Spießer Alfons: Der neue PLAYBOY kommt von s.Oliver
Gestern im Briefkasten des Spießers: ein dicker Umschlag. Darauf ist eine Frau in Dessous abgebildet mit dem Hinweis in englischer Sprache: „Real Christmas Surprises s.Oliver“. Und auf der Rückseite: Angebot von s.Oliver für Männerklamotten, die reichlich knülle aussehen. Dazu ein „Geschenktipp“, und zwar: „Eine kleine Aufmerksamkeit für die Liebste: Set aus Push-up (27,95 €) und String (13,95 €)“.
Das alles wollte der Spießer nicht — auch nicht den „10-Euro-Gutschein“ und mit „10% X-mas-Rabatt“. Also: Rein mit dem ungeöffneten Umschlag in die Rundablage!
Zwei Stunden später:
„Warum hast Du den PLAYBOY denn in den Papierkorb geworfen?“, wollte die Lieblingsfrau des Spießers wissen und hielt Alfons das Dezember-Heft unter die Nase.
Alfons verstand nicht. „Wieso lag der PLAYBOY im Papierkorb?“, erkundigte sich der Spießer und nahm seiner Lieblingsfrau das Magazin aus der Hand.
„Hier — in diesem Umschlag war Dein PLAYBOY!“, erklärte die Lieblingsfrau und hielt Alfons das Kuvert hin, nämlich das von s.Oliver, das Alfons zuvor entsorgt hatte. Und die Finderin hatte noch einen Brief gefunden, der ebenfalls in dem Umschlag gesteckt hat. Das Schreiben ist von Stefan Schmortte. Das ist nicht der Werbeleiter von s.Oliver, sondern Chefredakteur des PLAYBOY. Und weil d
er Brief bemerkenswert ist, hat der Spießer ihn für Euch noch einmal extra eingescannt. Wer möchte, kann Stefan Schmortte wegen der Schokolade gern anrufen und sich auf Spießer Alfons, den Abonnenten, beziehen.
Spießiges Fazit: PLAYBOY im Umschlag von s.Oliver — das ist wie ein Wolf im Schafsfell. Ähnlich wie Beate Uhse, wo Kataloge auch immer ohne Angabe des Absenders verschickt werden. Und wenn die Lieblingsfrau des Spießers das Magazin nicht zufällig im Papierkorb gefunden hätte, weil der Umschlag sie neugierig gemacht hat, dann hätte der Spießer die Ausgabe nie zu Gesicht bekommen. Den Verlust hätte Alfons vermutlich gar nicht gemerkt, weil er den PLAYBOY ohnehin nie abonniert hat. Erklärung: Der Verlag liefert das Nackedei-Blatt, nachdem „Max“ eingestellt worden ist, einfach als Ersatz.
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So überrascht das das ‘echte Weihnachten’ nicht nur s.Oliver, sondern auch den Frauenanseher. Immerhin habe ich jetzt gelernt, dass der PB weniger als 1000 ABonennten hat.
Playboy als Ersatz für die Max? Wer hat das entschieden?
@ Simone
Derselbe Verlag hat das entschieden, nämlich Burda. Natürlich hätte ich widersprechen können; aber ich vergaß es immer wieder. Bis heute!