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Spießer Alfons: Auf der Park Avenue ins Potemkinsche Dorf

24. November 2008
von

Alfons weiß nicht, ob jemand von Euch Steffi Christiansen kennt. Alfons kennt die Dame auch nicht persönlich, aber sie schreibt regelmäßig an den Spießer. Weil dieser den „stern“ abonniert hat. Und deswegen bietet die Steffi dem Alfons immer wieder per E-Mail an, dass er doch weitere Zeitschriften abonnieren oder sonstwas bestellen soll.

In der vergangenen Woche hat Alfons geantwortet. Um die Werberin endlich loszuwerden, hat er nach einem Abo für die Zeitschrift „Park Avenue“ gefragt. Daraufhin schrieb der Kundenservice vom DPV, einer Tochter von Gruner + Spar Jahr mit heutigem Datum (Wortlaut gekürzt):
„Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Zeitschrift PARK AVENUE. Ihre Bestellung nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Der Preis für ein Jahresabonnement beträgt zzt. EUR 42 (inkl. MwSt. und Versand). Sie können Ihre Bestellung innerhalb von zwei Wochen widerrufen. Bitte geben sie uns hierzu eine kurze Mitteilung.

Bei einer Kündigung vor Ablauf der bezahlten Periode erhalten Sie selbstverständlich Ihr im Voraus gezahltes Geld zurück. Sie können Ihr Abonnement jederzeit für Ihre Urlaubszeit unterbrechen oder die Lieferung an einen anderen Ort innerhalb Deutschlands umleiten. Dafür benötigen wir Ihre Mitteilung mindestens zwei Wochen im Voraus.

Über Ihre Bestellung würden wir uns freuen. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Kundenservice
DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Sitz: Hamburg
AG Hamburg, HRB 95752
Geschäftsführer:
Dr. Olaf Conrad, Dr. Bernd Buchholz

Spießiges Fazit: Während über Gruner + Jahr dunkle Gewitterwolken stehen, scheint beim Deutschen Pressevertrieb offensichtlich die Sonne im Tal der Ahnungslosen.

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Kommentar zu “ Spießer Alfons: Auf der Park Avenue ins Potemkinsche Dorf ”

  1. Dierk am 25. November 2008 um 08:57 Uhr

    Das passiert halt, wenn automatisiert Textbausteine eingesetzt werden. Solange das von unterbezahlten Weniggebildeten getan wird, gefällt mir das – aus sozialpolitischen Gründen. Schließlich sind die, hoffentlich festangestellten, Einsetzer dann weg von der Straße, raus aus den sozialen Systemen und arbeiten für ihre Scheibe Brot.

    Wenn es sich allerdings um ALG-2-Empfänger handelt, die per staatlicher Subvention von der Firma auf 1-EURO-Basis ausgebeutet werden …

ivw