Spießer Alfons: Neuer Werbewettbewerb, und zwar der einzig wahre!
Seit mehr als 100 Jahren (gefühlt) fordert Spießer Alfons die Abschaffung von Werbewettbewerben, bzw. eine drastische Reduzierung derselben. Und nun könnt Ihr bei HORIZONT.net nachlesen, dass eine Reihe von Agenturen über den spießigen Gedanken nachgedacht haben — Andreas Grabarz sei Dank! Solche Absicht gab es auch schon in Vergangenheit, diesmal jedoch — Lehman-Brothers sei Dank! — spielt die kommerzielle Komponente mit. Und das ist ein staaarkes Argument für die Stuhlmänner in den Agenturen. Der Spießer hofft, dass dieses Argument sticht, um aus der Not endlich eine Tugend zu machen!
Und hier ein spießiger Vorschlag für einen neuen Werbewettbewerb. Den einzigen, den es in Zukunft noch geben soll. Und den einzigen, der fair ist, bei dem alle Agenturen zu gleichen und vernünftigen Konditionen teilnehmen können. Der Wettbewerb, bei dem sich jedes Jahr automatisch das Agentur-Ranking ergibt, ohne dass irgendwelche Leute aus ungezählten Wettbewerben die Hitparade erstellen müssen, die subjektiv und damit unfair ist.
Der neue Wettbewerb geht wie folgt über die Werbebühne: Zu Beginn eines jeden Jahres erscheint eine Sonderausgabe von HORIZONT. Dieses Heft enthält nur Anzeigen. Von Werbeagenturen. Die können sich darstellen und zeigen, was sie im abgelaufenen Jahr geleistet haben. In Deutschland, versteht sich. Und dann vergeben die Leser ihre Punkte für die Agenturen — also nicht speziell für einzelne Arbeiten! Damit bei dieser Abstimmung nicht Lug und Trug passiert, müssen die Votings namentlich erfolgen. Danach wird eine Rangreihe erstellt. Und anschließend tritt eine Jury zusammen, die kompetent ist. In dieser Jury sind logischerweise diejenigen, für die Werbung gestaltet und geschaltet wird: Kreativdirektoren Kunden und Konsumenten. Werber sind nicht vorhanden, schon gar keine „Kreativen“. Weil es sonst so etwas wäre wie eine Miss-Wahl, bei der einige der Misses, die über den Laufstieg gehen, auch in der Jury sitzen – siehe ADC!
Und vor dieser Jury präsentieren die Top 12 aus der Leserwahl noch einmal ihre Arbeiten live. Auf offener Bühne mit Zuschauern. Und danach entscheidet die Jury in offener Abstimmung über die endgültige Reihenfolge, also darüber, ob das, was die Leser-Jury entschieden hat, auch nachvollziehbar ist. Wobei sich die Reihenfolge der 12 auserwählten Agenturen natürlich ändern kann.
Das sind natürlich alles erst einmal spießige Rohgedanken, die weitergedacht werden müssen. Spießer Alfons gibt das Thema zur Diskussion frei.
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heyhey: nicht die contests abschaffen, bevor ich die chance habe, einen zu gewinnen.
und deine idee: öch nööööö. das wäre ja auch ein katalog und kein heft mehr.
@ meistermochi
Okay, okay, dann reiche noch schnell etwas bei den derzeitigen 79 Wettbewerben ein!
Auch das “Jahrbuch der Werbung” ist ein “Katalog” und findet trotzdem Leser, die dafür auch noch richtig Geld hinlegen!
Und wie sollen wir bei so einem Wettbewerb unseren Anspruch “Künstler” zu sein bestätigt finden?
ja oh gott wie!?
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na, da ist mir doch vor aufregung glatt das baskenmützchen verrutscht…