Spießer Alfons: Werbung, die der Fragen würdig ist …
… könnte man auch als fragwürdige Werbung bezeichnen. Oder ist der spießige Anzeigenleser wieder mal schwer von Begriff?
Wer die Wortbeiträge von Spießer Alfons auch nur oberflächlich verfolgt, hat schon lange erkannt: Von Werbung versteht er wenig, der Spießer. Sonst würde er auch nicht immer wieder so dumme Fragen stellen. Wie zum Beispiel hier und jetzt:
Warum zeigt Lexware uns in seiner Werbung immer wieder Läden, die jeden Kunden abschrecken? Denn in einem solchen Ambiente kann kein positives Einkaufserlebnis stattfinden. Wie zum Beispiel in dem Modeladen dort — wenn Ihr Euch das uniforme Angebot mal anschauen wollt! Wenn dort tatsächlich Lexware herrscht, dann muss Lexware ein Gewaltherrscher sein. Ein Diktator, wie wir ihn aus dem alten China in Erinnerung haben, als dort in der Mode der einheitliche Mao-Look vorgeschrieben war.
Und dann ist dort eine weitere Anzeigenseite zu sehen, wo ebenfalls Lexware herrscht. Und wo jemand vermerkt hat: „Gewohnheit ist das halbe Leben.“ Was eigentlich „Ordnung ist das halbe Leben“ heißen müsste. Und weil das Inserat seinem Auftraggeber peinlich ist, hat er seinen Namen einfach weggelassen. Nur weiße Oberhemden sind im Angebot erkennbar. Und Krawatten. Und alles markenlos.
Wenn man bedenkt, dass diese Anzeigenseite allein im „stern“ brutto über 50.000 Euro kostet, dann fragt sich der Spießer: Was hat sich der Aufraggeber bei dieser Anzeige eigentlich gedacht, falls er überhaupt gedacht hat…?
Zwei Seiten weiter in derselben Ausgabe steht eine Anzeige von Renault. Überschrieben in Versallettern: „ENTDECKEN SIE DIE ANDERE HÄLFTE. ZEIT FÜR VERÄNDERUNG. DER NEUE RENAULT MÉGANE.“ — siehe die Abbildung!
Spießer Alfons möchte wissen: Ist dieses Auto die eine Hälfte? Oder die andere, die es zu entdecken gibt? Und um welche Veränderung geht es mit der Zeit? Am Fuße steht: „LASSEN SIE MIT DEM NEUEN RENAULT MÉGANE DAS GEWOHNTE HINTER SICH.“ Spießige Frage: Welches Gewohnte? Beruf? Familie? Wohnung? Leben…? Und: Warum soll das jemand hinter sich lassen…?
Fragen über Fragen. Weiß jemand wenigstens eine Antwort? Vielleicht irgend so ein Werber, ein kreativer…?
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Ich meine bei 15% Agenturprovision bekommt man ja auch für den Kleiderschrank ein hübsches Sümmchen … ist doch völlig in Ordnung
Ich wage die kühne These, dass der Zusammenhang der beiden Seiten dem flüchtigen Leser selbst in der Rezension nicht auf Anhieb klar wird …
@ tutnichtszursache
Meinst Du die beiden Seiten Nr. 1 und Nr. 2 der Abbildungen? Oder Nr. 2 und 3…?
@che777:
ein kommentar aus der zeitmaschine?
die gute alte Zeit als es die 15% noch gab …
man darf ja noch von Träumen dürfen.
Aber vielleicht eine Erklärung für das handeln:
Früher hat man sich daran gewohnt so etwas zu schalten weils die Provision gab und heute schaltet man es so weil man es gewohnt ist …
Wenn’s in einem Unternehmen, das Lexware implementiert hat, tatsächlich so zugehen sollte wie in Bild 1, dann sollte Lexware einen neuen Ansatz suchen. Denn ein guter Unternehmer weiß, dass nicht nur Ordnung ausschlaggebend ist für den Erfolg seines Unternehmens (so argumentiert Lexware), sondern auch das Wohlbefinden des Personals und der Kunden! Und das wird mit einem solch sterilen Zustand sicher nur schwerlich erreicht