacht hat, ist BH wie Höschen – dem Spießer gefällt diese Kampagne. Was Alfons allerdings vermisst: Weder über der Titelseiten-Anzeige, noch über der Rückseiten-Anzeige steht das Wörtchen „Anzeige“. Wie kann so eine Panne beim Werbeträger passieren? Liegt es vielleicht daran, dass die Agentur Jung v. Matt so gute Beziehungen zur besagten Zeitung hat, so dass der Verlag die Werbung möglicherweise ohne Rechnungsstellung hat durchgehen lassen…?

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: „hübsche Mey-Dessous“ am Kiosk ”

  1. Macmat am 30. Oktober 2008 um 15:27 Uhr

    Solche (Zu-)Fälle der beteiligten Parteien gibts ja öfter. Lieber Spießer, Du kannst wählen: Product Placement oder Cross-Selling?

  2. Spießer Alfons am 30. Oktober 2008 um 15:47 Uhr

    @ Macmat

    So etwas hätte ich nicht im Traum zu denken gewagt! In meiner Jugend nannte man das übrigens schlicht und einfach Schleichwerbung. ;) Werblich gesehen.

    Journalistisch betrachtet mag es schon begründet sein, die halbnackte Promi-Mama mit Babybauch zu zeigen. Aber der werbliche Hinweis auf die “hübschen” Dessous von Mey ist einfach zu dick aufgetragen.

  3. Lydia am 31. Oktober 2008 um 18:17 Uhr

    Also mir gefällt die Kampagne überhaupt nicht. Schwangere Bäuche = bäh! Pfui! Verstecken, bis es rum ist. Überhaupt: Schwangerschaft und Dessous? Klar, mit Omaschlüpfern wird man natürlich nicht schwanger – weil es gar nicht zum Sex kommt…

    Wie war doch gleich nochmal der Slogan von Mey? Deutschland braucht mehr Babys! Da ist die Esher ja brav gewesen und hat das gemacht, was Mey verlangt…

ivw