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Spießer Alfons: „Heute blau und morgen blau und üüübermorgen wieder…!“

24. November 2008
von Spießer Alfons

Was erwarten wir von einem guten Wirtschaftsmagazin? Spießer Alfons erwartet: Fachliche Kompetenz in allen Fragen der Wirtschaft. Ehrlichkeit in der Berichterstattung, was auch meint: Unabhänigkeit der Redaktion. Und: Der Leser muss einen Nutzwert aus seinem Magazin ziehen können.

Spießer Alfons hat das „manager magazin“ abonniert. Und findet in der aktuellen Ausgabe einen Bericht über Deutschlands Werbeagenturen, wonach Jung v. Matt die „beste deutsche Werbeagentur“ ist. Ein Ranking soll das belegen. Dieses Ranking belegt aber nur, dass JvM tüchtig an Werbewettbewerben teilnimmt und dabei sehr viele Preise eingesammelt hat. Es gibt aber auch sehr erfolgreiche Agenturen, die nicht Tausende von Euro für Werbewettbewerbe ausgeben wollen, sondern dieses Geld lieber in die Gehälter der Mitarbeiter stecken und deshalb wenig oder gar nichts einreichen. Möglicherweise sitzen in diesen Agenturen die besten Kundenberater und Markenstrategen Deutschlands…? Diese Agenturen sind im Ranking weniger vertreten, obwohl sie Weltmarken betreuen. Frage: Gehören diese Werbehäuser nicht zu den besten in Deutschland…?

blau.jpgEin anderer Beitrag in derselben Ausgabe vom „manager magazin“ belegt, dass die Redaktion tatsächlich sehr blauäuig ist. Man empfiehlt den Lesern, zu Weihnachten etwas Künstlerisches zu schenken, nämlich Grafiken. Eine davon stammt von Dorothee Joachim und ist zu einem “erschwinglichen Preis” von 1.100 Euro zu bestellen — wenn Ihr Euch die Abbildung samt Bestelladresse einmal anschauen wollt!

Was der Spießer dazu meint? Siehe Überschrift!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: „Heute blau und morgen blau und üüübermorgen wieder…!“ ”

  1. daniel am 24. November 2008 um 15:44 Uhr

    …ich könnte ein entsprechend Bild noch viel “erschwinglicher” anbieten. Anfragen & Aufträge werden gerne entgegen genommen ;-)

  2. °flo am 24. November 2008 um 15:49 Uhr

    Bei mir sind grad “rot” und “gelb” im Angebot. 999,-
    “Weiss” ist noch günstiger!

  3. Dr. Pflichtfeld am 26. November 2008 um 15:04 Uhr

    Am Besten finde ich “monochrom anmutende Malerei”…ich sehe vor meinem inneren Auge, wie sich die Texter dabei vor Lachen auf dem Boden gekringelt haben. Muss ich mir merken.

  4. Florian am 27. November 2008 um 14:18 Uhr

    Offensichtlich ist das Verständnis für moderne Kunst hier nicht sehr weit verbreitet. Ob die Dame diesen Preis rechtfertigt kann ich zwar nicht sagen, dass monochromatische Kunstwerke (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Yves_Klein) aber durchaus zurecht zu hohen Preisen gehandelt werden ist ja nun wirklich keine überraschung.

    Wahrscheinlich kommt jetzt der nächste und behauptet: Son bisschen Fett auf nen Stuhl – das kann ich auch günstiger als Beuys.

    Auch wenn Werbung keine Kunst ist: Son bisschen Verständnis kann man auch aös Werber aufbringen

  5. Spießer Alfons am 27. November 2008 um 14:24 Uhr

    @ Florian

    Bert Brecht diskutierte einmal im Freundeskreis über die alte Frage: Was ist Kunst? Einer der Diskutanten erklärte schließlich: “Kunst ist, wenn man mitten in die Stube scheißt.” Daraufhin überlegte Brecht und sagte: “Nein. Kunst ist, wenn man unter Beifall mitten in die Stube scheißt.”

    In diesem Sinne: Der Künstler bedankt sich bestimmt für Deinen Beifall!

  6. Florian am 1. Dezember 2008 um 10:20 Uhr
  7. soerensen am 9. Dezember 2008 um 13:10 Uhr

    sorry, aber das gehalt bei jvm ist nicht so schlecht, wie ihr alle denkt. ich merke das bald am eigenen leib.

  8. Spießer Alfons am 9. Dezember 2008 um 13:37 Uhr

    @ soerensen

    Glückwunsch! :)

ivw