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Spießer Alfons: Kopfprämie von der Commerzbank

16. November 2008
von

Die Commerzbank hat keine Kohle auf dem eigenen Konto und kauft davon die Dresdner Bank. Anschließend ruft der Vorstand den Staat zu Hilfe. Lustig, oder!?

comba.jpgUnd nun will die Commerzbank, die klamme, auch noch Kunden kaufen und „100 € für jeden neuen kunden“ zahlen. Allerdings nur in Hamburg, denn „für hamburg haben wir besonders viel übrig“, inseriert die Commerzbank und sagt damit den Kunden in anderen Orten: Für euch haben wir nichts übrig! (Oder gibts die Anzeige auch für andere Städte…?)

Wie rechnet sich solcher Kunden-Ankauf für de Commerzbank? Haben die Banker sich das abgeguckt von den Verlagen, die für jeden neuen Abonnenten eine Prämie aus ihrem Füllhorn spendieren? Dieses ist jedoch eine so genannte „Freundschaftswerbung“, sprich: Leser werben Leser und werden dafür honoriert — die Werber! Und es rechnet sich für den Verleger wie folgt: Der neu geworbene Leser kostet so viel, dass an diesem Abonnenten im ersten Jahr nur zugesetzt wird. Und wenn der Leser nach Ablauf von 12 Monaten sein Abo wieder kündigt, dann war es eine Milchmädchen-Rechnung — jedenfalls für Nichteingeweihte. Die Milchmädchen in den Verlagshäusern rechnen hingegen anders, nämlich: Wenn wir nicht genug Leser haben, bekommen wir noch weniger Anzeigen. Also kaufen wir uns die Leser und holen uns die Kopfprämien zurück von den Anzeigenkunden!

Wie aber funktioniert das bei der Commerzbank…? Ganz einfach: Für die „100 euro willkommensprämie“ holt sich die Bank eine Bürgschaft vom Staat. Und wenn die gekauften Kunden ihr Konto bei der Commerzbank haben, dann holt sich die Bank das Bestechungsgeld wieder zurück, und zwar von den Kontoinhabern  — logo!

Spießiger Tipp für alle Hamburger Kunden der Dresdner Bank: Sofort Euer Konto bei der grünen Beraterbank kündigen und geschlossen zur Commerzbank wechseln — wo Ihr demnächst ohnehin landen werdet … allerdings ohne Willkommensprämie!

Übrigens: Seit Jahren kritisiert der Spießer die mangelhafte Rechtschreibung in der Werbung der Commerzbank, wo irgendwelche Agentur-Dämel der Bank eingeredet haben, sie müsse Substantive klein schreiben. (Wenigstens im Kleingedruckten wird korrekt geschrieben.) Was sagen die Banker ihren schulpflichtigen Kindern und Enkeln, wenn die genauso schreiben und daraufhin in der Schule eine mangelhafte Note bekommen…? Alfons empfiehlt: „Wenn Du das Abitur deshalb nicht schaffst, kannst Du ja immer noch bei der Commerzbank arbeiten — als Legastheniker, Werbetexter oder im Vorstand!“

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Kommentar zu “ Spießer Alfons: Kopfprämie von der Commerzbank ”

  1. Klecks am 17. November 2008 um 12:06 Uhr

    Und warum werden die alten Kunden der Commerzbank in Hamburg bestraft, indem sie keine 100 Euro kriegen…..? Ich empfinde das als sehr ungerecht!!!

ivw