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Marcel Reich-Ranicki auf dem Recyclinghof

6. November 2008
von

faz_ReichRanicki_Anzeige.jpgMarcel Reich-Ranicki hat es wieder getan: Werbung. Diesmal im Dienste seines Blattes “FAZ” für die Reihe “Dahinter steckt immer ein kluger Kopf”. Der 88-jährigen Literaturpapst zeigt sich umgeben von ausrangierten Fernsehern auf einem Frankfurter Recyclinghof. Eine schöne Spitze des Verlagswesens gegen die TV-Welt. Die Schlagzeile zum Aufmacher-Foto der gezeigten “FAZ” lautet übrigens passenderweise “Hammer, Tassen, Funkenschlag”.

Wahrscheinlich ist es auch nur ein typischer Bloggerreflex, dass ich bei dem Bild an eine alte Weisheit für den Vergleich zwischen Wettbewerbern dachte. “Es ist gleichgültig, ob man aus den 20. Stock oder dem 40.Stock aus dem Fenster fällt. Das Ergebnis ist in jedem Fall letal.”

faz_ReichRanicki_Anzeige.jpg

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Kommentare zu “ Marcel Reich-Ranicki auf dem Recyclinghof ”

  1. M. am 6. November 2008 um 23:03 Uhr

    …als stünde das Internet im Medienvergleich gegenüber Fernsehen und Zeitung in irgendeiner Weise besser da?! Seltsamer Tunnelblick von Web-Machern. Irritiert mich immer öfter. Die Mehrheit der Deutschen ist nach wie vor mehr in den klassischen als in den (ähem) neuen Medien unterwegs. Und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

    … Nicht jede Prophezeihung wird wahr, wenn man nur laut genug auf sie pocht ^^

  2. Max am 7. November 2008 um 06:59 Uhr

    Letal. Was ein Wort.

  3. OlafKolbrueck am 7. November 2008 um 09:05 Uhr

    @M.
    Für die 14- bis 19-jährigen Nutzer ist das Internet schon Medium Nummer 1. 25,3 Prozent nutzen Internet, 21,1 TV. (ARD/ZDF-Onlinestudie). Dort: “Für Jugendliche ist das Internet das Allroundmedium, das nahezu alle Medienbedürfnisse – Kommunikation, Unterhaltung, Information – befriedigt”.
    Ununterbrochenes Wachstum gibt es auch in anderen Altersgruppen: http://faz-community.faz.net/b.....tzung.aspx
    Auch wenn TV und Zeitungen beim Informationsverhalten gegenwärtig noch vorne liegen – http://faz-community.faz.net/b.....uelle.aspx
    -
    Mehrheiten ändern sich.
    @Max
    Manchmal muss man einfach mal den Akademiker raushängen lassen. :-)

  4. M. am 7. November 2008 um 19:39 Uhr

    Natürlich ändern sich die Mediennutzungsgewohnheiten. Und mit ihnen die Mehrheiten. Und in nicht zuuuuu ferner Zukunft wird das Netz die alten Medien verdrängt haben, keine Frage.

    Nur ist das NOCH halt nicht soweit. Man neigt zu oft dazu, seinen eigenen “Avantgarde”-Blickwinkel für allgemeingültig zu erklären. Und darüber dann auch ein bisschen den Kontakt bzw. die Einschätzungsfähigkeit für die (noch) realen Verhältnisse hierzulande zu verlieren ;)

  5. Koenich Johann am 9. November 2008 um 10:03 Uhr

    Das Motiv ist einfach nur geil. Gratulation!

ivw